Ulla Kock am Brink: „Ich hätte die Show natürlich auf den Samstag gelegt“

    „100.000 Mark Show“-Moderatorin teilt Kritik an Sendeplatz und Showlänge

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 10.09.2022, 09:00 Uhr

    Moderatorin Ulla Kock am Brink ist mit der „100.000 Mark Show“ zurück – Bild: RTL / Guido Engels
    Moderatorin Ulla Kock am Brink ist mit der „100.000 Mark Show“ zurück

    Am vergangenen Sonntag kehrte nach einer 22-jährigen Pause „Die 100.000 Mark Show“ zurück ins deutsche Fernsehen. Mit der Neuauflage feierte auch Originalmoderatorin Ulla Kock am Brink ein famoses Comeback. Die Kritiken und das Zuschauerfeedback fielen überwiegend positiv aus (zu unserer Show-Kritik), die Quoten hingegen blieben ausbaufähig – was mitunter am schwierigen Sendeplatz am Sonntagabend gelegen haben dürfte. Das sieht auch Ulla Kock am Brink so, wie sie im heute veröffentlichten Podcast-Interview „Die Fernsehschatztruhe“ von Frank Battermann und Alex Schindler verrät.

    Über den Sendeplatz kann ich nicht entscheiden. Ich hab leider nicht die Macht, das zu tun. Ich hätte die Show natürlich auch auf den Samstag gelegt, so Ulla Kock am Brink. Wenn ich schon so lange Fernsehen gucke, will ich zumindest am nächsten Morgen ausschlafen können. Aber das war die Entscheidung des Senders, dann müssen die auch die Konsequenzen irgendwie aushalten. RTL sei mit den Quoten (1,66 Millionen Zuschauer) total happy, insbesondere sei man froh darüber, dass die Show in der jungen Zielgruppe funktioniert hat, wo gegen starke Konkurrenz 12,0 Prozent erreicht wurden. Sie würde sich dennoch für die restlichen Folgen eine Ausstrahlung am Samstagabend wünschen und wendet sich mit einem Vorschlag an die Hörer: Da müsst ihr vielleicht auch mal an RTL schreiben und sagen: ‚Leute, habt ihr sie noch alle, das auf‘n Sonntag zu bringen?’ Denn ihr seid die Zuschauer. Ihr seid diejenigen, für die wir das machen.

    Auch den zweiten, mit am häufigsten von Zuschauern genannten Kritikpunkt an der Neuauflage teilt die Moderatorin: Die Showlänge, die mit einer Dauer von 20.15 bis 23:30 Uhr einfach zu lang war – gerade am Sonntagabend. Ich weiß nicht, warum das passiert. Irgendwie glauben die, den Umschaltpunkt erwischen zu müssen, die Quote zu verbessern, je länger man eine Sendung macht. Ich hätte es knackiger auch besser gefunden, eindeutig, so Kock am Brink.

    So manche Elemente, wie etwa der Erklärfilm zum Hindernisparcours zu Beginn der Show, wären verzichtbar gewesen. Brauchen wir nicht, das wird auch noch diskutiert. Ich hab mir das auch schon bei den Proben angeguckt und mir gedacht: Was soll das denn? Ich meine, man sieht doch, was passiert. Da muss ich mir nicht vorher noch ’nen anderthalbminütigen, übrigens nicht sehr aufregenden Erklärfilm reinziehen. Das passt auch gar nicht in die Show, lautet die klare Meinung der Moderatorin dazu. Aber das sind halt so Dinge, die die Produktionsfirma respektive RTL dann so entscheidet. Da hatte ich auch gar nichts mitzureden.

    Im Podcast „Die Fernsehschatztruhe“ spricht Ulla Kock am Brink auch darüber, ob sie lange überlegen musste, bis sie ihre Zusage für das Comeback der „100.000 Mark Show“ gab und was ihre Bedingungen dafür waren. Außerdem erläutert sie, ob sie sich auch davon abgesehen noch weitere Projekte als Moderatorin vorstellen könnte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Mir liegt die Moderatorin einfach nicht. Sendung hin oder her.
      • (geb. 1979) am

        Ich kann mich der Kritik von Ulla Kock am Brink und den Zuschauern nur anschließen - die Sendezeit ist eindeutig zu lang. Und ob die Show nun samstags oder sonntags läuft, ist mir egal, da ich mir solche Shows grundsätzlich aufzeichne, um die nervige Werbung vorzuspulen. Aber ansonsten war es ein gelungene Sendung, wo (fast) alles passte. Ich fühlte mich gleich in die 90er zurückversetzt, da ich das Original schon damals oft gesehen haben. Bitte weiter so, hoffentlich kommen noch viele Folgen. Am besten so 3-4 Shows pro Jahr, wie auch bei Geh aufs Ganze und Der Preis ist heiß. Das wär's doch.
        • am

          trifft es auf den Punkt !
      • am

        Da hat sie schon Recht. In den letzten Jahren ist es Mode geworden, Spielshows bis nach Mitternacht zu zeigen, erst Recht wenn sie Live sind. Stafan Raab hat damalf angefangen, was noch einigermaßen funktionierte, Joko & Klaas haben es übernommen und RTL ziehte nach. Wobei Die 100.000 Mark (warum auch immer noch Mark) Show bis 23.30Uhr im Rahmen blieb. Aber es ist tatsächlich die langen Werbeunterbrechungen die in solchen Shows schon viel zu sehr überhand genommen haben. Da zeichne ich solch eine Show doch eher auf und kann dann Vorspulen. Der Spannungsfaktor geht vollkommen verloren, man schaltet mal um und plötzlich bleibt man wo ganz anders hängen. Nur, dass wird sich leider nie ändern. Pro7 ist da z. B. ganz weit vorn. Der Sender, der einen mit Werbung quasi bombadiert.
        • am via tvforen.de

          Ich versteh nicht warum niemand die vielen langen Werbeunterbrechungen kritisiert! Nur deshalb dauert die Sendung doch so lange!
          • am via tvforen.de

            tom1984 schrieb:
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            > Nur deshalb
            > dauert die Sendung doch so lange!

