Vor dem Start: „Yellowstone“

    Neo-Western mit Kevin Costner als Grundbesitzer läuft bei Sony AXN

    Bernd Krannich – 24.11.2020, 18:15 Uhr

    „Yellowstone“

    In den USA ist die Serie „Yellowstone“ eine der erfolgreichsten Kabelserien, nun hat das Format von Kevin Costner auch eine deutsche Heimat gefunden: Sony AXN.

    Ab heute (24. November 2020) wird die erste Staffel immer dienstags um 21:10 Uhr gezeigt. Im Anschluss an die Ausstrahlung steht die Episode sowie die Episode der Folgewoche auf Abruf in den Sony-AXN-Mediatheken von Vodafone, MagentaTV, Prime Video Channels und in der Schweiz über Teleclub und UPC zur Verfügung. Die erste Staffel umfasst neun Episoden, wobei der Serienauftakt deutliche Überlänge hat.

    Im Zentrum der Serie steht die Yellowstone Ranch, in der Serie die größte, aus einem einzigen, zusammenhängenden Landstück bestehende Ranch der USA in Privatbesitz, genauer gesagt im Besitz von John Dutton (Kevin Costner). Der versucht, seinen Landbesitz in Montana gegen diverse Begehrlichkeiten zusammenzuhalten und dabei auch noch seine Familie mit starker Hand zu führen.

    Hinter der Serie steht Taylor Sheridan (Darsteller „Sons of Anarchy“; oscarnominiert für „Hell or High Water“)

    In „Yellowstone“ steht der in die Jahre gekommene Witwer John Dutton im Zentrum, der versucht, sein Land zusammenzuhalten, für das es einige Interessenten gibt. Einerseits Naturschützer, die das Land gerne dem Yellowstone Nationalpark zugeschlagen sehen würden. Auch die Anführer einer Indianer-Reservation würden es gerne vereinnahmen. Und schließlich gibt es eine Gruppe Landentwickler, die hier gerne Geschäfte machen wollen. Da Dutton keinesfalls verkaufen würde, ist die Politik für die Parteien der Weg zum Ziel: Die könnte Dutton zum höheren gesellschaftlichen Wohl ganz oder teilweise enteignen. Und es wird dreckig gespielt. Auch in Duttons Familie herrscht alles andere als eitel Sonnenschein.

    Die weiteren Hauptrollen in der Serie spielen Luke Grimes, Kelsey Asbille, Kelly Reilly, Wes Bentley, Cole Hauser. Auch die Landschaft – gedreht wurde in Utah und Montana – wurde eindrucksvoll in Szene gesetzt.

    In den USA war „Yellowstone“ zuletzt die meistgesehene Kabelserie des Sommers, frühzeitig wurde eine vierte Staffel bestellt. Unser Kritiker Gian-Philip Andreas konnte zumindest dem Serienauftakt nicht viel Positives abgewinnen: Immer wieder überschreitet die Serie die selbst gesetzten Ansprüche, ein authentisches Bild der Zustände im US-amerikanischen Mittelwesten zu zeichnen: einerseits in Richtung einer Seifenoper von „Dallas“-Ausmaßen, andererseits in Richtung eines unnötig überzogenen Gewaltkinos: Meth-Labore explodieren und hinterlassen wimmernde Brandopfer, es gibt Unfälle, die nur geschehen, damit grausame Unfallszenarien inszeniert werden können, Tiere werden detailreich totgefahren, überhaupt herrscht pure Gnadenlosigkeit. Fast jede Figur muss ständig die eigene toughness unter Beweis stellen, was zur Folge hat, dass man sie eigentlich alle nicht mag, diese Mörder, Betrüger und Me-First-Reaktionäre und ihren Spottblick auf Bio-Eisdielen und andere, verdammungswürdige Insignien des Urbanen.

    US-Trailer zu „Yellowstone“ (englisch)

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1963) am melden

      Ja, toll!
      "Sony AXN" ist über Sky leider nicht verfügbar. Hoffe aber, dass es mal wiederholt wird auf "TNT Serie" oder "13TH Street Universal HD"...
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        Die Pilotepisode geht ja 90 Min, ging bei Sony AXN aber jetzt nur 45 Min. 
        Wird dann aus der 9teiligen eine 10teilige Staffel?
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          Die 1. Folge bei Sony AXN läuft 88 min 48 sec.
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