„In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“: Neuzugang Isabella Krieger im Interview

    Assistenzärztin Viktoria Stadler hat heute ihre Premiere im Ersten

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 23.12.2021, 14:00 Uhr

    Isabella Krieger feiert heute Premiere bei „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ – Bild: ARD/Tom Schulze
    Isabella Krieger feiert heute Premiere bei „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“

    Eine schicksalhafte Begegnung bringt am heutigen Donnerstag zwei leidenschaftliche Mediziner zueinander – und letztendlich eine neue Assistenzärztin ans Johannes-Thal-Klinikum. Mit der 275. Episode feiert Isabella Krieger als Viktoria Stadler ihren Einstand beim Vorabend-Dauerbrenner „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ im Ersten. Viktoria hat zwar ihr Studium bereits abgeschlossen, findet aber keine Stelle als Assistenzärztin. So hält sie sich als Taxifahrerin über Wasser, als ausgerechnet der brillante, aber bissige Dr. Matteo Moreau (Mike Adler) als Fahrgast bei ihr zusteigt.

    fernsehserien.de-Redakteur Ralf Döbele konnte noch vor der Premiere mit Isabella Krieger sprechen, die frisch vom Studium kam, als sie kurz vor Weihnachten 2020 beim Casting in Erfurt überzeugte. In dem munteren Gespräch geht es um das ganz besondere Verhältnis zwischen Viktoria Stadler und ihrem zukünftigen Mentor Dr. Moreau, internationale Vorbilder der Schauspielerin und um die Sehnsucht nach Menschlichkeit im Gesundheitssystem. Zunächst muss aber eine Frage geklärt werden, die einfach auf der Hand lag…

    fernsehserien.de: Liebe Isabella, was natürlich an dir als neuer Hauptdarstellerin bei den „Jungen Ärzten“ auffällt, ist die Namensgleichheit mit Rebecca Krieger, die von Milena Straube verkörpert wird. War das gleich Thema, als du die neue Kollegin zum ersten Mal getroffen hast oder hat es vielleicht für lustige Situationen am Set gesorgt?

    Isabella Krieger: Es hat die Einsatzplanung am Anfang etwas komplizierter für alle gemacht. (lacht) Man wusste nie, mit wem man am Set zu rechnen hat – komme jetzt ich oder kommt Milena? Beim ersten Zusammentreffen mit Milena gab es dann aber viele andere Dinge zu erzählen.

    Taxifahrerin Viktoria Stadler (l.) muss sich gemeinsam mit Dr. Moreau (Mike Adler) einen Stammgast medizinisch versorgen ARD/​Jens-Ulrich Koch

    Viktoria Stadler taucht in der 275. Episode erstmals in der Serie auf. Die Mutterserie „In aller Freundschaft“ steuert munter auf die 1000. Folge zu. Führt man sich als neues Ensemble-Mitglied diese mögliche Dimension einer Serienrolle vor Augen oder setzt man einfach nur einen Fuß vor den anderen?

    Isabella Krieger: Ich kam frisch aus dem Studium. Ich glaube, ich habe überhaupt nicht über irgendwelche Konsequenzen nachgedacht. (lacht) Ich habe die Rollenbeschreibung und sieben oder acht Episoden gelesen und fand diese Viktoria Stadler einfach so fetzig geschrieben, dass ich richtig Lust gekriegt habe, sie zu spielen oder zumindest das Casting mitzumachen. Viktoria hat sich als Taxifahrerin ihr Medizinstudium finanziert und sucht jetzt ihre Stelle als Assistenzärztin, hat aber die Frist verpasst, alles super chaotisch. Ich habe das gelesen und dachte, ja, das kenne ich sehr gut. (lacht)

    Als Vorbereitung habe ich „Die jungen Ärzte“ geguckt und gemerkt, dass darin unglaublich sympathische Leute auftauchen, also nicht nur talentierte Schauspieler:innen, sondern auch sympathischen Figuren. Da habe ich nicht über die Konsequenzen nachgedacht, sondern dachte nur, da will ich dabei sein! Selbst ein Dr. Moreau, dem man manchmal einfach in die Fresse schlagen will (lacht)… das darfst du gerne drucken!

    (lacht) Ich glaube, dieser Wunsch ist in dem Fall kein besonders großer Schock… Aber Mike Adler, der von Anfang an Dr. Moreau spielt, hat dann auch bei deinem Casting eine besondere Rolle gespielt.

    Isabella Krieger: Ich wurde nach Erfurt eingeladen und hatte noch nie erlebt, dass ein Casting quasi im Original-Kontext stattfindet – also mit Regie, Kamera, Beleuchtung. Es war eine Szene zwischen Moreau und Viktoria, die es in der Serie so nicht gibt und auch nicht geben wird, die aber so geschrieben war, dass man die Dynamik zwischen den beiden erkennen kann. Ich war die Letzte an dem Tag. Es war schon relativ spät und ich saß auf heißen Kohlen und war aufgeregt. Schließlich hat man mich abgeholt, in die Maske gebracht und ich kam in einem lila Kasack herunter und dann stand da Mike – er war viel größer, als ich gedacht hatte!

    Ich glaube, mein großes Glück war, dass ich es innerhalb von drei Minuten geschafft habe, ihn zum Lachen zu bringen. Danach lief die Szene wie von alleine. Wir haben einfach gezockt und gut miteinander gespielt. Mike würde das sicher ganz anders beschreiben, aber er hat mir wirklich geholfen. Es gab Momente, in denen er zu mir kam und mir Vorschläge machte, die Stimmung war einfach produktiv. Da dachte ich: Ja, so will ich arbeiten, darauf habe ich richtig Lust. Mike und ich haben uns auf Anhieb gut verstanden und ich schätze ihn nach wie vor. Er bringt immer das Beste aus mir raus. Und ich kann darauf bauen, dass er ehrlich mit mir ist: „Ey, Krieger, du bist scheiße…“ (lacht)

    Also bist du mit einem sehr guten Gefühl aus dem Casting rausgegangen?

    Isabella Krieger: Normalerweise bin ich sehr skeptisch, selbst wenn ich ein gutes Gefühl habe. Ich vertraue mir da nie, weil ich auch ein wenig Angst vor Enttäuschungen habe. Aber bei diesem Casting hatte ich ein gutes Gefühl – und so bin ich auch empfangen worden, als ich anfing. Der Eingewöhnungsprozess war richtig kurz, ich war recht schnell einfach Teil dieser Familie.

    Auf der nächsten Seite spricht Isabella Krieger darüber, was sie und ihr Kollege Mike Adler mit Shrek und seinem treuen Begleiter, dem Esel, gemeinsam haben.

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