Helena Fürst wird zur „Kämpferin aus Leidenschaft“

    RTL verpasst Doku-Soap neues Konzept

    Michael Brandes – 13.06.2014, 10:37 Uhr

    Helena Fürst – Bild: RTL / Ruprecht Stempell
    Helena Fürst

    Helena Fürst ist nicht mehr die „Anwältin der Armen“. Die langjährige Doku-Soap-Aktivistin bekommt von RTL (schon wieder) eine neue Rolle und tritt künftig als „Kämpferin aus Leidenschaft“ in Erscheinung.

    Es sei an der Zeit, Fürsts „thematisches Spektrum zu erweitern“, teilt RTL mit. Unter dem neuen Titel „Helena Fürst – Kämpferin aus Leidenschaft“ soll sie weiterhin unverschuldet in Not geratenen Menschen unter die Arme greifen. Der Fokus liegt allerdings künftig nicht mehr auf Hartz-IV-Fällen. Stattdessen betreut Fürst Familien, die in Konflikt geraten mit knauserigen Krankenkassen, untätigen Behörden, teuren Handwerkern und unfairen Banken. Der Privatsender verspricht „ein modernes Help-Format mit echten Fällen und großen Emotionen“.

    Helena Fürst startete ihre Doku-Soap-Karriere 2008 auf der Gegenseite: In „Gnadenlos gerecht“ begab sie sich als „Sozialfahnderin“ im Auftrag von Behörden und Sat.1 auf die Suche nach „Hartz-IV-Betrügern“. Politiker und soziale Verbände liefen gegen die klischeetriefende Sendereihe Sturm (fernsehserien.de berichtete), Hartz-IV-Empfänger verklagten den Sender (fernsehserien.de berichtete). Die Quoten waren gut, dennoch verzichtete Sat.1 aufgrund des verheerenden Medienechos lieber auf eine weitere Staffel. Damals hatte der Sender offenbar noch Sorge um seinen Ruf.

    Für RTL verwandelte sich Fürst dann in die „Anwältin der Armen“. In dieser Rolle war sie zunächst in unregelmäßigen Abständen im RTL-Mittagsmagazin „Punkt 12“ zu sehen, um „gegen Behördenwillkür und Amtsmissbrauch“ vorzugehen. Nachdem ein Pilot mit dem Titel „Helena kämpft für Dich“ beim Publikum gut ankam, erhielt die wandlungsfähige Protagonistin schließlich ihr eigenes Format „Helena Fürst – Anwältin der Armen“, in dem sie Hartz-IV-Empfängern den Weg durch den Paragraphendschungel bahnen sollte.

    Die Doku-Soap lief bei RTL zuerst am Mittwochabend, wechselte zur zweiten Staffel auf den sonntäglichen Vorabend und wurde danach auf den Montag geschoben, wo die Sendung während Günther Jauchs Sommerurlaub um 20:15 Uhr lief. Immerhin sahen dort im Schnitt knapp drei Millionen pro Abend zu. Die sechs neuen Folgen unter dem Titel „Helena Fürst – Kämpferin aus Leidenschaft“ werden nun wieder am sonntäglichen Vorabend ausgestrahlt, ab 20. Juli jeweils um 19:05 Uhr.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Die Sender RTL und SAT1 sind derzeit bei mir auf den Plätzen 4 und 5 programmiert, allerdings könnte ich sie auch auf die Plätze 30 und 31 legen, die zeigen in letzter Zeit wirklich nur noch Grütze.
      Ich hoffe das diese ganzen "Sozialpornos" langsam mal ein Ende finden, mir wird nämlich mittlerweile schlecht wenn ich solche Sendungen länger als ein paar Minuten ertragen muss...
      • am via tvforen.de

        Wer?
        Naja, ist ja RTL, also eh nicht auf meiner Fernbedienung...
        Kligt irgendwie nach "Schwarch-Gähn-Dummfug".
        • am via tvforen.de

          ist wieder so ne Tusse , die im TV auf Gutmensch macht, in echt sind ihr die Leute wahrscheinlich sch....egal. Nur die Quote zählt und das meist ist sowieso gestellt.
        • am via tvforen.de

          Meine Bekannte hat große Hunde (BX).
          Einmal war ein Fernsehteam bei ihr um zu filmen.
          Sie sollte dann "mal richtig böse Hunde" zeigen.
          Hat sie nicht gemacht, diese Hunde wissen eh nicht was böse ist, die sind groß, faul und todlieb.
          Zusammengeschnitten haben sie dann gähnende und spielende Hunde denen sie ins Maul gefilmt haben und dass als "böse Hunde" gezeigt.
          Seitdem ich das weiss, glaub ich nicht nur den Privaten eh nix mehr.
        • am via tvforen.de

          gähn ... wer brauchrt diese Dame und dieses Format - niemand ....

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