„A Discovery of Witches“: Matthew gerät in neuer Folge in eine Zwickmühle – Review

    Unser Recap zur zweiten Folge der zweiten Staffel „Gewissenskonflikt“

    Rezension von Jana Bärenwaldt – 27.01.2021, 12:00 Uhr (erstmals veröffentlicht am 16.01.2021)

    Matthew (Matthew Goode) findet sich in einer Zwickmühle wieder.

    In der neuen Episode „Gewissensbisse“, der zweiten Folge der zweiten Staffel von „A Discovery of Witches“, vergrößert sich Matthews (Matthew Goode) Dilemma. Auf der einen Seite sitzt ihm die Krone im Nacken, eine angebliche Verschwörung der Hexen aufzudecken, auf der anderen Seite fordert der Vampir-Herrscher Londons seine Loyalität ein. Sein Verbindung zu Diana (Teresa Palmer) macht es dieser zudem nicht einfacher, eine Hexe zu finden, die sie in ihren Kräften unterweisen soll.

    Dianas Tante Sarah (Alex Kingston) und ihre Freundin Em (Valarie Pettiford) haben Zuflucht bei Matthews Mutter Ysabeau (Lindsay Duncan) gesucht. Dort versucht Em aus einer Seite des Buchs des Lebens schlau zu werden. Glücklich ist allerdings niemand über die aus der Not geschmiedete Allianz.

    Satu (Malin Buska) ist derweil nach Lappland zu ihrer Mutter zurückgekehrt. Es ist jedoch kein freudiges Wiedersehen. Satu ist außer sich, da sie herausgefunden hat, dass sie eine Weberin ist und ihre Mutter ihr die Wahrheit immer verschwiegen hat. Eine Weberin ist eine besonders mächtige Art von Hexe, die in der Lage ist, eigene Zaubersprüche zu entwickeln, deswegen aber von anderen Hexen oft gefürchtet wird.

    Diana ist im Jahre 1590 immer noch keinen Schritt weitergekommen bei der Suche nach einer Lehrerin. Deswegen stellt Matthew Diana eine alte Freundin von sich vor: Mary Sidney (Amanda Hale), eine Gelehrte und Alchimistin. Er hofft, dass diese ihnen bei der Suche weiterhelfen kann. Aber auch dort stoßen sie nur auf Ausflüchte und Warnungen. Dianas Kräfte werden jedoch immer unberechenbarer und die Zeit rennt ihnen langsam davon.

    Diana (Teresa Palmer) findet bei Mary (Amanda Hale) keine Hilfe. Sky One

    Auch für Matthew wird die Luft immer dünner, als Lord Burghley (Adrian Rawlins) eine Ungereimtheit in seinem letzten Bericht bezüglich der Gefangennahme einer Hexen-Anführerin namens Agnes Sampson auffällt. Zudem wird Matthew beauftragt, den Hexer Thomas Caldwell zu „befragen“, um eine angebliche Verschwörung der Hexen gegen die Königin aufzudecken.

    Auf dem Rückweg lauern Matthew in einer Gasse einige Männer auf, die ihm berichten, dass ein gewisser Father Hubbard (Paul Rhys) ihn und Diana noch heute zu sehen wünscht. Es drängt sich allmählich die Frage auf, wie es sein kann, dass mittlerweile alle Welt von Diana und Matthews Verbindung weiß, dies aber bisher ausgerechnet dem zu allem entschlossenen Lord Burghley entgangen ist.

    Andrew Hubbard ist ein Vampir, der über die Unterwelt und die magischen Kreaturen Londons herrscht. Zwischen Hubbard und den Clermonts herrscht zwar eine Übereinkunft, Diana ist darin aber nicht eingeschlossen. Matthew beschwört Diana, dass diese Hubbard auf keinen Fall von ihrem Blut kosten lassen darf, da dieses Ritual all ihre Geheimnisse enthüllen würde.

    Father Hubbard hält gerade eine Art rituelle Vampir-Messe ab, als Diana und Matthew eintreffen. Hubbard bemerkt sofort die Bissmale auf Dianas Hals und weist auf die möglichen Konsequenzen für sie und Matthew hin. Diana erwidert, dass sie ihr Blut willentlich gegeben hat, um Matthews Leben zu retten. Der Vampir-Priester ist vorerst zufrieden gestellt, warnt Diana aber, dass in London nichts ohne sein Wissen geschieht.

    Matthew (Matthew Goode) und Diana (Teresa Palmer) müssen vor dem Vampir-Herrscher Rechenschaft ablegen. Sky One

    Am nächsten Tag trifft Diana zufällig erneut auf die Hexe, die ihre Kräfte getestet hat, und bittet sie nochmals um Hilfe. Dieses Mal bekommt Diana die Aufgabe, ein Ei mittels Telepathie in eine Schüssel zu bewegen. Stattdessen lässt sie ein Küken daraus schlüpfen. Die Hexe verspricht mit Goody Alsop (Sheila Hancock) zu sprechen, der mächtigsten Hexe in England.

