[UPDATE] „Swamp Thing“ bereits Geschichte: Sumpfmonster-Serie wird eingestellt

    Fehlendes Steuergeschenk bricht Serie das Genick

    07.06.2019, 07:30 Uhr (erstmals veröffentlicht am 06.06.2019) – Glenn Riedmeier

    [UPDATE] "Swamp Thing" bereits Geschichte: Sumpfmonster-Serie wird eingestellt – Fehlendes Steuergeschenk bricht Serie das Genick – Bild: DC Universe
    „Swamp Thing“

    Auch in der Streamingwelt sind Serien nicht vor einem schnellen Ende gefeit – dagegen ist selbst ein Sumpfmonster machtlos. Wie The Hollywood Reporter berichtet, ist das Aus von „Swamp Thing“ besiegelt. Die erste Folge der Serie ging vor gerade mal sechs Tagen bei dem US-Streamingdienst DC Universe online. Nach weniger als einer Woche folgt nun bereits die Mitteilung über das Ende. Die restlichen neun Episoden werden wie geplant im Wochenrhythmus veröffentlicht, danach ist allerdings Schluss.

    Eine offizielle Begründung blieben die Verantwortlichen schuldig. Dass das Verhältnis zwischen den Serienmachern und dem Streaminganbieter offensichtlich nicht das Beste ist, konnte man bereits erahnen, als der Umfang der ersten und nun einzigen Staffel von 13 auf zehn Episoden gekürzt wurde.

    Update: Mittlerweile ist ans Licht gekommen, dass der Grund für die Absetzung eine Finanzierungslücke ist: Eigentlich hatte die Produktion der Auftaktstaffel dank eines Förderprogramms des Bundesstaats North Carolina für Film- und Fernsehproduktionen mit einer Rückerstattung von rund der Hälfte des Budgets und in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags gerechnet. Allerdings hat es bei der Ausstattung dieses Programms durch den Staat im Rahmen seines Haushalts einen Fehler gegeben, so dass dafür insgesamt nur 13,1 Millionen US-Dollar zur Verfügung standen – weniger als die Hälfte von dem, was alleine „Swamp Thing“ erwartet hatte. Für das kommende Jahr wurde das Programm aus politischen Gründen – „keine Steuergeschenke zur Finanzierung gewinnorientierter privater Unternehmen“ – zudem komplett eingestellt. Die Feststellung, dass Millionen an Einnahmen fehlen würden, führte zur Eindampfung der ersten Staffel und nun dazu, dass die Serie in der vorliegenden Form für den kleinen Dienst DC Universe nicht finanzierbar ist.

    Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die Mutterfirma WarnerMedia derzeit auf eine große neue Streamingplattform konzentriert, die im Herbst an den Start gehen soll. Was dann aus dem nischigen DC Universe wird und ob es eventuell in den größeren Warner-Streamingdienst integriert wird, ist derzeit noch offen. DC Universe versteht sich nämlich als mehr als einen reinen Streamingdienst und bietet neben Serien auch On-Demand Comics und ein Forum.

    „Swamp Thing“ handelt von Abby Arcane (Crystal Reed), die in einer Kleinstadt in Louisiana den Ausbruch eines tödlichen Virus untersuchen will. Schon bald findet sie jedoch heraus, dass der Sumpf mystische und erschreckende Geheimnisse birgt. Als unerklärliches Grauen aus den trüben Gewässern entsteigt, ist niemand mehr sicher. Das Swamp Thing selbst wird von zwei Schauspielern verkörpert: Andy Bean spielt das Wesen in seiner menschlichen Gestalt Alec Holland. Alec versucht an seiner Menschlichkeit festzuhalten, während er die Stadt und die sie umgebende Natur verteidigt. Derek Mears schlüpfte in die Haut des Monsters.

    Mark Verheiden und Gary Dauberman entwickelten die Serie basierend auf Figuren von Len Wein und Bernie Wrightson.

    „Swamp Thing“ war nach „Titans“ (bereits verlängert) und „Doom Patrol“ die dritte eigenproduzierte Serie für DC Universe. In der Pipeline befinden sich aktuell noch „Stargirl“ sowie die Animationsserie „Harley Quinn“.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • elFreake am 07.06.2019 15:33

      Klasse Aktion ! Da bleibt nur Danke zu sagen alle Beteiligten !
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      • Matt (geb. 79) am 07.06.2019 05:05

        Liebe Wunschliste Begruendung gibt es hier: https://comicbook.com/dc/2019/06/06/why-swamp-thing-tv-series-canceled-explained-dc-universe-north-carolina/

        Durch einen Dokumenten fehler des Bundesstaats North Carolina bekam DC nur einen Steuer Rabbat von 14 Millionen anstatt den versprochenen 40 Millionen.
          hier antworten
        • Bolle99 am 06.06.2019 19:58

          verbuchen wir dann also unter brauch man gar nicht erst mit anfangen....
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          • Blue7 (geb. 1984) am 06.06.2019 19:05

            na super
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