Erfolgreicher Start für Maddins erste Sitcom

    Tapferer Schneider unterbricht Negativtrend

    Mario Müller – 21.01.2008

    Endlich mal wieder ein Lichtblick am Comedy-Himmel! In jüngster Vergangenheit jagte ein Comedy-Flop den nächsten, besonders der Sat.1-“Fun-Freitag“ deklassierte sich selbst und wird immer mehr zum Synonym für schlechte Unterhaltung. Von den drei am 4. Januar gestarteten Comedy-Sendungen konnte bisher nur „Two Funny“ gagmäßig als auch (zumindest einigermaßen) quotenmäßig überzeugen. Das ebenfalls neue „Das iTeam“ wurde bereits nach zwei Folgen abgesetzt (fernsehserien.de berichtete), und Markus Maria Profitlichs „3 ein Viertel“ dürfte sich aufgrund ebenso mangelnden Zuschauerinteresses auch nicht mehr lange halten.

    Auch die am vergangenen Freitag gestartete Klischee-Test-Show „Alles typisch“ mit Janine Kunze ist beim Publikum durchgefallen und erreichte um 20:15 Uhr gerade mal 1,29 Millionen Zuschauer bzw. 0,87 Millionen in der Zielgruppe (MA: 7,2%). Auch hier hätte man lachen sollen – man hätte nur wollen müssen. Aber offenbar reicht es nicht, hysterische Beifallsstürme des Publikums einzuspielen, sobald die Stimme der Moderatorin auch nur leicht nach oben geht. Wermutstropfen für Sat.1 (nicht für den Zuschauer): Comedy-Konkurrent RTL hatte mit neuen Folgen von „Angie“ mit Mirja Boes und der neuen Serie „Herzog“ mit Niels Ruf am Freitag ebenso wenig Erfolg, obwohl letztere wegen durchaus gelungener Szenen eher unverdient im Quotental landete.

    Nachdem auch der Sat.1-Schwestersender ProSieben mit seinem Sitcom-Neustart „Volles Haus“ gestern die unterirdischen Quoten der Vorwoche nochmals unterbieten konnte, schaute man bei Sat.1 sicher mit gewissem Bangen auf Maddin Schneiders neue 8-teilige Serie „Maddin in Love“, die der Sender seit gestern immer sonntags um 19:15 Uhr in Doppelfolgen ausstrahlt (fernsehserien.de berichtete).

    Und Maddin konnte den Abwärtstrend tatsächlich unterbrechen! Die erste Folge wollten insgesamt bis zu 3,54 Millionen Zuschauer sehen. Bei den 14 bis 49-jährigen Zuschauern entsprach das einem Marktanteil von 11,4 Prozent. Die zweite ausgestrahlte Episode um 19:45 Uhr konnte diesen Marktanteil sogar noch auf 16 Prozent steigern.

    Aber was unterscheidet „Maddin in Love“ von vielen anderen Serien? Es gibt keine nervenden Lacher vom Band, die an völlig unlustigen Stellen die Zuschauer zum Lachen nötigen. Es gibt keine hektischen Wortgefechte, und platte Gags halten sich einigermaßen in Grenzen. Zudem handelt es sich nicht um eine Adaption oder ein Remake einer ausländischen Serie, sondern um ein eigens für Maddin Schneider entwickeltes Format.

    Es gibt eine wichtige Grundregel, an der ein Sender feststellen kann, ob eine Comedy-Serie funktionieren könnte: Man sollte an einigen Stellen lachen können.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Heinz Schenk fand ich lustig.
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        Ich fand's nicht einmal so schlecht.
        Man kann zwar ahnen wie ausgeht, dennoch war ich positiv überrascht.
        In einem anderen Thread wurde schon darüber geschrieben,da war fast alles
        nur negativ.Auch wenn man Ihn nicht gut findet,es tut auch mal gut wieder eine Serie zusehen, die auch mal mit hau drauf Comedy auskommt.

        BÄRLE
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        Naja, der Maddin hat ja den Vorteil, dass man schon lachen kann, sobald man ihn sieht. Auch wenn man ihn schon öfter gesehen hat. :-))

        Ich fands lustig.


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