„Twin Peaks“: Revival feiert im Mai bei Showtime Premiere

    Staffelumfang mit 18 Folgen bestätigt

    Bernd Krannich – 10.01.2017, 09:40 Uhr

    „Twin Peaks“

    Am Montag wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Beim amerikanischen Pay-TV-Sender Showtime wird die Nachfolgeserie zum Kult-Phänomen „Twin Peaks“ ab dem 21. Mai laufen. Neue Folgen gibt es in der Regel sonntags um 21.00 Uhr, insgesamt stehen in der Tat 18 Episoden auf dem Programm. Zum Auftakt wird es eine Doppelfolge geben. Direkt danach werden auch die Episoden 3 und 4 online von Showtime veröffentlicht. Das wird aber der einzige „Vorgucker“ sein, der online kommt. Der Rest der Episoden feiert wöchentlich im linearen Fernsehen seine Premiere: Ein Medium, von dem Mastermind David Lynch weiterhin überzeugt ist. Der Sender will einen weltweit zeitnahen Start ermöglichen. In Deutschland hat sich Sky die Rechte für seinen Sender Sky 1 gesichert (fernsehserien.de berichtete).

    Zuvor war die genaue Episodenzahl des Revivals unbestätigt gewesen: Lynch hatte das Projekt einfach wie einen Film abgedreht und erst später im Schneideraum entschieden, wie die Episodenaufteilung sein würde. Anfangs hatte man eher mit halb so vielen Folgen gerechnet. Zwischenzeitlich hatte aber Darstellerin Sherilyn Fenn schon 18 Folgen in Aussicht gestellt: „Ich glaube, als er [Lynch] die neun geschrieben hatte, wurde ihm bewusst, dass er weitere neun brauchen würde, um es wirklich abzuschließen“.

    Insgesamt 217 Darsteller umfasst die Castliste (fernsehserien.de berichtete). Obwohl von Showtime bei der Bekanntgabe des Starttermins am Montag eine weitere Fortsetzung nicht kategorisch ausgeschlossen wurde, sind die jetzigen 18 Episoden als in sich geschlossene Event-Serie produziert.

    Showtime-Präsident David Nevins, der die 18 Folgen schon gesehen hat, beschreibt die Handlung grob als „die Odysee von FBI-Agent Dale Cooper nach Twin Peaks“. Weitere inhaltliche Details wurden nicht bekannt, auch wurde kein neuer Trailer veröffentlicht.

    Trotzdem stand später auch David Lynch der US-Presse für Fragen zur Verfügung – viele Antworten gab er nicht. Seiner Ansicht nach wurde das Ende des Serienoriginals dadurch besiegelt, dass der ausstrahlende Sender ABC darauf bestand, dass die Produzenten den Mord an Laura Palmer aufklärten – eigentlich sollte der nach Willen von Lynch und seinem Kollegen Mark Frost nie aufgeklärt werden. Vielmehr sahen sie den ungelösten Fall als die Quelle an, aus der die Serie immer neue Geschichten schöpfen könnte.

    Seinen kurzzeitigen Ausstieg aus dem Projekt (fernsehserien.de berichtete) wollte Lynch nicht kommentieren. Auf die Frage nach den nicht zurückkehrenden Darstellern wie Joan Chen und Lara Flynn Boyle erklärte er kurz, das habe unter anderem mit einem neuen Handlungsbogen zu tun. Da „Twin Peaks“ ihn zuletzt vollkommen in Beschlag genommen hatte, habe er derzeit auch keine neuen Projekte, über die es zu berichten lohne.

    Befragt nach der Relevanz seines Films „Twin Peaks: Fire Walk with Me“ für die Handlung des Revivals kommentierte Lynch „Er ist sehr wichtig“.

    Der ebenfalls anwesende Hauptdarsteller Kyle MacLachlan sorgte bezüglich Lynchs kurzen, eher ausweichenden Antworten mit der Aussage für Erheiterung: „Ihr habt von ihm (ungewöhnlich) viel erhalten.“

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.demelden

      Ist schon bekannt, wann das TP-Revival auch im deutschen Free-TV kommt bzw. in Deutschland auf DVD erscheint?

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen