„SpongeBob“-Erfinder Stephen Hillenburg mit 57 Jahren verstorben

    Gefeierter Künstler erlag der Nervenkrankheit ALS

    "SpongeBob"-Erfinder Stephen Hillenburg mit 57 Jahren verstorben – Gefeierter Künstler erlag der Nervenkrankheit ALS – Bild: Carlos Cazurro Burgos (http://www.cazurro.com/) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
    Stephen Hillenburg

    Am gestrigen Dienstag erreichte die TV-Welt die Nachricht, dass Stephen „Steve“ Hillenburg verstorben ist. Der Erfinder von „SpongeBob Schwammkopf“ hatte im März 2017 öffentlich gemacht, dass bei ihm die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert worden war. An den Folgen dieser Erkrankung ist er nun nach Angaben von Nickelodeon verstorben.

    „Wir sind unglaublich traurig, bekanntgeben zu müssen, dass Steve Hillenburg nach seinem Kampf mit ALS verstorben ist“, heißt es im von seinem Heimatsender veröffentlichten Statement. „Er war für alle bei Nickelodeon ein guter Freund und langjähriger Kreativ-Partner, und unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Steve hat ‚SpongeBob Schwammkopf‘ mit einem ganz eigenen Sinn für Humor und einer Unschuld versehen, die Generationen von Kindern und ihren Familien überall auf der Welt Freude bereitet hat. Seine einzigartigen Figurenschöpfungen und die Welt von Bikini Bottom werden noch lange an den Wert von Freundschaft, Optimismus sowie an die unbegrenzte Kraft der Vorstellungskraft erinnern.“

    Hillenburgs Interesse galt schon immer dem Ökosystem Meer. 1984 machte er seinen Abschluss in „Natural Resource Planning and Interpretation“ mit einem Schwerpunkt auf Meeres-Resourcen. Im Anschluss unterrichtete er Meeresbiologie. Seine Unterrichtsmaterialien lockerte er mit Zeichnungen von Meereskreaturen auf, die er schließlich zu den Bewohnern von Bikini Bottom weiterentwickelte.

    Seine kreativen Interessen führten zu einem weiteren Uni-Besuch mit Schwerpunkt Experimental Animation, den Hillenburg 1992 mit einem Master-Abschluss beendete. Nach einem ersten Achtungserfolg in der Animationsbranche schloss er sich 1993 der Nickelodeon-Serie „Rockos modernes Leben“ an.

    Am 1. Mai 1999 zeigte Nickelodeon dann die erste Episode von „SpongeBob“. Seitdem wurden von der Erfolgsserie mehr als 240 Episoden produziert, dazu gesellt sich der 2004 veröffentlichte Kinofilm „Der SpongeBob Schwammkopf Film“, 2015 folgte dessen Fortsetzung „SpongeBob Schwammkopf: Schwamm aus dem Wasser“.

    Die Serie konnte zahllose Auszeichnungen einheimsen, darunter Emmy Awards der amerikanischen Fernsehindustrie, Annie Awards und ASACP Awards (vergeben von einer Organisation, die sich für Online-Kindeswohl einsetzt). „SpongeBob“ wurde in mehr als 60 Sprachen übersetzt und ist auch in Deutschland Kult. Hillenburg selbst wurde bei den Annie Awards 2018 für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

    Stephen Hillenburg hinterlässt seine Ehefrau Karen, den gemeinsamen Sohn und wird auch von seiner Mutter und einem Bruder überlebt.

    28.11.2018, 10:20 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • M.D.Krauser am 08.12.2018 17:23 via tvforen.de

      NICK hatte viele geniale Serien: "Ahhhhhhhhhhhhh… Monster" H… Arnold, Ren &…,


      und das was die beste danach!
      • Kate am 28.11.2018 11:09 via tvforen.de

        57 ist kein Alter. Das ist sehr traurig für die Familie.

        SpongeBob gehört für mich neben den Teletubbies zu den dümmsten Sendungen, die es gibt.
        • Wikki am 28.11.2018 18:52 via tvforen.de

          Das ist wirklich kein Alter und noch dazu diese schreckliche Krankheit :-(

          So dumm empfinde ich beide von dir genannten Sendungen nicht einmal, es ist halt die Aufmache, die es dumm wirken lässt. Spongebob bietet durchaus auch mal intelligenten Humor, nur ist meiner Meinung nach an einigen Stellen extrem dick aufgetragen worden. Patrick z. B. zählt für mich dazu. Dumm soll er ja sein, aber manchmal hätt's ein bissl weniger auch getan ;-)

          Ich mag SpongeBob ab und an gerne zur Unterhaltung, wobei ich nur ältere Folgen kenne.
        • James Finlaysons Assistent am 28.11.2018 20:06 via tvforen.de

          Sehr schade, daß jemand, der soviel Freude und Spaß
          mit seiner Serie verbreitet hat, so früh gehen mußte.

          Ich liebe die Serie und den überdrehten, manchmal surrealen Humor,
          den ja viele Serien von Nickelodeon hatten.

          Und, ja: Ich bin ein taubes Nüsschen!
        • Joes Pizzaservice am 06.12.2018 23:26 via tvforen.de

          James Finlaysons Assistent schrieb:
          -------------------------------------------------------
          > Sehr schade, daß jemand, der soviel Freude und
          > Spaß
          > mit seiner Serie verbreitet hat, so früh gehen
          > mußte.

          Da hat ihm das viele Geld auch nichts genützt.
      • harry27 am 27.11.2018 21:31 via tvforen.de

        Gerade gelesen, der Schöpfer meines Lieblings-Fernsehtieres und einer meiner Lieblings-Cartoon-Charakter Spongebob Schwammkopf ist verstorben.

        Bereits am Montag ist er mit 57 Jahren an der Nervenkrankheit ALS gestorben


        Eigentlich begann Hillenburgs Karriere ziemlich trocken, nach dem Abschluss der High School machte er 1984 einen Abschluss für Bodenschätze-Planung mit Schwerpunkt auf Meeresressourcen an der Humboldt State University.
        Allerdings wollte er seiner Leidenschaft für Zeichentrickfilme nachgehen, so machte er 1992 nochmals einen Master im Bereich der experimentellen Zeichentrickfilme des California Institute of Arts. Schon während des Studiums arbeitete Stephen bei Nickelodeon. Und so begann 1999 die Karriere des besten Burgerbraters unter dem Meeresspiegel.


        Auch wenn es nun klischeehaft klingt, aber 57 Jahre ist doch echt kein Alter.

        Lieber Stephen, vielen Dank für Spongebob, eine Sendung über die ich alleine lachen kann, mit meinem Onkel (58 Jahre), mit meiner Cousine (25 Jahre), meiner Nichte (12 Jahre) und mit meinem Neffen (5 Jahre). Danke für die Lacher und für eine Sendung, die alle zusammen vor den Fernseher bringt und Spaß macht.

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