    Derweil vergnügen sich Matthew und Kit (Tom Hughes) in einer Taverne beim Kartenspiel. Auf die Fragen nach der Zukunft und Kits Schicksal gibt Matthew aber nur ausweichende Antworten. Unterwegs treffen sie auf Peckham, einen Handlanger Lord Burghleys. Peckham warnt Matthew, die Befragung Caldwells nicht länger hinauszuzögern. Kit beschwört Matthew, diese Warnung ernst zu nehmen. Diana sorgt sich hingegen, dass der Höhepunkt der Hexenverfolgung näher bevorsteht, als Matthew zu glauben meint.

    Am nächsten Morgen begleitet Matthew Diana zu Goody Alsop. Nach einer kurzen Inspizierung verkündet die alte Hexe, dass sie bereits sehr lange auf Diana gewartet hätte. Angeblich sei Dianas Ankunft bereits vor langer Zeit prophezeit worden. Sie erklärt, dass sie selbst, Diana und Agnes Sampson die letzten noch verbliebenen Weberinnen sind. Matthew fühlt sich sichtlich unbehaglich. Goody erkennt, dass auch Dianas Vater einst ein Weber war. Das erklärt auch, warum Dianas Eltern mit allen Mitteln versucht haben, die Kräfte ihrer Tochter im Verborgenen zu halten. Weberinnen werden nämlich oftmals von anderen Hexen verfolgt, die ihre Macht fürchten.

    Diana bittet Goody, sie zu unterrichten, auch wenn sie dafür die Erlaubnis der anderen Hexen in London einholen müssen. Diana erklärt ihr Anliegen vor den anderen Hexen. Diese stehen ihr zunächst ablehnend gegenüber, vor allem wegen ihrer Beziehung zu Matthew. Goody und Dianas ungewöhnliche Geschichte inklusive des Buchs des Lebens können die anderen Hexen aber schließlich davon überzeugen, dass Diana nicht ohne Grund nach London gekommen ist.

    Diana (Teresa Palmer) wird in den Kreis der Hexen aufgenommen. Sky One

    Matthew trifft in der Zwischenzeit erneut auf Hubbard. Dieser verlangt von Matthew, sich für die Freilassung von Thomas Caldwell einzusetzen, der laut seiner Aussage unschuldig ist. Kit rät Matthew hingegen dazu, seinen Vater (James Purefoy) ins Spiel zu bringen und Caldwell auszuschalten, um nicht weiter Lord Burghleys Misstrauen zu erregen. Matthew lehnt es ab, seinen Vater zu kontaktieren, entschließt sich aber dazu, Caldwell umzubringen, da er um Dianas Sicherheit fürchtet.

    Diese ist verständlicherweise schockiert. Father Hubbard hingegen schickt Wort zu Philippe de Clermont. Auch Lord Burghley ist außer sich, als er vom Tod Caldwells erfährt, da Matthew mit leeren Händen zurückgekehrt ist. Zudem hat Matthews Handeln Burghleys Zweifel nicht zerstreut, sondern eher noch angefacht. Das nennt man dann wohl eine Lose-Lose-Situation.

    Fazit

    Die Lage in London wird für Matthew langsam brenzlig. Anstatt die Sitution zu deeskalieren, hat er nun nahezu alle Seiten gegen sich aufgebracht. Und es scheint, als ob mit seinem Vater Philippe noch ein zusätzlicher Faktor erschwerend hinzukommen wird. Als Zuschauer darf man natürlich gespannt sein auf den Mann, dem Matthew mit allen Mitteln aus dem Weg zu gehen versucht.

    Die Zeit in London scheint der Beziehung von Diana und Matthew ebenfalls nicht gut zu tun. Statt wie in Staffel eins an einem Strang zu ziehen, gehen die beiden nun öfter getrennte Wege und es kommt immer wieder zu Uneinigkeiten über das weitere Vorgehen. Matthews Arbeit dürfte die Situation auch weiterhin belasten.

    Dabei würde es der Staffel gut tun, etwas mehr Leichtigkeit in die Episoden zu integrieren, denn bisher zeigen sich die neuen Folgen überaus düster und ernst. Einzig Dianas Treffen mit Goody und ihre Aufnahme in den Kreis der Hexen in London spiegeln so etwas wie einen Hoffnungsschimmer am Horizont in einer ansonsten scheinbar ausweglosen Lage wider.

    Hinweis: Unser Recap zur dritten Episode der zweiten Staffel gibt es hier zum Nachlesen.

    Über die Autorin

    Jana Bärenwaldt entdeckte ihre Leidenschaft für Fernsehserien mit der Ausstrahlung von „The Tudors“ im deutschen Fernsehen. Bis heute ist die Historienserie eins ihrer favorisierten Genres, weswegen sie diesem Thema auch ihre Bachelorarbeit gewidmet hat. Mittlerweile schaut sie aber bunt gemischt, von Drama über Fantasy bis hin zu Anime Serien. Seit März 2016 ist Jana neben ihrem Studium der Medienwissenschaften in der Redaktion von fernsehserien.de tätig und schreibt dort hauptsächlich für TV-Serien aus dem englischsprachigen Raum.

    Lieblingsserien: The Walking Dead, Outlander, Westworld

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1978) am melden

      Ich wollte wegen James Purefoy mal in die zweite Staffel reinschauen, aber das klingt mir alles zu abstrus. Da mir die erste Staffel schon icht gefiel, werde ich es wohl doch lassen.
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