Netflix mit drei neuen Originals aus Österreich

    „Was wir wollten“ mit Elyas M’Barek und zwei Thrillerserien

    Bernd Krannich – 09.09.2020, 13:20 Uhr

    Elyas M’Barek und Lavinia Wilson in „Was wir wollten“

    Drei neue Produktionen aus Österreich will Netflix in absehbarer Zukunft seinen Kunden weltweit präsentieren: Einerseits den Film „Was wir wollten“ mit Elyas M’Barek und Lavinia Wilson um einen unerfüllten Kinderwunsch, andererseits die Serien-Eigenproduktion „Kitz“ um die düsteren Geheimnisse hinter den feierlustigen Besuchern von Kitzbühel und schließlich das in Ko-Produktion mit dem ORF hergestellte „Totenfrau“, die Serienadaption eines Romans von Bernhard Aichner.

    Am weitesten fortgeschritten ist dabei die Umsetzung von „Was wir wollten“. Darin hat das Paar aus Alice (Lavinia Wilson; „Deutschland89“, „Andere Eltern“) und Niklas (Elyas M’Barek; „Türkisch für Anfänger“, „Fack ju Göhte“) seinen lange gehegten Kinderwunsch nach zuletzt fehlgeschlagenen Versuchen mit künstlicher Befruchtung unfreiwillig zu den Akten gelegt. Ein Urlaub auf Sardinien soll dabei helfen, sich auf die neue Situation einzustellen und den Frust zu vergessen – doch die Begegnung mit einer Familie, die all das hat, was Alice und Niklas wollten, lässt die Wunden nicht verheilen – ein Unglück stellt schließlich alles auf den Kopf.

    Kitz

    Das Strickmuster für die zunächst sechsteilige Serie „Kitz“ scheint nicht ganz neu: Ein Jahr nach dem Tod ihres Bruders schleicht sich die 19-jährige Lisi aus Kitzbühel in eine Gruppe von dekadenten Touristen aus München ein, die jedes Jahr in den Ski-Ort einfällt. Schnell tritt Lisi hier eine Lawine los, die mit unvorhersehbaren Konsequenzen und unglaublicher Gewalt die Welt von Glamour, Geld und Selbstgefälligkeit durcheinanderwirbelt.

    Odeon Fiction produziert die Serie.

    Totenfrau

    Wie schon bei „Freud“ werden Netflix und der ORF bei „Totenfrau“ zusammenarbeiten, das auf einem 2014 erschienenen Roman basiert und zunächst als Sechsteiler produziert werden soll. Im Zentrum der Romanvorlage steht Brünhilde Blum, die vieles an ihrem Leben hasst: ihren Vornamen, ihre verstorbenen Adoptiveltern und die Tatsache, dass sie durch deren Bestattungsunternehmen früh mit den düsteren Seiten des Lebens konfrontiert wurde.

    Mittlerweile hat sie das Unternehmen geerbt, ist glücklich und verheiratet, liebt ihre Kinder. Bis ihre Welt zusammenbricht: Ihr Mann Mark, der für die Kripo in Innsbruck arbeitet, kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben – der andere Unfallteilnehmer begeht Fahrerflucht, die Polizei kann ihn nicht ausfindig machen.

    Blum bricht zusammen. So kommt sie erst Wochen später dazu, die Unterlagen ihres Mannes zu sortieren – und findet darin eine Zeugenaussage, die sie auf eine Spur bringt: Der „Unfall“ war kein Unfall, die Ermittlungen von Mark hatten gefährliche Männer unruhig gemacht, die ihn aus dem Weg räumten. Denen versucht Blum jetzt das Handwerk zu legen – gerät aber schnell selbst ins Fadenkreuz.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen