Langjährige „ARD-Buffet“-Moderatorin Jacqueline Stuhler gestorben

Prägende SWR-Journalistin moderierte mehrere Jugendsendungen

Glenn Riedmeier
Glenn Riedmeier – 27.10.2026, 17:41 Uhr

Jacqueline Stuhler (1956⁠–⁠2026) – Bild: SWR
Jacqueline Stuhler (1956⁠–⁠2026)

Ihr Name ist vielleicht nicht jedem auf Anhieb ein Begriff, doch ihr Gesicht ist vielen vertraut: Jacqueline Stuhler moderierte 11 Jahre lang die Mittagssendung „ARD-Buffet“. Darüber hinaus war sie über mehrere Jahrzehnte eine prägende Persönlichkeit des SDR sowie des nachfolgenden SWR. Nun ist die ehemalige Fernsehjournalistin und Moderatorin im Alter von 70 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Ihr Ehemann bestätigte den Tod gegenüber dem SWR.

Jacqueline Stuhler wurde am 23. April 1956 im bayerischen Lindau geboren und wuchs am Bodensee auf. Nach einem Volontariat bei der Nürnberger Zeitung und einem Studium der Theaterwissenschaft in Erlangen begann sie 1980 ihre journalistische Laufbahn als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk. Dort moderierte sie unter anderem die beliebten Jugendsendungen „Zündfunk“ und „Live aus dem Alabama“.

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Auch für den WDR war sie tätig: Die von ihr moderierte Kindersendung „Links und rechts vom Äquator“ wurde bundesweit in der ARD ausgestrahlt. Ebenso wie die Kinder-Talentshow namens „Die Oma-Opa-Mama-Papa-Guck-Mal-Show“, die zwischen 1987 und 1988 nachmittags im Ersten lief und im Western-Saloon des Phantasialand Brühl produziert wurde.

1990 übernahm Stuhler die Leitung der Innenpolitikredaktion des damaligen Süddeutschen Rundfunks (SDR). In dieser Funktion verantwortete sie die Sendungen „Pro + Contra“ sowie „Schlaglicht“, in der sie neben den aktuellen Nachrichten das Thema der Woche präsentierte.

Ein weiterer wichtiger Abschnitt ihrer Karriere begann 1998 mit der Mitarbeit im Gründungsteam des „ARD-Buffet“. In den folgenden 11 Jahren wurde sie zu einem der bekanntesten Gesichter der Ratgebersendung im Ersten. Von 2000 bis 2008 führte Stuhler zudem im „Wortwechsel“ Gespräche mit prominenten Persönlichkeiten. Zudem prägte sie das landespolitische Magazin „Ländersache“ im SWR Fernsehen für Baden-Württemberg. Zwischen 2009 und 2011 moderierte sie gemeinsam mit Jon Christoph Berndt die Gesprächsreihe „leben! Was Menschen bewegt“ auf EinsPlus, dem damaligen ARD-Digitalkanal.

Für ihre journalistische Arbeit wurde Jacqueline Stuhler mehrfach ausgezeichnet. 1982 erhielt sie den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus. 2001 folgte der Hans-Bausch-Mediapreis, den Wissenschaftspreis für gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten.

SWR-Intendant Kai Gniffke würdigt die verstorbene Journalistin: Jacqueline Stuhler war eines der prägenden Gesichter des SWR. Sie hat genau hingehört, die Menschen ernst genommen und auch komplexe Themen verständlich gemacht. Mit ihr verlieren wir eine kluge Journalistin und zugewandte Moderatorin.

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