HBO findet Starttermin für schwarzhumorige Kirchendramedy „The Righteous Gemstones“

    Erwachsene Kinder eines Fernsehpredigers wollen ins Rampenlicht

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 03.07.2019, 17:09 Uhr

    Streiten frühzeitig um das Erbe ihres Vaters: „The Righteous Gemstones“ – Bild: HBO
    Streiten frühzeitig um das Erbe ihres Vaters: „The Righteous Gemstones“

    US-Sender HBO hat ein Startdatum für seine nächste scharfzüngige Comedy „The Righteous Gemstones“ festgezurrt: Am 18. August läuft die Serie vom Stapel. Im Zentrum steht der Gemstone-Clan, der in den USA ein enorm erfolgreiches Imperium als Fernsehprediger („Tele-Evangelist“ oder einfach „Televangelist“) betreibt.

    Der Familie steht der von John Goodman dargestellte Patriarch Eli vor. Wie der neuste Trailer zeigt, stehen aber dessen drei erwachsene Kinder im Zentrum, die sich bereits jetzt um die Nachfolge und die größten Stücke vom Kuchen streiten.

    Danny McBride („Vice Principals“) spielt den ältesten Sohn Jesse, der einerseits noch im Schatten des Vaters lebt, andererseits aber schon seinen eigenen Schritt ins Rampenlicht plant. Dabei will er auch eine Modernisierung des „Familienbetriebs“ vorantreiben und hat hochgesteckte Ziele. Cassidy Freeman („Smallville“, „Longmire“) spielt Amber, Jesses Ehefrau.

    Edi Patterson porträtiert Jesses jüngere Schwester Judy (Tim Baltz stellt ihren Verlobten BJ dar), während Adam DeVine („Workaholics“) als Kelvin das jüngste von den drei Kindern von Eli ist, das rebellischste.

    Der Trailer zeigt, dass Kelvin von seinen beiden älteren Geschwistern nicht für voll genommen wird und dass sich Jesse gerne in den Mittelpunkt stellt.

    Der Cast wird ergänzt von Tony Cavalero als Ex-Satanist Keefe Chambers, der von Kelvin „gerettet“ wurde und Greg Alan Williams als Martin Imari, ein konservativer gebürtiger Kenianer, der als rechte Hand des Familienpatriarchen fungiert.

    In Sachen „Finanzierung religiöser Gemeinschaften“ ist Deutschland mit der über den Staat eingezogenen Kirchensteuer ein echter Sonderfall. In anderen Ländern und insbesondere den USA sind Kirchen eben auf das Geld ihrer jeweiligen Gläubigen angewiesen. Und mit ihren enormen Reichweiten haben Fernsehprediger da einen Vorteil. „Männer Gottes“ (und auch selteneren „Frauen Gottes“), die sich nicht an ihre eigenen Predigten halten, waren zuletzt häufiger Themen von TV-Serien.

    Bei Netflix etwa läuft die Serie „Greenleaf“ um eine Familie, die einer Megachurch vorsteht, daneben kommt mit „Filthy Rich“ demnächst eine neue Serie zu dem Thema zum US-Sender FOX, die auf einem neuseeländischen Vorbild beruht.

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