„Made for Love“: Cristin Milioti („HIMYM“) kommt mit düsterer Tech-Satire nach Deutschland

    Ein Miliardär, seine Besessenheit und eine Frau auf der Flucht

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 28.07.2022, 12:19 Uhr

    „Made for Love“: Für Hazel (Cristin Milioti) wurde die „Liebe“ ihres Mannes zur Fessel – Bild: HBO Max
    „Made for Love“: Für Hazel (Cristin Milioti) wurde die „Liebe“ ihres Mannes zur Fessel

    Wie die perfekte Liebe aussieht, davon haben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Vorstellungen. Unerfreulich wird es, wenn man – wie die Protagonistin in „Made for Love“ – an einen Psychopathen gerät. RTL+ hat nun den 22. August als Termin für die Deutschlandpremiere der achtteiligen Auftaktstaffel der Serie verkündet.

    In der Near-Future-Sci-Fi-Serie geht es um digital unterstützte „Liebe“. Der soziopathische Tech-Milliardär Byron Gogol (Billy Magnussen) hat mit seiner Firma einen Chip entwickelt, den sich zwei Liebespartner implantieren können und der ihnen gegenseitig ermöglicht, an den Gefühlen des anderen direkt teilzuhaben, zu einer Person zu verschmelzen. Nur ist Gogol eben soziopathisch und hatte den Chip schon vorab insgeheim seiner Gattin Hazel Green (Cristin Milioti, „How I Met Your Mother“) implantieren lassen, die nach zehn Jahren Ehe unter dem von Gogol verordneten „Harmoniezwang“ leidet.

    Hazel flieht – aus ihrer Sicht – vor dem großen Tag, an dem sie das Implantat erhalten soll, zu ihrem entfremdeten Vater Herbert (Ray Romano) – der mittlerweile verwitwet ist und seine Gefühle auf eine Gummipuppe projiziert. Zu spät muss Hazel erkennen, dass Byron ihr den „Made for Love“-Chip eben bereits implantiert hat und er sie dadurch verfolgen kann (etwa, indem er sieht, was sie durch ihre Augen sieht). Hazel muss mit Geschick, Verschlagenheit und schwierigen Allianzen um ihre Freiheit von Gogol kämpfen – ihr einziges Druckmittel gegen den übermächtigen Milliardär ist, dass sie zur Bedrohung seines Wirtschaftsimperiums werden kann. Derweil muss sie sich auch mit ihrem schrulligen Vater auseinandersetzen: Eigentlich will der seine letzten Jahre gemeinsam mit seiner „synthetischen Partnerin“ Diane auf einer entlegenen Ranch in der Wüste verbringen. Als aber Hazel, sein einziges Kind, plötzlich bei ihm auftaucht, muss er sich alten Schuldgefühlen stellen und sein Leben wieder in die Hand nehmen.

    „Made for Love“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Alissa Nutting. Die Serie wird von Paramount Television verantwortet, „Maniac“-Schöpfer Patrick Somerville fungiert als Showrunner. S.J. Clarkson („Dexter“, „Orange is the New Black“) führt Regie und fungiert gemeinsam mit Nutting als Executive Producer. In den USA wurde das Format von HBO Max überraschend mit einer zweiten Staffel fortgesetzt, endete dann aber.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen