„Tatort“-Schauspieler Andreas Hoppe mit 66 Jahren gestorben

Serien- und Filmwelt trauert um „Tatort“-Partner von Ulrike Folkerts

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 26.08.2026, 20:38 Uhr

Andreas Hoppe (1960⁠–⁠2026) – Bild: rbb/Gundula Krause
Andreas Hoppe (1960⁠–⁠2026)

Der Schauspieler Andreas Hoppe ist tot. Er verstarb unerwartet im Alter von 66 Jahren. Dies teilte seine Agentur Engelspost Management mit. Unter Berufung auf Hoppes Familie heißt es, dass er bereits am 17. August verstarb. Über die Todesursache ist nichts bekannt. Die meisten Zuschauer werden Andreas Hoppe vor allem aus den Ludwigshafener Folgen der ARD-Krimireihe „Tatort“ in Erinnerung behalten. Mehr als 21 Jahre lang ermittelte er als italienischstämmiger Kommissar Mario Kopper an der Seite von Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). Insgesamt spielte er in dieser Rolle in 57 Folgen mit.

Andreas Hoppe wurde am 1. Juni 1960 in West-Berlin als Sohn eines Betriebsingenieurs und einer Friseurin geboren. Er wuchs in den Berliner Stadtteilen Schöneberg und Tempelhof auf. Von 1982 bis 1986 absolvierte er seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo er auch seine spätere „Tatort“-Partnerin Ulrike Folkerts kennenlernte. Anschließend war er drei Jahre lang am Theater Bielefeld engagiert. Später stand er an verschiedenen Berliner Bühnen auf der Bühne und übernahm Rollen in Kino- und Fernsehproduktionen. Unter anderem spielte er Episodenrollen in „Ein Fall für zwei“ und in der „Lindenstraße“.

Erhalte News zu Tatort direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Tatort und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

Es war Ulrike Folkerts, die ihren damaligen Studienfreund für die Rolle im „Tatort“ vorschlug. Sie selbst ermittelte bereits ab 1989 als Hauptkommissarin Lena Odenthal, 1996 gab Andreas Hoppe sein Debüt als Kommissar Mario Kopper in der Episode „Der kalte Tod“. Fortan wurde das Duo zu einem der prägendsten „Tatort“-Ermittlerduos aller Zeiten. Hoppes Figur Mario Kopper war nicht nur für seine Ermittlungsarbeit bekannt, sondern auch für seine Leidenschaft fürs Kochen. Nach mehr als 22 Jahren traf der Schauspieler die Entscheidung, den „Tatort“ zu verlassen. Sein letzter Fall trägt den nach seiner Figur benannten Titel „Kopper“ und wurde am 7. Januar 2018 ausgestrahlt.

In den folgenden Jahren konzentrierte sich Andreas Hoppe verstärkt auf Filmprojekte und Lesungen. Doch auch im Fernsehen wirkte er immer wieder in den unterschiedlichsten Serien und Reihen mit, darunter „Der Lehrer“, „Bettys Diagnose“, „Ein Tisch in der Provence“, „SOKO München“ und „Das Traumschiff“.

Darüber hinaus engagierte Andreas Hoppe sich für regionale und ökologische Lebensmittel. 2013 begleitete er für den SWR in der Dokumentationsreihe „Der Kommissar im Kühlschrank“ Verbraucher bei dem Versuch, sich ausschließlich mit regionalen Lebensmitteln zu ernähren. Zudem setzte er sich für die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ ein und engagierte sich ehrenamtlich als Wolfsbotschafter. 2014 wurde Hoppe zum „Hutträger des Jahres“ ausgezeichnet. Zuletzt lebte er in Berlin-Charlottenburg sowie auf dem Land in Mecklenburg-Vorpommern.

Andreas Hoppes langjährige „Tatort“-Partnerin Ulrike Folkerts über den Tod ihres engen Freundes und Schauspielkollegen: Ich bin zutiefst erschüttert, dass mein Kollege und Freund Andi verstorben ist. Uns verbinden nicht nur 21 Jahre ‚Tatort‘ Ludwigshafen, Lena und Kopper, wir kannten uns bereits aus den Jahren 1982 bis 1986, waren wir doch an derselben Schauspielschule, in derselben Schauspielklasse, haben zusammen die ersten Schritte Richtung Bühne gewagt. Ich bin traurig, Andi, das war viel zu früh, du warst so ein besonderer Typ! Mein tiefes Mitgefühl für all diejenigen, die zuletzt ganz nah bei dir waren! Ciao, Kopper.

Das SWR Fernsehen ändert heute Abend kurzfristig sein Programm und wiederholt zu Ehren von Andreas Hoppe seinen letzten Einsatz als „Tatort“-Ermittler Mario Kopper. Der 90-Minüter „Kopper“ wird um 22:00 Uhr ausgestrahlt und anschließend auch in der ARD Mediathek auf Abruf verfügbar sein.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

    weitere Meldungen

    Hol dir jetzt die fernsehserien.de App