„Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“: Epischer Trailer von der San Diego Comic-Con

    Trotz eines gewonnenen Krieges zieht erneut Dunkelheit über Mittelerde auf

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 22.07.2022, 20:52 Uhr

    „Herr der Ringe“-Serie mit Morfydd Clark als junge Elbin Galadriel – Bild: Amazon Studios
    „Herr der Ringe“-Serie mit Morfydd Clark als junge Elbin Galadriel

    Am 2. September ist es soweit: Amazon veröffentlicht die Auftaktstaffel von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“. Ein Auftritt bei der San Diego Comic-Con war dabei der nächste große Schritt auf der Marketing-Zielgeraden für das erstmalig Ende 2017 angekündigte Projekt.

    Im Umfeld der Comic-Con wurde ein neuer, dreiminütiger Trailer veröffentlicht. Der zeigt, dass die Bewohner von Mittelerde gerade erst einen verlustreichen Kampf hinter sich hatten und hofften, nach ihrem Sieg über Melkor, nun in einem friedlichen Zeitalter zu leben. Doch sie haben die Rechnung ohne dessen Anhänger Sauron gemacht, der sich nun mit seinem perfieden Plan zu großer Macht aufschwingen will.

    Einstweilen wiegen sich zahlreiche Bewohner von Mittelerde noch in der Sicherheit, dass Melkor niedergerungen wurde. Die ersten Mahner des aufziehenden Unheils – wie Galadriel (Morfydd Clark) – finden kein Gehör, während Sauron (im Trailer recht wörtlich) aus dem Untergrund kriecht.

    Langfristig will er mit der Herstellung mehrerer magischer Ringe für die Herrscher der verschiedenen Völker diese korrumpieren und deren Völker unterwerfen – denn alle Ringe sind an den Einen Ring gebunden, den Sauron für sich behält.

    Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
    Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
    Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun.
    Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron,
    Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
    Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
    Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.
    Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

    Nachdem ein früherer Trailer vom Wochenende einen Blick auf diejenigen unter den verschiedenen Völkern von Mittelerde warf, die sich Saurons Plänen und seinen orkischen Horden entgegenstellen werden (fernsehserien.de berichtete), steht im neuesten Trailer nun der Auftakt von Saurons Kampagne im Zentrum, deren Beginn nur die Sensibelsten wahrnehmen. Obwohl es um drohendes Unheil geht, will der Trailer doch auch Hoffnung sähen – eben weil es jene gibt, die sich dem Unheil für die Welt entgegenstellen wollen:

    Nachdem Amazon für die Rechte an einer „Herr der Ringe“-Serie nach Presseberichten alleine 250 Millionen US-Dollar investiert hatte, steht nun also die erste Staffel an. Deren Handlung spielt Tausende von Jahren vor den bekannten und erfolgreich verfilmten J.R.R.-Tolkien-Geschichten „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“, die sich mit den Spätfolgen von Saurons Plan beschäftigen – Tolkien hatte daher dazu auch umfangreiche Texte verfasst, die aber Amazon nun genügend Raum zum ungebundenen Ausgestalten lassen (lebenslange Tolkien-Fans werden vermutlich trotzdem viele Umsetzungen finden, die nicht mit den Vorlagen übereinstimmen; etwa die Timeline der Geschehnisse soll arg gestrafft sein und die Serie soll Ereignisse umfassen, die in Tolkiens Mittelerde hunderte Jahre auseinanderlagen).

    Eine zweite Staffel wird aktuell bereits in Großbritannien erstellt. Dem Vernehmen nach plant Amazon für die Hauptserie fünf Staffeln, auch die Ausweitung des Franchises durch Spin-Offs ist angedacht.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1977) am

      Die ethnische Säuberung zwischen der Serie und den Filmen war anscheined richtig heftig. Visuell alles top, aber den aufgezwungenen woke Schwachsinn können sie behalten.
      Warum muß man die originale Lore ändern?
      • am

        Und wenn hier einer was schreibt, was einfach einen wahren Kern hat, wird er von Möchtegern Gutmenschen als Rassist oder Wirr dargestellt. Das einzige beschämende sind die Menschen, die mit Scheuklappen durch die Welt irren und NUR Rechte und rassistische Propaganda sehen.
        Tolkiens Welt basiert auf nordische Mythen und da gab es keine Schwarzen. FAKT.
        Schaue ich mir etwas über alte chinesische Dynastien an, will ich auch keinen Schwarzen ODER Weißen in einer der Dynastien sehen.
        Ich will auch keinen Schwarzen Bond und keinen Weißen Black Panther oder chinesischen Shaft.
        Ich begrüße aber guten Stoff über andere Kulturen.
        Wahrscheinlich können ein paar Dumpfbacken damit auch nicht umgehen.
        • am

          Außerdem, wie passt es dann zu den Jackson Filmen, dass von schwarzen Elben und Zwergen nichts zu sehen und auch keine Rede mehr ist???
          Ansonsten gefällt mir dieser Trailer recht gut.
      • (geb. 1967) am

        auch hier wieder das übliche negative Gesabbel, die Serie basiert auf den Werken von Tolkien,
        wo ist das Problem?, mich hat der SDCC 2022 Trailer überzeugt, ich bin ab 02.09.2022 dabei
        • (geb. 1966) am

          Ich weiß nicht ob sich Fans der HdR Trillogie tatsächlich dieser Serie anschließen
          können. Sicher, die Umsetzung sieht pompös aus, aber die Figuren
          entsprechen eben nicht Tolkiens Vorstellungen.

          Schwarze Elben und Zwerge haben so nichts mehr mit der Welt zu tun, wie
          sie Tolkien erdacht hat.
          Zumal Völker, die in Bergen oder unter der Erde leben nicht wirklich von
          dunkler Haut profitieren. Mit dieser Serie soll also die breite Masse
          poltisch korrekt angesprochen werden, so wird aber der HdR zerstört. Und
          nein, das hat nix mit Rassismus zu tun.
          • am

            Ihr Profilname passt zu Ihrem Kommentar.
          • (geb. 1987) am

            Ich persönlich würde eher sagen, dass schlechte Dialoge, wenig überzeugende Charaktere oder eine unlogische Handlung den Geist von Mittelerde zerstören. Die Tatsache, dass hier die Hautfarbe als einziger Kritikpunkt genommen wird, ist rassistisch. 
            Und es zeigt, dass hier jemand die Bedeutung von Repräsentation nicht verstanden hat oder verstehen will. Ich bin es Leid, von "Fans" immer das Gleiche zu hören. In so vielen Franchises wird bei sogenannten Kritiken immer die Hautfarbe und immer das gleiche Argument "es wäre historisch nicht korrekt/ würde die Vorlage zerstören" aufgegriffen.
            Hautfarbe, sexuelle Orientierung, Gender sind hier für die Handlung der Serie weniger relevant, aber nicht für die Zuschauer*innen, die sich hier in den Figuren wiederfinden können. Und sei es nur mit einem "die Figur hat die gleiche Hautfarbe/Orientierung/etc. wie ich".
            Die Welt besteht nicht nur aus alten, weißen Menschen.
          • (geb. 1954) am

            Ihr Profilname ist Programm: Kinderprogramm!
          • (geb. 1954) am

            Gruselig, welche Absurditäten eine ideologische Verblendung hervorbringt.

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