arte kündigt für dieses Frühjahr das sechsteilige Drama „Etty“ in Erstausstrahlung an. Die niederländisch-französisch-deutsche Koproduktion spielt in der Gegenwart und wurde von dem Leben und Schicksal der jüdischen Studentin Etty Hillesum inspiriert, die 1943 im Alter von 29 Jahren in Auschwitz ermordet wurde. In den Hauptrollen sind Julia Windischbauer („Para:dies“) und Sebastian Koch („Die Manns – Ein Jahrhundertroman“) zu sehen.
Gezeigt werden die ersten drei Episoden am Donnerstag, den 21. Mai ab 21:40 Uhr am Stück, gefolgt von der zweiten Hälfte der Miniserie eine Woche später, am Donnerstag, den 28. Mai ebenso ab 21:40 Uhr. Die komplette Miniserie steht zudem ab dem 13. Mai für ein halbes Jahr bei arte.tv online auf Abruf zur Verfügung.
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Im Zentrum steht die niederländische Studentin Etty (Windischbauer), die unter Depressionen leidet und erstmals den Psychochirologen Julius Spier (Koch) aufsucht, dessen unkonventionelle Methoden sie faszinieren. Er nimmt einen Abdruck ihrer Hand und sie verabreden sich zu einem weiteren Termin. Während Etty durch Spier Inspiration zum Schreiben erhält, demonstrieren an der Universität Amsterdam die Menschen gegen den erstarkenden Faschismus. Etty konzentriert sich jedoch gerade lieber auf ihre Schriftstellerei, schließlich hat sie Großes vor.
Als sie jedoch erfährt, dass ihr geschätzter Professor Van Donker Suizid begangen hat, bricht ihre Welt zusammen. Er war wegen seiner politischen Orientierung entlassen worden und hatte jede Zuversicht verloren. Getrieben von Trauer und Orientierungslosigkeit kehrt Etty zu Julius Spier zurück, der in ihr eine tiefe innere Zerrissenheit erkennt. Zwischen Julius’ Analyse und der körperlichen Konfrontation verschwimmen für Etty die Grenzen. Überfordert von Gefühlen, die sie nicht einordnen kann, fasst Etty einen Entschluss.
„Etty“ stammt vom israelischen Regisseur und Autor Hagai Levi, Schöpfer der israelischen Vorlage „BeTipul“ zum HBO-Serienhit „In Treatment – Der Therapeut“ sowie Schöpfer der Serien „Scenes from a Marriage“ und „The Affair“. Als Vorlage für die Serie hat sich Levi von den Tagebucheinträgen und Briefen der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum (1914–1943) inspirieren lassen, in denen sie von ihrer menschlichen und spirituellen Entwicklung unter den Bedingungen von Krieg und Verfolgung schreibt. Dabei versetzt der Autor das historische Geschehen in die Gegenwart, was der Serie eine brisante Aktualität verleiht. „Etty“ feierte auf der Biennale 2025 in Venedig Weltpremiere.