Leonardo DiCaprio (hier in „One Battle After Another“) ging bei der Oscar-Verleihung leer aus
Bild: Warner Bros. Pictures
Am gestrigen Sonntagabend, den 15. März fand in Hollywood die 98. Oscar-Verleihung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) im Rahmen einer Galaveranstaltung im Dolby Theatre statt. Als Gastgeber führte Talkmaster und Comedian Conan O’Brien durch den Abend, wie schon im Jahr zuvor. Während in den USA der TV-Sender ABC live dabei war, haben hierzulande ProSieben/Joyn und Disney+ die Oscar-Verleihung live bis tief in die Nacht hinein übertragen (fernsehserien.de berichtete).
Als großer Favorit mit insgesamt 13 Nominierungen ging das gefeierte Drama „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson ins Rennen, das bereits zuvor bei der Verleihung der Golden Globe Awards und zahlreichen weiteren renommierten Filmpreisen abräumte (fernsehserien.de berichtete). Auch in der Oscar-Nacht machte die Produktion das Rennen und gewann als bester Film des Jahres insgesamt sechs goldene Jungs, unter anderem auch für die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch (beide Male Paul Thomas Anderson). Als bester Nebendarsteller des Films durfte Sean Penn einen weiteren Oscar mitnehmen – er war jedoch am gestrigen Abend nicht persönlich zur Galaveranstaltung erschienen und ließ sich von Schauspielkollege Kieran Culkin auf der Bühne vertreten. Weitere Preise für den Film gab es in der in diesem Jahr neu eingeführten Kategorie „Bestes Casting“ (mit Preisträgerin Cassandra Kulukundis) und für den besten Schnitt (Andy Jurgensen). Leer aus gingen hingegen Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio und sein Kollege Benicio del Toro, der ebenso wie Sean Penn für die beste Nebenrolle nominiert war.
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Weitere Gewinner des Abends waren die Filme „Blood & Sinners“ von Regisseur Ryan Coogler mit insgesamt sechs Oscars, der im Vorfeld mit 16 Nominierungen die Liste der Favoriten angeführt hatte, und Guillermo del Toros„Frankenstein“ mit insgesamt drei Oscars.
Als bester Animationsfilm wurde der Kinohit „KPop Demon Hunters“ von Netflix mit gleich zwei Oscars prämiert. Ein Oscar für den besten internationalen Film ging an die norwegische Produktion „Sentimental Value“ von Regisseur Joachim Trier. Der deutsche Beitrag „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski hatte es zwar bis in die Vorauswahl geschafft, wurde aber schlussendlich nicht nominiert.
Eine Besonderheit gab es schließlich in der Kategorie „Bester Kurzfilm“, in der es zu einer äußerst seltenen Doppelauszeichnung kam, bei der beide Filme „Deux personnes échangeant de la salive“ und „The Singers“ die gleiche Anzahl an Stimmen aus der Jury erhielten.
Der Ehren-Oscar wurde gleich dreimal verliehen: Debbie Allen (Choreografin, Schauspielerin und Filmproduzentin), Schauspieler und Produzent Tom Cruise und Szenenbildner Wynn Thomas haben ihre Auszeichnungen bereits im Vorfeld im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung am 16. November 2025 feierlich überreicht bekommen. Darüber hinaus wurde der US-amerikanischen Sängerin Dolly Parton der Jean Hersholt Humanitarian Award verliehen.
Die Preisträger der 98. Oscar-Verleihung
Bester Film: „One Battle After Another“
Beste Regie: Paul Thomas Anderson für „One Battle After Another“