Die Jugendzeitschrift Bravo feiert 2026 ihr sage und schreibe 70-jähriges Jubiläum. Und auch, wenn das gedruckte Heft längst massiv an Bedeutung verloren hat, blicken mit dem Ersten und RTL dieser Tage gleich zwei Sender auf die Erfolgsgeschichte zurück. Die (mit Werbung) über dreistündige RTL-Doku „70 Jahre Bravo – Das große Jubiläum“ konnte am gestrigen Sonntagabend schon mal überzeugende Quoten einfahren: Mit 410.000 Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren standen gute 11,5 Prozent Marktanteil zu Buche, damit musste man nur dem „Tatort“ den Vortritt lassen. Insgesamt hatten 1,56 Millionen Menschen eingeschaltet, die ordentlichen 8,2 Prozent entsprachen.
Bei Jung und Alt gab es auch diesmal trotz frühzeitiger Sommerpause kein Vorbeikommen an der ARD-Krimireihe: Der Fall „Schweigen“ aus dem Jahr 2024 fesselte noch einmal 4,99 Millionen Menschen, die für sehr gute 22,0 Prozent sorgten, während bei den Jüngeren mit 540.000 12,7 Prozent zustande kamen. „Caren Miosga“ talkte anschließend noch vor 2,27 Millionen (12,4 Prozent). Das ZDF setzte zur besten Sendezeit auf die Premiere des „Herzkino“-Films „Zwei am Zug“, die 3,35 Millionen Gesamtzuschauer unterhielt und zufriedenstellende 14,7 Prozent erreichte. Bei den 14- bis 49-Jährigen sprangen immerhin 7,5 Prozent heraus.
ProSieben hatte ab 19:55 Uhr wieder die Eishockey-WM im Programm, das Spiel Deutschland gegen Lettland tat sich jedoch recht schwer: Das erste Drittel versammelte zwar noch 940.000 Menschen vorm Bildschirm, danach ging die Reichweite allerdings leicht auf bis zu 860.000 zurück. In der Zielgruppe wurden durchwachsene Marktanteile zwischen 6,4 und 7,3 Prozent gemessen. Damit schlug man zumindest Schwestersender Sat.1, wo das Drama „Nur noch ein einziges Mal – It Ends with Us“ angesichts 5,8 Prozent sehr blass blieb und es insgesamt nur auf 770.000 Zuseher brachte.
„Kitchen Impossible“ steigerte sich derweil bei VOX auf einen Staffelbestwert und generierte erfreuliche 9,2 Prozent bei den Umworbenen – wohl auch deshalb, weil mal wieder Tim Mälzer zu sehen war. Insgesamt wurden 740.000 Zuschauer gezählt. Ebenfalls einen Staffelrekord verbuchte „Zwischen Meer und Maloche“ bei Kabel Eins, der mit 3,6 Prozent jedoch erheblich geringer ausfiel. „Yes we camp!“ fiel danach auf 3,3 Prozent zurück. Diesen Wert verzeichnete zunächst auch „Kampf der RealityAllstars“ bei RTL Zwei, die anschließende Folge legte aber noch auf – dennoch mäßige – 4,1 Prozent zu.
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Jan Köppen hat da einen schönen Nostalgieabend präsentiert. Viele Erinnerungen an die 90er und die Musik von damals, nette Interviews und interessantes Bildmaterial aus "Bravo TV" und von den Supershows. Das Zuschauen hat Spass gemacht, auch wenn die Sendung keine erkennbare Struktur hatte und man das ganze hätte auf 1 Stunde komprimieren oder auf 6 Stunden ausweiten können.
Wirklich viel Neues im Vergleich zur ZDF-Doku von vor 5 Jahren hat man nicht erfahren und ein bisschen mehr Selbstkritik vom Chefredakteur ("wir haben Britney Spears fertig gemacht weil es halt alle anderen Medien auch gemacht haben") wäre angebracht gewesen. Wenn man aber Unterhaltung statt Information erwartet hat und sich auf Bildmaterial der Stars aus verschiedenen Jahrzehnten gefreut hat, wurde man nicht enttäuscht. Einen silbernen Otto hat die Sendung allemal verdient.