Robert-Geisendörfer-Preis für „Krimi.de“ und „24h Berlin“

    Medienpreis der Evangelischen Kirche zum 27. Mal vergeben

    Michael Brandes – 26.08.2010

    Robert-Geisendörfer-Preis für "Krimi.de" und "24h Berlin" – Medienpreis der Evangelischen Kirche zum 27. Mal vergeben – Bild: Robert Geisendörfer Preis

    Der Fernsehfilm „Die Drachen besiegen“ (BR) und die Dokumentation „Tiananmen. 20 Jahre nach dem Massaker“ (WDR) werden in diesem Jahr mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet. Die Kinderkreise gehen an „Krimi.de“ und „Der Kleine und das Biest“, der Sonderpreis an „24h Berlin“. Der Medienpreis der Evangelischen Kirche wird seit 1983 an herausragende Produktionen deutscher Hörfunk- und Fernsehsender verliehen.

    „Die Drachen besiegen“ von Franziska Buch (Regie) und Rodica Döhnert (Buch) ist ein Film über den „ethischen Konflikt eines Paares, das mit moderner Präimplantationsdiagnostik das Leben der Tochter retten möchte – er ist Wertedebatte und Familiendrama in einem. Am Ende dieses eindrücklichen Stücks bleibt der Zuschauer nachdenklich, aber nicht ratlos zurück“, so die Begründung der Jury. „Tiananmen“ von Thomas Weidenbach und Shi Ming blickt zurück auf die Studentenproteste in Peking 1989 und verknüpft dabei die Ereignisse „mit akribisch recherchierten und klug gewählten Videoaufzeichnungen zu einem beklemmend dicht erzählten Lehrstück“.

    In der Kategorie „Kinderprogramme“ wurden ebenfalls zwei Preise vergeben. Ausgezeichnet wird Christoph Eichhorn als Regisseur der Folge „rEchte Freunde“ aus der KI.KA-Reihe „Krimi.de“: „Der Film vermittelt durch eine spannende, lebensnahe Handlung und starke Identifikationsfiguren einen wirksamen Eindruck von der Verführung Jugendlicher in rechtsradikalen Gruppen zur Gewalt und dem Mut zum Widerstand“, so die Jury. Marcus Sauermann, Uwe Heidschötter und Johannes Weiland erhalten die Auszeichnung für ihren animierten Kurzfilm „Der Kleine und das Biest“ (ZDF), der aus Kindersicht erzählt, wie sich Eltern durch eine Trennung verwandeln. Die Hörfunkpreise gehen an das Hörspiel „Der Assistent“ (WDR) von Paul Plamper und Nils Kacirek sowie an das Feature „Herbst ’89, Gethsemane-Kirche Berlin. Protokolle einer friedlichen Revolution“ (rbb) von Claudia Klein und Sabine Smit.

    Der Sonderpreis der Jury 2010 geht an Volker Heise als künstlerischer Leiter von „24h Berlin – Ein Tag im Leben“ (rbb/​arte). Die 24-stündige Marathondoku „gewährt einen einmaligen Einblick in unser gegenwärtiges Leben und ist gleichzeitig ein Fernsehhöhepunkt gewesen. Dieser Fernsehtag war in außergewöhnlicher Weise geprägt von der Liebe zu den Menschen und der Faszination für die Schöpfung. Damit sind Volker Heise und seine 300 Mitarbeitenden dem medialen Ideal einer umfassenden Alltagschronik unerwartet nahe gekommen.“

    Die 27. Preisverleihung findet am 15. September in München statt. Die Preise sind mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.

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