Pläne für ARD-Vorabendprogramm konkretisieren sich

    Regiokrimis und Quizshows teilen sich 18:50 Uhr-Sendeplatz

    Michael Brandes – 29.03.2011

    Die ARD arbeitet weiter an der neuen Sendestruktur des Vorabendprogramms im Ersten. Fest steht mittlerweile, dass neben den geplanten Krimireihen mit Regionalbezug auch Platz für mindestens ein Quiz freigehalten wird. „Unser erklärtes Ziel ist es, am Freitag bereits vor dem Start der Krimi-Schiene ein neues Quiz ins Programm zu nehmen“, sagte ARD-Vorabendkoordinator Frank Beckmann der „Berliner Zeitung“.

    Fünf neue ‚Krimireihen mit Humorgehalt‘ sind derzeit in Arbeit. Zwei davon werden bereits im Herbst auf Sendung gehen. Wer den Anfang macht, ist abhängig vom Produktionsstand. „Eine für uns ganz wichtige Frage ist, wie skurril und wie schräg die Geschichten im Vorabend sein dürfen, um von den Zuschauern angenommen zu werden“, so Beckmann.

    Die Krimis werden montags bis mittwochs um 18:50 Uhr ausgestrahlt, das neue Quiz freitags zur gleichen Zeit. Offen ist noch, ob der Donnerstag mit einem weiteren Krimi oder einer Show belegt wird. Hier könnte sich möglicherweise eine Überlebenschance für „Das Duell im Ersten“ ergeben. Zur Einstimmung laufen im Sommer etablierte Serien, die für die regionalen Krimis als Vorbild dienen. Neben der ‚Jubiläums-Edition‘ vom „Großstadtrevier“ (fernsehserien.de berichtete) setzt die ARD auch auf „Mord mit Aussicht“. Die Primetime-Serie wird ab Juli oder August im Vorabendprogramm wiederholt. Bereits im Juni geht die runderneuerte XL-Version von „Verbotene Liebe“ auf Sendung, die täglich um 18:00 Uhr ausgestrahlt wird (fernsehserien.de berichtete).

    Den Vorabend stärker an das Gesamtprogramm anzupassen, zählt zu Beckmanns Zielen: „Wir wollen, dass der Vorabend nicht mehr als Insel wahrgenommen wird, sondern sich stärker ins Gesamtkonstrukt des Ersten einfügt.“ Zwar sei es eine Zeitlang gelungen, mit Serien wie ‚Berlin, Berlin‘ und ‚Türkisch für Anfänger‘ auch das junge Publikum zu erreichen, jedoch ging der Versuch auf Kosten der älteren Zuschauer. „Einerseits gute Marktanteile fürs Erste zu holen und andererseits die junge Zielgruppe anzusprechen, ist ein Spagat, der es lange sehr schwer gemacht hat, Programme für den Vorabend zu entwickeln“, erläutert Beckmann den Perspektivwechsel. „Unsere Idee ist: Ja, wir wollen jung sein – aber diese jüngeren Zuschauer vom Markenkern des Ersten aus erreichen.“

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Witzig, dass das Erste eben keinen Markenkern bei den Jüngeren mehr hat. Da fangen sie jetzt sogar schon an, die wenigen wirklich erfolgreichen und guten Produktionen, die sie hier hatten, zu verteufeln (Berlin Berlin z. B.), anstatt bei den Ansätzen weiterzumachen ... Ich fass es nicht

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