„Rillington Place – Der Böse“: RTL Crime zeigt britische Mini-Serie

    Serienkiller hilft bei der Verurteilung von Unschuldigem

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 03.08.2017, 10:30 Uhr

    John Reginald Christie (Tim Roth, r.) mit Ehefrau Ethel Christie (Samantha Morton) in „Rillington Place“ – Bild: Mediengruppe RTL Deutschland/BBC
    John Reginald Christie (Tim Roth, r.) mit Ehefrau Ethel Christie (Samantha Morton) in „Rillington Place“

    Der Pay-TV-Sender RTL Crime hat sich die britische Serie „Rillington Place – Der Böse“ gesichert. Der Dreiteiler um einen realen geschichtlichen Fall wird ab dem 19. September 2017 um 20.15 Uhr seine Deutschlandpremiere haben. Die historischen Vorgänge, die der Serie zugrunde liegen, sorgten dafür, dass in Großbritannien die Todesstrafe abgeschafft wurde, da Aussagen des eigentlichen Mörders dazu geführt hatten, dass ein Unschuldiger verurteilt und hingerichtet worden war.

    „Rillington Place“ basiert auf den Gräueltaten des Serienmörders John Reginald Christie während der 1940er und 50er Jahre. Tim Roth („Lie to Me“, „The Hateful Eight“, „Pulp Fiction“) spielt den Serienkiller, der mit seiner Frau Ethel (Samantha Morton, „The Last Panthers“, „John Carter“, „Minority Report“) im Rillington Place Nr. 10 im Londoner Stadtteil Notting Hill lebt. Die frisch verheirateten Timothy (Nico Mirallegro, „Hollyoaks“, „The Village“) und Beryl Evans (Jodie Comer, „My Mad Fat Diary“, „Thirteen“) lassen sich schnell von Christie beeinflussen, als sie in die Nachbarwohnung einziehen. Als Beryl und die 13 Monate alte Tochter des Paares ermordet werden, fällt der Verdacht auf den Ehemann. Bei den Untersuchungen wird Christie zum wichtigen Zeugen der Anklage. Timothy wird später für den Mord verurteilt und 1950 gehängt.

    Erst später wurden durch neue Mieter in dem Haus Leichen weiterer Opfer von Christie entdeckt, der später ebenfalls als Serienkiller gehängt wurde. Davor gestand er der Mord an Beryl und ihrer Tochter. Knapp zehn Jahre später wurde in Großbritannien die Todesstrafe abgeschafft und eine offizielle Kommission bestätigte, dass wirklich Christie der Mörder war, Evans wurde posthum rehabilitiert.

    Craig Viveiros („The Liability“) hat bei dem Drama Regie geführt, Ed Whitmore („Identity“) und Tracey Malone („Gangster No. 1“) verfasste das Drehbuch. Ausführende Produzenten sind Phillippa Giles („Luther“), Hilary Salmon („To the Ends of the Earth“) und Sharon Bloom („Holby City“). Whitmore, Malone, Giles, Salmon und Bloom haben zusammen bereits an der Krimiserie „Silent Witness“ mitgewirkt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Die Geschichte wurde ja schon mindestens einmal verfilmt, mit Richard Attenborough und John Hurt. Ein sehenswerter Film, der im Deutschen leider den reißerischen Titel "John Christie, der Frauenwürger von London" erhielt. In England hieß er auch "10 Rillington Place".

      Das ist sicher einer der bekanntesten Mordfälle in England und ich habe gelesen, dass die Bewohner der Straße "Rillington Place" eine Petition einreichten, die Straße umzubenennen, da sie in der Öffentlichkeit so sehr mit den Morden in Zusammenhang gebracht wurde. Wer will schon in der Serienmördergasse wohnen?

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