            Dann müsstest du das gesamte private Fernseh-System kritisieren. Die Werbung kommt so oder so, egal, was gerade läuft. Diese Show ist ja kein WM-Endspiel. ^^

            Die Sendung ist so lang, weil sie dadurch mehr Zuschauer einsammeln kann = höhere Quote.
          • am via tvforen.de

            hasendasen schrieb:
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            > tom1984 schrieb:
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            > Die Sendung ist so lang, weil sie dadurch mehr
            > Zuschauer einsammeln kann = höhere Quote.

            Glaub ich nicht das dadurch mehr Zuschauer "eingesammelt" wurden, es war wohl eher das Gegenteil der Fall weil viele Berufstätige am Sonntag nicht so lang fernsehen wenn am nächsten Morgen um 5 oder 6Uhr der Wecker klingelt
          • am via tvforen.de

            tom1984 schrieb:
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            > Ich versteh nicht warum niemand die vielen langen
            > Werbeunterbrechungen kritisiert! Nur deshalb
            > dauert die Sendung doch so lange!

            Naja, auch ohne Werbung standen 145 Minuten zu Buche. Zum Vergleich: In den 90ern dauerte eine Folge ohne Werbung ca 80 bis 85 Minuten.
          • am via tvforen.de

            Irgendwie hat das ja damit zu tun, dass man mit rechnet, dass die meisten Zuschauer die Sendung mehr oder weniger komplett schauen. Je länger sie dauert, um so höher ist dann der Marktanteil, da die Gesamtzahl an Zuschauern abnimmt. Und das schlägt sich wohl rumgerechnet irgendwie auf nen höheren Marktanteil für die Sendung im Schnitt nieder dann. Dient also wohl nur dazu, um ab 23 Uhr höhere Marktanteile abzugreifen und die von 20.15 Uhr bis 22 Uhr damit aufzupolieren. Die meisten dieser Shows wären wesentlich besser, wenn sie ne gute Stunde kürzer wären.
          • am via tvforen.de

            tom1984 schrieb:
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            > hasendasen schrieb:
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            > > tom1984 schrieb:
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            > > -----
            > > Die Sendung ist so lang, weil sie dadurch mehr
            > > Zuschauer einsammeln kann = höhere Quote.
            >
            > Glaub ich nicht das dadurch mehr Zuschauer
            > "eingesammelt" wurden, es war wohl eher das
            > Gegenteil der Fall weil viele Berufstätige am
            > Sonntag nicht so lang fernsehen wenn am nächsten
            > Morgen um 5 oder 6Uhr der Wecker klingelt

            Die Sender hoffen natürlich mit solchen Sendungen die Zuschauer möglichst lange vorm Fernseher halten zu können und dann eine höhere Quote für den ganzen Abend zu erzielen; anstatt das wie früher zu machen: Um 22 Uhr ist die Sendung vorbei, hunderttausende Menschen schalten ihre Fernseher gleichzeitig ab.

            Ein weiterer Punkt ist wohl auch: Immer mehr Menschen verzichten auf Fernsehzeitschriften. Ich glaube, ein Großteil der Zuschauer schaltet ein, weil sie irgendwo vernommen haben, dass die Show an jenem Aben läuft (durch Werbung), weil sie nach der Tagesschau herumzappen, um was besseres als den Tatort zu finden, weil sie bereits den Sender eingeschaltet hatten (sie wollten die Sendung davor gucken) oder durch irgendeinen anderen Umstand. Und ich denke, dass viele von ihnen zunächst gar nicht wissen, wie lange die Sendung dauern wird. In den Trailern wird ja kein Wort darüber verloren.
          • am via tvforen.de

            pumaquibö schrieb:
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            >
            > Naja, auch ohne Werbung standen 145 Minuten zu
            > Buche. Zum Vergleich: In den 90ern dauerte eine
            > Folge ohne Werbung ca 80 bis 85 Minuten.

            Damals spielte halt der Zuschauerwunsch noch eine Rolle, heute geht es nur um Geldgier. Und je länger so eine Show dauert, desto billiger ist ihr Preis pro Minute.
          • am via tvforen.de

            kleinbibo schrieb:
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            >
            > Damals spielte halt der Zuschauerwunsch noch eine
            > Rolle, heute geht es nur um Geldgier.

            Ja, "geldgierig" ist die Entscheidung, die Show künstlich in die Länge zu ziehen, irgendwie schon. Aber man sollte auch berücksichtigen, dass die Personen, die diese Entscheidung getroffen haben, in einem System arbeiten, dass gegenwärtig eben dieses "geldgierige" Verhalten von ihnen erwartet. Möglicherweise haben diese Leute also eine Entscheidung getroffen, die gar nicht ihren eigenen Überzeugungen entsprechen. Ich halte das aufgrund meiner eigenen Lebenserfahrungen für durchaus realistisch.
        • am via tvforen.de

          Was ein Support für Herr Battermann und Herr Schindler....

          Glückwunsch...^^^^
          • am

            Oh keine Kommentare? Kann leider nicht viel zu sagen weil ichs nicht gesehen habe!
            • (geb. 1984) am

              Habs durch eine Aufnahme wegen Sonntag/Überlänge angesehen und muss sagen. Das unfreundliche Paar kam ins Finale, aber an sich war die Show ganz gut aufgezogen. Machte Spass es anzusehen.

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