Aus für „Terminator Zero“: Anime-Serie von Netflix nach einer Staffel eingestellt

Showrunner hatte insgesamt fünf Staffeln für die Sci-Fi-Actionserie geplant

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 14.02.2026, 11:21 Uhr

„Terminator Zero“ – Bild: Netflix
„Terminator Zero“

Im Sommer 2024 hat Netflix unter dem Titel „Terminator Zero“ eine Anime-Serie aus dem „Terminator“-Franchise gestartet und eine achtteilige erste Staffel veröffentlicht. Lange war seitdem nichts mehr davon zu hören – und nun steht auch fest weshalb: Es wird keine Fortsetzung geben. Dies teilte Serienschöpfer und Showrunner Mattson Tomlin auf X mit. Der Grund: Die Abrufzahlen für die Serie auf dem Streamingdienst haben nicht ausgereicht.

Die Resonanz von Kritikern und Publikum war überwältigend, aber letztendlich haben einfach nicht genug Leute zugeschaut, so Tomlin. Ich hätte den geplanten Zukunftskrieg in den Staffeln 2 und 3 sehr gerne umgesetzt, bin aber auch sehr zufrieden damit, wie die Serie in sich abgeschlossen ist.

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Die Serie schaffte es in den Wochen nach ihrer Veröffentlichung weder in die Top 10 der weltweiten Netflix-Serien noch tauchte sie in den Nielsen-Streaming-Charts der USA auf. Bemerkenswert ist allerdings, dass Netflix laut Tomlin ihm anbot, noch zwei oder drei weitere Episoden zu produzieren, um die Geschichte abzuschließen. Dieses Angebot lehnte er jedoch ab. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte, die ich erzählen wollte, viel länger war, und das Finale der ersten Staffel hat die Dinge eigentlich an einem guten Punkt abgeschlossen. Aber sie hätten das nicht anbieten müssen. Gute Partner.

Tomlin erläutert weiter: Vielleicht erstelle ich irgendwann mal einen ausführlichen Thread über meine Pläne für die kompletten fünf Staffeln. Das Serienfinale war etwas Besonderes und Teil meiner Bewerbung für den Job. Ich habe alle Drehbücher für die zweite Staffel geschrieben und die dritte Staffel so gut wie komplett skizziert … Vielleicht kehre ich in anderer Form in diese Welt zurück. Ich liebe sie wirklich sehr, und es war ein schönes Gefühl zu sehen, wie viele Menschen sich damit identifiziert haben.

Der Showrunner führt weiter aus: Generell ist das Anime-Publikum eher jünger, das Terminator-Publikum hingegen älter. ‚Terminator Zero‘ versuchte, einen Mittelweg zu finden, was jedoch nicht ausreichend geklappt hat. Ich bin allen, die die Serie gesehen haben, unendlich dankbar.

Darum geht es in „Terminator Zero“: Im (fiktiven) Jahr 2022 ist die Erde seit Jahrzehnten von einem verheerenden Krieg verwüstet. Eine kleine Gruppe Überlebender stemmt sich verzweifelt gegen die scheinbar unbesiegbare Maschinenarmee, die ihren Ursprung am 29. August 1997 nahm: An diesem Tag entwickelte der Supercomputer Skynet ein eigenes Bewusstsein, wurde zur Künstlichen Intelligenz und löschte die Menschheit mit deren eigenen Atomwaffen beinahe vollständig aus.

Inmitten dieser trostlosen Zukunft wird eine Soldatin zur letzten Hoffnung. Sie reist zurück ins Jahr 1997, um den Lauf der Geschichte zu verändern. Ihre Mission: den Wissenschaftler Malcolm Lee zu beschützen, der an einer neuartigen Künstlichen Intelligenz arbeitet – einer Schöpfung, die es mit Skynet aufnehmen könnte. Doch während Malcolm zunehmend mit den moralischen Konsequenzen seiner Erfindung ringt, ist ihm ein unerbittlicher Attentäter aus der Zukunft dicht auf den Fersen – entschlossen, einzugreifen und das Schicksal von Malcolms drei Kindern für immer zu verändern.

„Terminator Zero“ wurde von Skydance und dem japanischen Animationsstudio Production I.G produziert. Showrunner Mattson Tomlin war zuvor als Autor für den Netflix-Film „Project Power“ mit Jamie Foxx und Joseph Gordon-Levitt tätig. Außerdem ist er am Drehbuch zur Fortsetzung von „The Batman“ beteiligt, die 2027 in die Kinos kommen soll.

Zum ausführlichen Serienreview zu „Terminator Zero“ von Christopher Diekhaus.

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