Neue „Batman“-Serie, Steve Urkel und weitere Animationsprojekte von HBO Max gestrichen

    Auch „Looney Tunes“-Specials von Sparmaßnahmen betroffen

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 23.08.2022, 15:05 Uhr

    „Batman: Caped Crusader“ – Bild: WarnerMedia
    „Batman: Caped Crusader“

    Die Fusion der beiden Medienunternehmen WarnerMedia und Discovery, Inc. zu Warner Bros. Discovery unter dem neuen Konzernchef David Zaslav hat insbesondere für Serienfans bislang keine erfreulichen Auswirkungen. Strategische Entscheidungen und Sparmaßnahmen führen zu immer mehr Einschnitten im Angebot und der weiteren Planung des Streamingdienstes HBO Max. Neueste Hiobsbotschaft: Die geplante neue Animationsserie „Batman: Caped Crusader“ wird zusammen mit weiteren Projekten aus diesem Segment von HBO Max nicht weiterverfolgt, wie der Branchendienst TVLine als erstes berichtete.

    „Batman: Caped Crusader“ sollte den Geist der von Fans gefeierten 1990er-Jahre-Serie „Batman: The Animated Series“ atmen und eine Neuinterpretation davon sein. Die Cartoonserie erhielt im Mai 2021 von HBO Max grünes Licht mit einer straight-to-series-Bestellung und wurde von vielen Fans schon mit großer Freude erwartet – schließlich wurden dafür Produzent und Drehbuchautor Bruce Timm (Mastermind von „Batman: TAS“, „Superman: The Animated Series“,„Batman Of The Future“) sowie die Filmemacher J.J. Abrams („Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“) und Matt Reeves („The Batman“) ins Boot geholt.

    Mit modernsten Animationstechniken sollten Batman und seine legendären Widersacher mit komplexen Storylines, nuancierten Charakterprofilen und intensiven Action-Sequenzen zu neuem Leben erweckt werden. Mit von der Partie sollte das umfangreiche Schurkenkabinett sein, unter anderem mit dem Joker, Harley Quinn, dem Pinguin, Two-Face und dem Riddler.

    Neben „Batman: Caped Crusader“ wurden noch fünf weitere Animationsprojekte von HBO Max gestrichen. Hierbei handelt es sich um Filme bekannter Franchises: die beiden „Looney Tunes“-Specials „The Day the Earth Blew Up: A Looney Toons Movie“ und „Bye Bye Bunny: A Looney Toons Musical“ sowie die Filme „Merry Little Batman“, „The Amazing World of Gumball: The Movie“ und „Did I Do That to the Holidays? – A Steve Urkel Story“ – ein Film, der die Rückkehr des Charakters Steve Urkel aus der US-Sitcom „Alle unter einem Dach“ in einem animierten Weihnachtsfilm mit sich gebracht hätte.

    Doch es gibt Hoffnung: Die Produktionen, die hauptsächlich von Warner Bros. Animation gestemmt werden, sollen dennoch fortgeführt werden und anderen potenziellen Käufern (Streamingdiensten oder Sendern) angeboten werden. Keine weitere Staffel erhält außerdem die Serie „Young Justice“ aus dem DC-Kosmos. Noch nicht den Stecker gezogen hat HBO Max hingegen bei der angekündigten Animationsserie „My Adventures With Superman“, die parallel zu „Batman: Caped Crusader“ bestellt wurde.

    Abgesehen von der Streichung neuer Projekte wird derzeit auch ziemlich radikal mit dem Angebot von HBO Max umgegangen. Dutzende bestehende Inhalte werden fortlaufend aus dem Streamingdienst entfernt, um Kosten zu sparen – ob diese später irgendwann bei irgendeinem anderen Dienst auftauchen werden oder für immer im Nirwana verschwinden, erscheint völlig offen. Die vielgepriesene ständige Verfügbarkeit von Inhalten im Streamingzeitalter bekommt durch solche Vorgehensweisen jedenfalls Risse.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Ja so hat Marvel auch fast aufgehört zu existieren. Die die nur am Geld interessiert sind und schnell einen Gewinn wollen das Zepter übernommen haben. Mal schauen ob in ein paar Jahren immer noch so von diesen Personen geschäftet wird.

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