„Ella Schön“: Beliebte ZDF-Reihe mit Annette Frier geht überraschend zu Ende

    Drei neue Folgen ab Ende April

    Vera Tidona – 11.03.2022, 17:26 Uhr

    „Ella Schön“ mit Annette Frier (l.) und Julia Richter (r.) – Bild: ZDF/Rudolf Wernicke
    „Ella Schön“ mit Annette Frier (l.) und Julia Richter (r.)

    Annette Frier meldet sich als „Ella Schön“ mit frischen Folgen zurück, doch danach ist Schluss! Wie nun das ZDF bestätigt, wird mit den drei neuen Folgen die beliebte Reihe beendet, die regelmäßig für hervorragende Einschaltquoten beim Mainzer Sender sorgt. Gezeigt werden die abschließenden Episoden ab dem 24. April sonntags um 20:15 Uhr. Den Anfang macht „Das Glück der Erde“, gefolgt von „Freischwimmer“ am 1. Mai und „Seitensprünge“ am 8. Mai. Zudem stehen ab dem 16. April sämtliche elf Folgen der Reihe in der ZDFmediathek zur Verfügung.

    Nach elf wunderbaren Filmen und einer tollen Zeit auf Fischland möchte ich nun auch wieder für neue Herausforderungen offen sein – darauf freue ich mich sehr. Die Drehzeit auf dem Darß mit meinen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen vor und hinter der Kamera war immer intensiv und bereichernd, ich habe meine Rolle und die mit ihr dort verbrachte Lebenszeit sehr genossen. Eine feste Reihe bedeutet aber logischerweise auch eine klare langfristige Verabredung, die Zeit für andere Projekte ist sehr limitiert. Daher habe ich mich nun entschlossen, mich von meiner Figur ‚Ella Schön‘ zu verabschieden. Sie wird mir fehlen mit all ihren verschrobenen Wunderlichkeiten. Danke, Fischland, es war mir ein Fest!, verabschiedet sich Annette Frier.

    Der preisgekrönte Comedystar verkörpert seit dem ersten Film „Die Inselbegabung“ aus dem Jahr 2018 die etwas unkonventionelle Anwältin Ella Schön, die mit einer Asperger-Syndrom-Diagnose lebt und nach dem Tod ihres Mannes ein Haus auf Fischland nebst Schulden erbt. Vor Ort wird sie mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr Mann eine andere Frau hatte: Die alleinerziehende Christina Kieper (Julia Richter) lebt mit ihren Kindern in dem besagten Haus und macht keinerlei Anstalten, dieses zu räumen. Die beiden Frauen freunden sich nach anfänglichen Schwierigkeiten an und meistern die Höhen und Tiefen des Alltags mit neuer Liebe und Partnerschaften.

    In den drei neuen und finalen Folgen wartet eine neue Liebe auf Ella, während die ungewöhnliche Familie vom Schicksal herausgefordert wird und beweisen muss, dass sie stark genug ist, eigene Wege zu gehen. In „Das Glück der Erde“ vertritt Ella Schön als Anwältin ein Pferd: Klaras Freundin Leonie (Luise Kretschmer) sitzt nach einem schweren Kletterunfall im Rollstuhl und macht erst wieder Fortschritte, seit sie mit der Reittherapie begonnen hat. Jetzt soll ausgerechnet dieses Pferd geschlachtet werden. Privat versucht Ella die Trennung von Jannis (Josef Heynert) zu verarbeiten, während Christinas Sohn Ben (Oscar Brose) fürs Studium das heimische Nest verlässt.

    In „Freischwimmer“ vertritt Ella den Hotelbesitzer Teetz (Reiner Schone), der das Porträt seiner Frau Inge (Adriana Altaras), eine Aktmalerei, erst kauft und dann in betrunkener Eifersucht öffentlich zerstört. Gleichzeitig betrachten Ella und Christina nach einer feucht-fröhlichen Nacht ihre Freundschaft auf einmal im ganz neuen Licht.

    Die letzte Folge „Seitensprünge“ kündigt einige Änderungen und einen Neustart an: Ella Schön übernimmt einen zunächst vermeintlich banalen Fall um einen Führerscheinentzug von Bürgermeisterin Ulla Lüttjens, der zu einem handfesten Ehedrama wird, bei dem Ella einiges an Fingerspitzengefühl braucht. Als Folge daraus zieht Ulla kurzerhand bei Ella und Christina ein und schon bald fliegen die Fetzen. Derweil erhält Christina das Angebot, ein Café in Berlin zu eröffnen und da Ben bereits in Berlin wohnt, liebäugelt sie mit einem Tapetenwechsel. Auch Ella bekommt ein interessantes Jobangebot und muss sich plötzlich entscheiden, ob und wie ihr Leben an der Ostsee weitergehen soll.

    In weiteren Rollen sind Rainer Reiners, Tanja Schleiff, Zora Müller und Gisa Flake dabei. Regie führt Holger Haase nach den Drehbüchern von Simon X. Rost und Elke Rössler. Die „Herzkino“-Reihe „Ella Schön“ wird seit der ersten Folge im Jahr 2018 von Dreamtool Entertainment im Auftrag des ZDF produziert.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1935) am

      Das finde ich sehr schade.
      • am

        Hallo Moderation,
        habt Ihr wirklich meine ironisch-kritische Antwort auf den Beitrag von "guck_zu" gelöscht?
        Warum?
        Ich habe aufgezeigt, wie beleidigend Menschen mit Behinderungen solche Äußerungen wie "Autismus nervt ..." auffassen können.
        Das war konstruktiv und nachdenklich machend gemeint. Nicht gemerkt?
        • am

          Irgendwie schade, auch wenn der Autismus der Anwältin (Frier) auf die Dauer nervt und das Thema erschöpft ist. Ich werde vor allem Julia Richter vermissen, man sieht sie viel zu selten.
          • am

            Ja, nicht wahr!? Autismus nervt. Oder Menschen mit Spastiken, oder Trisomie 21. Die zeigt man in letzter Zeit auch öfter im Fernsehen. Oder Blinde.
            Die will man doch gar nicht sehen, wenn man sich abends wohl fühlen will. So eine Zumutung!!!
            VORSICHT, IRONIE !
            Ist dir klar, "guck_zu", was du mit deinem Kommentsr für ein Weltbild verbreitest und unterstützt?
            Ja, ich weiß, sooo hast du das nicht gemeint!
          • am

            Der Autismus der Anwältin ist ein Hauptthema der Reihe.
            Dein Beitrag ist ein bisschen, wie sich beschweren, daß beim TATORT ständig Polizisten zu sehen sind. Und dann fragen die immer nach Alibis, echt nervend!
        • am

          Schade, habe Annette Frier sehr gerne in dieser Rolle gesehen.
          • (geb. 1963) am

            Mein Geschmack war die Reihe nie. Hab nur einmal geguckt, hatte mir gereicht
            • am

              und tschuess
          • am

            Das ist wirklich schade, denn Anette Frier spielt so überzeugend das es mir manchmal den Atem raubte.
            • (geb. 1976) am

              Überraschend? Annette Frier wird einfach keine Zeit mehr dafür gehabt haben. Die ist ja mittlerweile gefühlt in jeder zweiten deutschen Produktion zu sehen.
              • (geb. 1986) am

                z. B. beim Vorspann mit der Sendung mit der Maus.

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