„OPUS Klassik“: Gottschalk moderiert „ECHO Klassik“-Nachfolger

    Preisverleihung Mitte Oktober im ZDF

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 20.09.2018, 12:19 Uhr

    Thomas Gottschalk präsentiert den „OPUS Klassik“ – Bild: ZDF/Svea Pietschmann
    Thomas Gottschalk präsentiert den „OPUS Klassik“

    Nach dem Skandal um die diesjährige „ECHO“-Verleihung wurde der Preis letztendlich abgeschafft (fernsehserien.de berichtete). Dies betraf nicht nur den „ECHO Pop“, sondern auch die separat stattfindenden Verleihungen des „ECHO Jazz“ und „ECHO Klassik“. Während es für die Pop- und Jazz-Kategorien bislang noch keinen Nachfolgepreis gibt, findet am Sonntag, 14. Oktober, zum ersten Mal die Verleihung des „OPUS Klassik“ statt. Thomas Gottschalk führt als Moderator durch die Gala aus dem Konzerthaus Berlin. Dies tat er bereits 2016 und 2017 beim Vorgänger „ECHO Klassik“. Das ZDF überträgt ab 22.15 Uhr.

    Ausgezeichnet werden internationale Künstler ebenso wie junge Nachwuchsmusiker. Die Sopranistin Diana Damrau wird als Sängerin des Jahres ausgezeichnet, der Tenor Juan Diego Flórez erhält den Preis als Sänger des Jahres. In der Kategorie „Nachwuchs“ werden der virtuose britische Cellist Sheku Kanneh-Mason, der im Mai einen Auftritt bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle hatte, und das deutsche Ensemble 4 Times Baroque geehrt. Mit Spannung erwartet wird der Auftritt des Ex–ABBA -Mitglieds Benny Andersson, der als Pianist den Preis für „Klassik ohne Grenzen“ entgegennimmt. Weitere auftretende Künstler sind der Kontrabassvirtuose Roman Patkoló und die georgische Violinistin Lisa Batiashvili. Ehrengast ist die Opernlegende Christa Ludwig, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird. Das Orchester des Abends ist das renommierte Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Alondra de la Parra.

    Stifter des neuen Preises „OPUS Klassik“ ist der neu gegründete Verein zur Förderung der Klassischen Musik e.V., in dem Musiklabels, Veranstalter, Verlage und Personen mit Einflüssen in der klassischen Musik vertreten sind. Neben der Würdigung von Künstlern und Ensembles mit herausragenden Tonträgern (bzw. DVDs und Blu-rays) hat er sich zum Ziel gesetzt, Projekte und Initiativen der klassischen Musik, speziell aus dem Nachwuchsbereich, zu unterstützen.

    Über die Preisträger entscheidet eine Fachjury. Im Gegensatz zum „ECHO Pop“ waren der „ECHO Klassik“ und der „ECHO Jazz“ übrigens von Anfang an reine Jury-Preise. Eine Jury soll auch beim Nachfolger des „ECHO Pop“, dessen Preisträger vorrangig aus kommerziellen Verkaufszahlen ermittelt wurden, stärker in den Vordergrund rücken. Eine Verleihung der „ECHO Jazz“-Preise 2018 sollte eigentlich am 31. Mai in kleinerem Kreis ohne TV-Inszenierung stattfinden, doch die Veranstaltung wurde kurzfristig abgesagt.

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