Vor dem Start: „Pure Genius“

    Milliardär unterhält Wunderkrankenhaus bei ProSieben

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 19.07.2017, 17:11 Uhr

    Der Cast der US-Serie „Pure Genius“ – Bild: Sonja Flemming/CBS/Universal Television
    Der Cast der US-Serie „Pure Genius“

    Ab heute zeigt ProSieben immer mittwochs um 20.15 Uhr die futuristische Krankenhausserie „Pure Genius“. Im Mittelpunkt der Serie von Jason Katims steht der Tech-Milliardär James Bell (Augustus Prew), der das Bunker Hill Hospital aufgebaut hat. Dort werden weder Kosten noch Mühen gescheut, um seltene Krankheiten zu heilen und Patienten in Ausnahmesituationen zu helfen. Mit demselben Tatendrang, mit dem Bell bisher das Weltgeschehen mit technologischen Entdeckungen und Entwicklungen vorangetrieben hat, will er nun auch die medizinische Welt revolutionieren.

    Wie bald deutlich wird, tut er dies nicht aus völlig altruistischen Gründen: Insgeheim leidet Bell an einer seltenen genetischen Erkrankung, die nach bisherigem Stand der Medizin sein Leben enorm verkürzen wird. Auch diese Krankheit will Bell hier heilen lernen.

    Ein zentrales Problem in der Serienhandlung ist, dass Menschen eben keine Maschinen sind und manchmal eigene Wünsche für ihr Leben haben. Dazu kommt, dass es einen deutlichen Unterschied macht, ob ein „Fehlschlag“ einfach nur – wie bei der Entwicklung einer neuen Technik – die Rückkehr ans Zeichenbrett bedeutet, oder einen Menschen aus seiner Familie reißt.

    Hier kommen zwei weitere Hauptcharaktere ins Spiel. Einerseits der von Dermot Mullroney („Crisis“) gespielte Arzt Walter Wallace. Er hatte in einem früheren Fall die Überlebenschancen eines jungen Patienten über die Einhaltung von Vorschriften gestellt – leider ohne Erfolg – und war dafür gefeuert worden. Ihn will Bell nun als Fachmann anwerben, der seine Vision teilen soll.

    Auf der anderen Seite steht die schon länger in der Klinik praktizierende Dr. Zoe Brockett (Odette Annable, „Dr. House“), Fachärztin für Intensivmedizin und Pädiatrie. Sie hat damit zu kämpfen, dass Bell den Patienten immer wieder medizinische Wunder verspricht, und sie skeptisch ist, ob es nicht besser wäre, den Patienten reinen Wein über die Risiken einzuschenken, auch wenn das zu harten Entscheidungen führen könnte.

    Weitere Hauptrollen haben Brenda Song („Dads“, „Hotel Zack & Cody“), Reshma Shetty („Royal Pains“), Ward Horton und Aaron Jennings.

    „Pure Genius“ gehört zu einem in den USA in den letzten Jahren stärker werdenden Subgenre, in dem wohlhabende Männer aus dem Technologie-Geschäft ihr Wissen, ihr Geld und ihre Hartnäckigkeit in Projekte für die Allgemeinheit stecken, was in der Regel zu eskapistischen Drama-Serien führt, in der Hartnäckigkeit und neue Technik die bekannten gesellschaftlichen Probleme lösen. Neben „Pure Genuis“ scheiterte in den USA etwa im letzten Jahr auch „APB“, bei dem ein Milliardär eine Polizeiwache aufmöbelte. Im nächsten Herbst steht „Wisdom of the Crowd“ an, bei dem die Suche nach Beweisen via App von den Bewohnern einer ganzen Stadt durchgeführt wird.

    Das US-Network CBS hat wegen unterdurchschnittlicher Quoten beschlossen, die junge Krankenhausserie mit dem Ende der ursprünglichen 13 Folgen auslaufen zu lassen und somit nach nur einer Staffel einzustellen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Ich bin mir sicher, ProSieben wird NICHT die 13 Folgen um 20.15 Uhr zeigen.
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