„Peacemaker“: Überdrehte DC-Serie mit John Cena kommt ins deutsche Free-TV

Wrestler als Antiheld, der mit Gewalt Frieden schaffen will

Bernd Krannich
Bernd Krannich – 17.07.2026, 14:17 Uhr

Platzhirsch unter Kollegen: Peacemaker (John Cena). Mit Kettensäge: Vigilante (Freddie Stroma). – Bild: HBO Max
Platzhirsch unter Kollegen: Peacemaker (John Cena). Mit Kettensäge: Vigilante (Freddie Stroma).

Noch bevor HBO Max in Deutschland an den Start gegangen war, hatte sich die RTL-Gruppe die Rechte an der Serie „Peacemaker“ gesichert, einem„The Suicide Squad“-Spin-off aus dem DC-Kosmos. Nach der Veröffentlichung der beiden bisherigen Staffeln bei RTL+ kommt nun die erste Staffel ins Free-TV: Bei Nitro werden die acht Folgen am Dienstag, den 11. August und Mittwoch, den 12. August jeweils ab 22:35 Uhr in Viererpacks ausgestrahlt.

Die beiden Staffeln von „Peacemaker“ sind weiterhin bei RTL+ zu finden und werden mittlerweile auch von HBO Max angeboten. Die Serie stammt von James Gunn (zuvor „Guardians of the Galaxy“ bei Marvel), dem die Leitung der Serie schließlich auch den Weg zum Chefposten bei DC Films ebnete.

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„Peacemaker“ greift die Idee von „The Suicide Squad“ auf, in dem Amada Waller (Viola Davis) eine Reihe von Superschurken durch mörderische Erpressung in den Dienst ihrer Organisation A.R.G.U.S. zwang, um im Sinn der US-Regierung zu handeln. Zu denen gehörte auch Chris Smith (John Cena) aka Peacemaker: Von seinem radikalisierten Vater Auggie (Robert Patrick) (v)erzogen, mit einem Kampfanzug ausgestattet und von seinem Weißkopfseeadler Eagly begleitet, will Peacemaker für Frieden sorgen, ist aber in seiner verqueren Logik bereit, dafür über Leichen zu gehen. Da infolge von „The Suicide Squad“ Wallers Programm verboten wurde, macht sie sich nun insgeheim daran, ein neues Spezialteam unter dem Namen „Project Butterfly“ zusammenzustellen, das im Geheimen Ermittlungen anstellen soll.

„Project Butterfly“ wird von Clemson Murn (Chukwudi Iwuji) angeführt – im Gegensatz zu Peacemaker weiß er auch, worum sich die Ermittlungen eigentlich drehen. Als Einsatzagentin und rechte Hand von Murn unterstützt Emilia Harcourt (Jennifer Holland) das Team, dem sich auch der Antiheld Vigilante (Freddie Stroma) aufdrängt.

Unterstützend wirken Amanda Wallers Tochter Leota Adebayo (Danielle Brooks, „Orange is the New Black“) und John Economo (Steve Agee), ein ehemaliger Gefängniswächter – beide sind in gefährlichen Situationen überfordert.

Weitere Rollen haben Annie Chang und Lochlyn Munro als die Polizisten Sophie Song und Larry Fitzgibbon, Elizabeth Ludlow als Leotas Ehefrau Keeya Adebayo und Christopher Heyerdahl als Caspar Locke, der für Murn gewisse dreckige Arbeit erledigt.

Nichts verdeutlicht die stilistische Ausrichtung der Serie „Peacemaker“ markanter als der Vorspann:

Unser Kritiker Gian-Philip Andreas bezeichnete die Serie im Umfeld der Weltpremiere beim US-amerikanischen Streaming-Dienst HBO Max als angemessen albern und summierte, dass kaum Langeweile aufkommt, da Gunn (wie schon bei seinen ‚Guardians‘) das Dauerfeuer an infantilem Kerlehumor betont selbstironisch abfedert (Zur kompletten Kritik).

Nach der weitgehend in sich abgeschlossenen Auftaktstaffel wurde noch eine zweite Staffel produziert, die Geschehnisse aus dem Film „Superman“ aufgreift.

Aktuell ist nach früheren Aussagen von Gunn keine weitere Fortsetzung zu „Peacemaker“ geplant, die Figuren daraus könnten aber in anderen DC-Produktionen auftauchen.

Kommentare zu dieser Newsmeldung

  • am

    Wie ich schon oft betont habe, boykotiere ich das gesamte neue DC-Universum von James Gunn. Warner Bothers war so dumm einen, gefühlt, tausendsten Neuanfang bekannter DC-Superhelden in die Hände eines überdrehten Typen zu legen, der alles nach seinen eigenen Kopf machen tut und dadurch viele Fans verärgert hat. Ein bestehendes, noch etwas dunkleres Universum mit etablierten Helden und seine Darsteller einfach zu zerstören, nur um daraus ein kunterbuntes, dümmliches humorvolles neues zu erschaffen, geht mir absolut gegen den Strich. Und Peacemaker macht da keinen Unterschied. Zwar habe ich die erste Staffel geschaut, aber wirklich glücklich und warm wurde ich mit diesen, sagen wir mal Helden, nicht. Vorallen, weil er im sehr schlechten „The Suicide Squad“ doch eher ein Bösewicht war. Wie im Film so ist auch hier alles viel zu überdreht mit schwachen Humor versehen, was nicht an John Cena liegt, der sich doch als Schauspieler gut entwickelt hat.

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