„Weissensee“: Vierte Staffel ab heute im Ersten

    Begleitende Webserie in der Mediathek

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 08.05.2018, 15:58 Uhr

    „Weissensee“ – Bild: ARD/Frederic Batier
    „Weissensee“

    Seit Herbst 2015 warten die Fans der preisgekrönten Serie „Weissensee“ auf neue Folgen. Doch ab heute Abend ist es soweit: Das Erste zeigt die neue vierte Staffel der preisgekrönten Historienserie als Eventprogrammierung: von Dienstag bis Donnerstag (8. bis 10. Mai) werden jeweils zwei Folgen ab 20.15 Uhr ausgestrahlt. Im Anschluss an die ersten beiden Episoden wird heute Abend außerdem um 21.50 Uhr eine neue Dokumentation zur Serie ausgestrahlt. Darüber hinaus wurde eine begleitende Webserie ins Netz gestellt.

    Serienschöpferin Annette Hess war an den neuen Folgen aus Zeitgründen allerdings nicht beteiligt. Stattdessen zeichnet Emmy-Preisträger Friedemann Fromm für Drehbücher und Regie verantwortlich. Die vierte Staffel beleuchtet einen Zeitraum, der fiktional bisher kaum behandelt wurde: Von der ersten freien Wahl in der DDR im März 1990 über die Gründung der Treuhand und die Währungsunion im Juli 1990 bis zur Ermordung Detlev Karsten Rohwedders durch einen Scharfschützen der RAF am 1. April 1991. Jeder kämpft auf seine Weise für einen Platz in einem sich neu formierenden Land. Auch und gerade die Mitglieder der Familie Kupfer müssen sich nach dem Zusammenbruch des DDR-Systems neu orientieren.

    Wegen seiner Schussverletzung sitzt Falk Kupfer (Jörg Hartmann) im Rollstuhl, weiß aber sein Stasi-Wissen gewinnbringend für einen Westkonzern zu Geld zu machen. Martin Kupfer (Florian Lukas) kämpft um den Erhalt von 100 Arbeitsplätzen in seinem Möbelbetrieb, hat aber wenigstens endlich seine Tochter Anna (Ziva-Marie Faske) wiedergefunden. Seine Freundin Katja (Lisa Wagner) hat als Journalistin zahlreiche Gelegenheiten, um zwielichtigen Geschäften von alten und neuen Seilschaften auf die Spur zu kommen. Nach der frustrierenden Wahlniederlage der Bürgerbewegung steigt Vera (Anna Loos) bei der Treuhand ein, um den Ausverkauf Ostdeutschlands zu verhindern.

    Währenddessen will Hans Kupfer (Uwe Kockisch) die Verstrickungen und Untaten des Unrechtsregimes offenlegen. Damit macht er sich nicht nur seine Frau Marlene (Ruth Reinecke) zum Feind, die Angst vor dem finanziellen Ruin ihrer Familie hat, und daher gemeinsam mit dem ehemaligen Stasi-Generalleutnant Gaucke (Hansjürgen Hürrig) SED-Vermögen „in Sicherheit“ bringt. Als Dokumente auftauchen, die Hans schwer belasten, könnte Dunja Hausmann ihm dabei helfen, seine Unschuld nachzuweisen. Doch die ist verschwunden … 

    Wer nicht genug von „Weissensee“ bekommt, kann sich zusätzlich auch die neue Webserie „Weissensee – Frisch gestrichen!“ ansehen. In insgesamt zehn kurzen Folgen à ca. 3 Minuten erzählt das Mini-Format von einem Abend in Ost-Berlin im Jahr 1990. Peter Görlitz (Stephan Grossmann) ist so begeistert von seiner neuen Wohnung, dass er Martin und Katja zu einer Einweihungsparty einlädt. Einweihung oder Renovierung – wer weiß das schon so genau? Martin und Katja sind vorbereitet und bringen Salz und Brot mit. Doch sie ahnen nicht, was in dieser Nacht passieren wird … Zur Webserie

    Seit 2010 sind von „Weissensee“ jeweils mit großen zeitlichen Abständen bisher drei Staffeln mit insgesamt 18 Folgen entstanden. Bereits 2011 wurde das Format als Beste Serie mit dem „Deutschen Fernsehpreis“ ausgezeichnet. 2016 folgte der „Grimme-Preis“ für Staffel 3.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Mich haben schon die vorigen Staffeln kalt gelassen ....................
      • am via tvforen.demelden

        Ich muß gestehen, daß mich die aktuelle Staffel relativ kalt läßt. Sonderbarerweise finde ich aber, daß das Material (und damit weitestgehend das Drehbuch) nicht schlechter ausgearbeitet ist als zuvor. Der Inhalt ist interessant und auch relevant. Vielmehr habe ich den Eindruck, daß nicht der Drehbuchschreiber, sondern die Regie gewechselt hätte. Sehr viele Szenen wirken diesmal überhastet, sind ohne Einleitung und/oder brechen zu schnell ab. Es gibt sogar völlig unnötig geteilte Szenen, was einer der größten Anfängerfehler ist, den man beim Schnitt machen kann. Auch der Ton der Staffel ist durchgängig zu ernst, ohne humorige Zwischentöne. Alles in allem kann ich diese Staffel leider nicht weiterempfehlen.
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          kleine Anmerkung zum 1. Teil der 4 Staffel:
          Der Volkspolizist Görlitz stellt sich den Jugendlichen mit "Hauptwachtmeister Görlitz" vor.
          Sein Dienstgradabzeichen ist jedoch das eines "Unterleutnants der VP".
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