„Public Enemy“: Sky Atlantic nimmt belgische Thriller-Serie ins Programm

    Kindesmörder auf freiem Fuß sorgt für Horror-Szenarien

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 13.10.2016, 14:05 Uhr

    „Public Enemy“ – Bild: RTBF/Entre Chien et Loup/Playtime Films/Proximus
    „Public Enemy“

    Der Pay-TV-Sender Sky Atlantic zeigt ab dem 24. November immer donnerstags um 21.00 Uhr den belgischen Psycho-Thriller „Public Enemy“ (Originaltitel „Ennemi public“). Im Umfeld eines aus der Haft entlassenen Kindermörders ist erneut ein Kind verschwunden. Die Serie umfasst zehn Folgen, die mit dem Coup de Coeur Award der MIPDrama Screenings ausgezeichnet wurde.

    20 Jahre hat Guy Béranger (Angelo Bison) im Gefängnis verbracht, nachdem er unter neo-religiösen, mystischen Motiven insgesamt fünf Kinder ermordet hatte. Nun wurde er entlassen und soll zunächst in einem Kloster in den Ardennen Obdach finden. Das stößt bei der Bevölkerung des nahegelegenen Ortes aus vielerlei Gründen auf Entsetzen. Einerseits fürchten Eltern um das Wohl ihrer Kinder, andere Bewohner sehen durch die Nähe des ehemaligen „Volksfeindes Nummer 1“ ihre wirtschaftlichen Interessen zerstört.

    So haben die Polizeibehörden die junge Polizistin Chloé Muller (Stéphanie Blanchoud) abgestellt, um mögliche Aggressionen gegen den ehemaligen Täter zu verhindern. Als ein kleines Mädchen aus der Ortschaft verschwindet und Parallelen zu Bérangers Taten gezogen werden können, droht die Lage zu eskalieren.

    So muss Muller, aufgrund eigener traumatischer Erfahrungen in der Kindheit zu einer Spezialistin für Vermisstenfälle geworden, gemeinsam mit Dorfpolizist Michael Charlier (Jean-Jacques Rausin) gleich zwei Alptraum-Szenarien verhindern: Einerseits einen Lynchmob gegen Béranger und andererseits eine neue Mordserie.

    „Public Enemy“ versucht sich der Frage zu nähern, wie Behörden und Bevölkerung mit Verbrechern umgehen können, die nach schrecklichen Taten und Verbüßung einer langen Haftstrafe wieder frei kommen.

    Deutliche Anleihen nimmt sich die Serie dabei wohl am aufsehenerregenden Fall des belgischen Sexualstraftäters und Serienmörders Marc Dutroux. Der sitzt zwar lebenslänglich im Gefängnis, seine wegen Beihilfe verurteilte Ehefrau wurde allerdings nach 16 Jahren ihrer eigentlich 30-jährigen Haftstrafe unter Auflagen entlassen – und zog im Zuge dessen in ein Kloster.

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