„Gotthard“: Zweiteiler über Bau des Tunnels vor Weihnachten im ZDF

    Koproduktion mit ORF und SRF

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 17.10.2016, 16:02 Uhr

    „Gotthard“: Tommaso (Pasquale Aleardi), Max (Maxim Mehmet) und Anna (Miriam Stein) – Bild: ORF/SRF/Zodiac Pictures
    „Gotthard“: Tommaso (Pasquale Aleardi), Max (Maxim Mehmet) und Anna (Miriam Stein)

    In Koproduktion mit dem Schweizer Fernsehen SRF und dem österreichischen ORF hat das ZDF den historischen Zweiteiler „Gotthard“ über den Bau des ersten Tunnels durch den Schweizer Berg Ende des 19. Jahrhunderts gedreht. Nun liegt ein Sendetermin für die Deutschlandpremiere vor. Das ZDF zeigt den ersten Teil am Montag, 19. Dezember, um 20.15 Uhr. Der zweite Teil folgt am Mittwoch, 21. Dezember zur gleichen Zeit. Im An­schluss an Teil 2 ist eine zugehörige Dokumentation von Michael Petsch zu sehen.

    Der Bau des Gotthard-Tunnels war zur damaligen Zeit die größte Baustelle Europas. In der unberührten Schweizer Landschaft entstand eine ganz neue, chaotische Ansiedlung mit Tausenden Arbeitern aus vielen Ländern. Doch der Kampf gegen die Natur und brutale Arbeitsverhältnisse forderten auch viele Opfer durch seuchenartige Krankheiten und Katastrophen bei der gefährlichen Arbeit im tiefen Berg. Außerdem behinderten Arbeiterrevolten und deren Niederschlagung den Bau, und die Bergwerksgesellschaft war ständig von der Pleite bedroht. Doch für alle Beteiligten stand das große Ziel im Vordergrund, den Berg zu bezwingen und den Tunnel zu vollenden.

    Im Fokus des zweiteiligen Films stehen die menschlichen Schicksale sowie die Höhen und Tiefen, die unmittelbar mit dem Bauprojekt verbunden waren. Eine Schweizer Fuhrmannstochter (Miriam Stein), ein deutscher Ingenieur (Maxim Mehmet) und ein italienischer Minenarbeiter (Pasquale Aleardi) bilden die drei Hauptfiguren in einem großen Ensemble, zu dem auch Marie Bäumer, Joachim Król, Maximilian Simonischek und Roeland Wiesnekker zählen. Aus ihrer Perspektive sollen komplexe, emotionale und spannende Geschichten erzählt werden, die sich jedoch an die historischen Fakten halten. Sie lieben und sie zerstreiten sich, beziehen bei den harten Konflikten gegensätzliche Positionen und finden doch immer wieder zusammen.

    Regie führte Urs Egger nach einem Drehbuch von Stefan Dähnert.

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