Starzplay bestellt Serie über Pornostar und drei weitere Dramen

    Projekte aus Spanien und Mexiko als erste Eigenproduktionen

    Ralf Döbele – 04.08.2020, 13:04 Uhr

    Der Streaming-Anbieter Starzplay hat sich als internationaler Verwerter der Top-Serien des US-Bezahlsenders Starz einen Namen gemacht. So sind „Killing Eve“, „Normal People“ oder „The Great“ bei dem Amazon Channel zu Hause. Nun werden erstmals vier Serien aus Spanien und Mexiko in spanischer Sprache produziert, die exklusiv bei Starzplay laufen sollen. Eine davon stellt den Lebensweg des bekannten spanischen Pornostars Nacho Vidal ins Zentrum.

    Die spanische Serie mit dem Arbeitstitel „Nacho Vidal, an Industry XXXL“ folgt nicht nur der Biografie Vidals, sondern will auch den Alltag jener „anderen“ Filmindustrie beleuchten, die pro Jahr in Spanien rund 500 Millionen Euro umsetzt. Zuletzt geriet Nacho Vidal in die Schlagzeilen, als er im vergangenen Juni wegen des Verdachts des Totschlags im Zusammenhang mit einem Drogen-Ritual festgenommen wurde. Produziert wird die Serie gemeinsam mit Bambu Producciones und La Claqueta PC.

    Der Krimi-Thriller „Express“ dreht sich um ein Verbrechen, das in jüngerer Zeit Hochkonjunktur hat: sogenanntes „Express Kidnapping“. Laut Serienbeschreibung „läuft die Uhr, sobald man das Telefon abhebt“. Hinter dem Format steht Iván Escobar („Vis a vis“) als Autor und Showrunner. Verantwortlich zeichnet Mediapro Studios.

    „Señorita Mexico“ möchte den düsteren Glamour im Mexiko der 1980er Jahre einfangen. Im Zentrum stehen die Kandidatinnen, die um den Titel beim Schönheitswettbewerb „Miss Mexico“ ins Rennen gehen. Für sie geht es nicht nur um den Sieg, sondern auch darum, den Wettbewerb zu überleben. Als Showrunnerin fungiert Lucía Puenzo für Fremantle und die chilenische Produktionsfirma Fabula.

    „Toda La Sangre“ basiert schließlich auf den Romanen von Bernardo Esquinca. Sie handeln von dem Kriminaljournalisten Casasola, der am liebsten jedes Verbrechen in Mexico City selbst lösen würde. Als er auf einen Serienkiller trifft, der sich offensichtlich aztekische Rituale zum Vorbild nimmt, gerät sein Leben aus den Fugen. Auch hier zeichnet Fremantle verantwortlich, als Executive Producer fungiert Zasha Robles.

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