„Wunderbare Jahre“-Nachfolger kommt im Dezember zu Disney+

    Streamingdienst zeigt auch Premiere neuer Staffeln von „Good Fight“ und „AMLT“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 12.11.2021, 16:47 Uhr

    „The Wonder Years“ – Bild: ABC
    „The Wonder Years“

    Im Rahmen des heutigen Disney+ Day hat der Streaming-Dienst auch einige neuen Inhalte für Deutschland bestätigt. Nachdem diese Woche schon der Neustart der aktuellen US-Serie „Ein großer Sprung“ angekündigt worden war (fernsehserien.de berichtete), wurde nun auch die Veröffentlichung der Neuauflage des Serienklassikers „Wunderbare Jahre“ angekündigt. Ab 22. Dezember wird die aktuelle US-Serie „The Wonder Years“ hierzulande laufen und hat im Zuge dessen ebenfalls den deutschen Titel „Wunderbare Jahre“ erhalten.

    Daneben kommen die zuletzt durch den mittlerweile eingestellten FOX Channel nach Deutschland gebrachten Serien „The Good Fight“ und „A Million Little Things“ „im Jahr 2022 exklusiv zu Disney+“. Dabei werden auch jeweils die jüngsten Staffeln der beiden Serien ihre Deutschlandpremiere haben – Staffel fünf von „Good Fight“ und Staffel drei von „AMLT“.

    Wunderbare Jahre

    Die neue Serie „Wunderbare Jahre“ ist eine alternative Erzählung zur bekannten Kultserie (1988 bis 1993) und trägt auch dem Bevölkerungswandel in den USA Rechnung: Statt einer weißen Mittelstandsfamilie ab 1968 zu folgen (in welchem Bundesstaat die Arnolds lebten, wurde nie ganz bestätigt), werden nun die Erlebnisse einer afro-amerikanischen Familie in Montgomery, Alabama ab dem Jahr 1968 durch die Augen des jüngsten Familienmitgliedes erzählt, Dean Williams (Elisha Williams). Wie im Original werden Deans Jugenderlebnisse von seinem deutlich älteren Selbst mit Voice-Overn kommentiert, in der neuen Version leiht Don Cheadle dem erwachsenen Dean die Stimme.

    Trailer zu „The Wonder Years“ (englisch)

    Auch die Williams sind eine Mittelstandsfamilie: Vater Bill (Dulé Hill) ist Musik-Professor, Mutter Lillian (Saycon Sengbloh) ist Hausfrau. Deans ältere Schwester Kim (Laura Kariuki) ist in einem rebellischen Alter, Deans älterer Bruder Bruce (nur in Gastauftritten: Spence Moore II) dient im Vietnam-Krieg.

    Dean ist ein schmächtiger Junge mit Brille. Sein bester Kumpel ist Cory Long (Amari O’Neil). Dessen Vater „Coach Long“ (Allen Maldonado) ist ein örtlicher Baseball-Coach, die Väter der Jungs sehen in politischen Fragen nur selten die Dinge gleich. Ebenfalls zum Cast gehören Milan Ray als Keisa Clemmons (eine Mitschülerin, in die Dean verknallt ist) und Julian Lerner als weiter Kumpel von Dean.

    Obwohl Dean in den US-amerikanischen Südstaaten lebt und damit in einem Gebiet mit in Teilen noch existierender Rassentrennung, in dem Afro-Amerikaner auch 50 Jahre später noch mit Anfeindungen und Übergriffen rechnen müssen, sind seine Jugendjahre für ihn halt einfach eine magische Zeit. In den ersten Episoden etwa versucht er ein gemeinsames Baseball-Spiel zwischen seinem Team und einem Team von Mitschülern zu organisieren – die halt in einer Mannschaft sind, in der nur die weißen Schüler spielen. Während im Serienoriginal das Ende der „jugendlichen Unschuld“ von Kevin Arnold durch den Tod von Winnies Bruder im Vietnam-Krieg eingeläutet wird, haben die Macher der Neuauflage den Mord von Martin Luther King ans Ende ihrer Pilotfolge platziert.

    Die Neuauflage von „Wunderbare Jahre“ bemüht sich, Brücken zum Original zu schlagen. Der Serienpilot sowie weitere Folgen wurden etwa vom „alten Kevin Arnold“ als Regisseur betreut, Fred Savage – der schon seit 1999 als Serien-Regisseur arbeitet und mittlerweile bei mehr als 70 Serien wirkte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      wunderbare jahre fand ich als kind sooo schön.

      ich wünsche den heutigen kindern eine ebenso schöne neuauflage mit einer ähnlichen atmosphäre.

      ob das heute noch möglich ist?
      • am via tvforen.de

        Es ist viel möglich. Kinder finden vieles toll, das man gar nicht mehr vermutet. Mein Patenkind war vor 2 Jahren begeistert von Janosch, als wir eine Folge auf Youtube gesehen haben. Sie gehen auch noch genauso gerne raus, auf den Spielplatz, wie früher - man muss sie halt nur lassen :-)

        Leider können sie einiges eben nicht kennen, weil man es kaum noch zeigt. Genau deswegen mag ich zb Youtube gerne, denn dort findet man solche Schätze auch heute noch.

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