Oscars 2026: Golden-Globe-Gewinner „One Battle After Another“ räumt bei der Preisverleihung ab

„Blood & Sinners“ und „Frankenstein“ gehören zu den weiteren Gewinnern

Vera Tidona
Vera Tidona – 16.03.2026, 13:51 Uhr

Leonardo DiCaprio (hier in „One Battle After Another“) ging bei der Oscar-Verleihung leer aus – Bild: Warner Bros. Pictures
Leonardo DiCaprio (hier in „One Battle After Another“) ging bei der Oscar-Verleihung leer aus

Am gestrigen Sonntagabend, den 15. März fand in Hollywood die 98. Oscar-Verleihung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) im Rahmen einer Galaveranstaltung im Dolby Theatre statt. Als Gastgeber führte Talkmaster und Comedian Conan O’Brien durch den Abend, wie schon im Jahr zuvor. Während in den USA der TV-Sender ABC live dabei war, haben hierzulande ProSieben/​Joyn und Disney+ die Oscar-Verleihung live bis tief in die Nacht hinein übertragen (fernsehserien.de berichtete).

Als großer Favorit mit insgesamt 13 Nominierungen ging das gefeierte Drama „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson ins Rennen, das bereits zuvor bei der Verleihung der Golden Globe Awards und zahlreichen weiteren renommierten Filmpreisen abräumte (fernsehserien.de berichtete). Auch in der Oscar-Nacht machte die Produktion das Rennen und gewann als bester Film des Jahres insgesamt sechs goldene Jungs, unter anderem auch für die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch (beide Male Paul Thomas Anderson). Als bester Nebendarsteller des Films durfte Sean Penn einen weiteren Oscar mitnehmen – er war jedoch am gestrigen Abend nicht persönlich zur Galaveranstaltung erschienen und ließ sich von Schauspielkollege Kieran Culkin auf der Bühne vertreten. Weitere Preise für den Film gab es in der in diesem Jahr neu eingeführten Kategorie „Bestes Casting“ (mit Preisträgerin Cassandra Kulukundis) und für den besten Schnitt (Andy Jurgensen). Leer aus gingen hingegen Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und sein Kollege Benicio del Toro, der ebenso wie Sean Penn für die beste Nebenrolle nominiert war.

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Weitere Gewinner des Abends waren die Filme „Blood & Sinners“ von Regisseur Ryan Coogler mit insgesamt sechs Oscars, der im Vorfeld mit 16 Nominierungen die Liste der Favoriten angeführt hatte, und Guillermo del Toros „Frankenstein“ mit insgesamt drei Oscars.

Als bester Animationsfilm wurde der Kinohit „KPop Demon Hunters“ von Netflix mit gleich zwei Oscars prämiert. Ein Oscar für den besten internationalen Film ging an die norwegische Produktion „Sentimental Value“ von Regisseur Joachim Trier. Der deutsche Beitrag „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski hatte es zwar bis in die Vorauswahl geschafft, wurde aber schlussendlich nicht nominiert.

Eine Besonderheit gab es schließlich in der Kategorie „Bester Kurzfilm“, in der es zu einer äußerst seltenen Doppelauszeichnung kam, bei der beide Filme „Deux personnes échangeant de la salive“ und „The Singers“ die gleiche Anzahl an Stimmen aus der Jury erhielten.

Der Ehren-Oscar wurde gleich dreimal verliehen: Debbie Allen (Choreografin, Schauspielerin und Filmproduzentin), Schauspieler und Produzent Tom Cruise und Szenenbildner Wynn Thomas haben ihre Auszeichnungen bereits im Vorfeld im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung am 16. November 2025 feierlich überreicht bekommen. Darüber hinaus wurde der US-amerikanischen Sängerin Dolly Parton der Jean Hersholt Humanitarian Award verliehen.

Die Preisträger der 98. Oscar-Verleihung

  • Bester Film: „One Battle After Another“
  • Beste Regie: Paul Thomas Anderson für „One Battle After Another“
  • Bester Hauptdarsteller: Michael B. Jordan in „Blood & Sinners“
  • Beste Hauptdarstellerin: Jessie Buckley in „Hamnet“
  • Bester Nebendarsteller: Sean Penn in „One Battle After Another“
  • Beste Nebendarstellerin: Amy Madigan in „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“
  • Bestes Originaldrehbuch: Ryan Coogler für „Blood & Sinners“
  • Bestes adaptiertes Drehbuch: Paul Thomas Anderson für „One Battle After Another“
  • Bestes Casting: Cassandra Kulukundis für „One Battle After Another“
  • Beste Kamera: Autumn Durald Arkapaw für „Blood & Sinners“
  • Bestes Szenenbild: Tamara Deverell und Shane Vieau für „Frankenstein“
  • Bestes Kostümdesign: Kate Hawley für „Frankenstein“
  • Bestes Make-up und beste Frisuren: Mike Hill, Jordan Samuel und Cliona Furey für „Frankenstein“
  • Beste Filmmusik: Ludwig Göransson für „Blood & Sinners“
  • Bester Filmsong: „Golden“ aus „KPop Demon Hunters“
  • Bester Schnitt: Andy Jurgensen für „One Battle After Another“
  • Bester Ton: Gareth John, Al Nelson, Juan Peralta, Gary A. Rizzo und Gwendolyn Yates Whittle für „F1 – Der Film“
  • Beste visuelle Effekte: Richard Baneham, Daniel Barrett, Joe Letteri und Eric Saindon für „Avatar: Fire and Ash“
  • Bester Animationsfilm: „KPop Demon Hunters“
  • Bester animierter Kurzfilm: „Das Mädchen, das Perlen weinte“ („The Girl Who Cried Pearls“)
  • Beste(r) Kurzfilme: „The Singers“ und „Deux personnes échangeant de la salive“
  • Bester Dokumentarfilm: „Ein Nobody gegen Putin“ („Mr. Nobody mod Putin“)
  • Bester Dokumentar-Kurzfilm: „All die leeren Zimmer“ („All the Empty Rooms“)
  • Bester internationaler Film: „Sentimental Value“ (Norwegen)

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