„Der Deutsche Fernsehpreis“ wird 2015 komplett umgebaut

    Maischberger, Heufer-Umlauf und Sigl moderieren kommende Gala

    Mario Müller – 12.09.2014, 15:28 Uhr

    "Der Deutsche Fernsehpreis" wird 2015 komplett umgebaut – Maischberger, Heufer-Umlauf und Sigl moderieren kommende Gala – Bild: Der Deutsche Fernsehpreis GmbH

    Wenn am 3. Oktober um 22:00 Uhr „Der Deutsche Fernsehpreis“ zum letzten Mal in seiner bisherigen Form im Ersten ausgestrahlt wird, könnte es auch das letzte Mal sein, dass er als aufgezeichnete Konserve über den Sender geht. Wie WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn gegenüber dem Branchendienst DWDL sagte, wünsche er sich, dass die Veranstaltung in Zukunft live gesendet werden würde, um auch überraschende und unvorhersehbare Elemente zu ermöglichen.

    Als weitere wichtige Idee bringt er eine Teilung der Preisverleihung ins Spiel, wie sie etwa bei den US-amerikanischen Primetime Emmys und den Creative Arts Emmys praktiziert wird. Es geht darum, wieder mehr Kategorien anzubieten, in denen vor allem auch die kreativen Köpfe hinter den Kameras gewürdigt werden. Die erste größere Preisverleihung solle intern und ohne TV-Ausstrahlung ausgerichtet werden, während in einer zweiten fernsehgerechten Show auch die TV-Zuschauer mit der unterhaltsamen Auszeichnung ihrer Bildschirm-Lieblinge zum Zuge kämen. Schönenborn verweist ausdrücklich darauf, dass es sich lediglich um eine Idee des Fernsehpreis-Beirates handele, bestehend aus RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger, dem stellvertretenden ZDF-Programmdirektor Reinhold Elschot, ProSiebenSat.1-Geschäftsführer Wolfgang Link und Schönenborn selbst. Er fordert die Produzenten explizit zu eigenen Vorschlägen auf, um die Preisverleihung nach der harschen Kritik der vergangenen Jahre wieder attraktiv zu machen.

    Das Ständige Sekretariat des Deutschen Fernsehpreises teilte heute außerdem mit, dass die letzte Verleihung im alten Gewand von Sandra Maischberger, Klaas Heufer-Umlauf und „Bergdoktor“ Hans Sigl moderiert werde. Neue Jury-Gesichter sind in diesem Jahr „Mord mit Aussicht“-Chefermittlerin Caroline Peters und Live-Regisseur Volker Weicker. Sie unterstützen die bisherigen Juroren Dieter Anschlag (Chefredakteur Funkkorrespondenz), Leopold Hoesch (Geschäftsführer Broadview TV GmbH), Christiane Ruff (Geschäftsführerin ITV Studios Germany), Klaudia Wick (freie Journalistin und Autorin), Torsten Körner (Fernsehkritiker) und Lutz Carstens (TV Spielfilm-Chefredakteur) bei ihren Entscheidung.

    Am 18. September gibt die Jury die Kandidaten bekannt, die sich Hoffnung auf einen Preis machen dürfen – auch wenn die ersten Infos offenbar schon durchgesickert sind (fernsehserien.de berichtete).

    Zudem werde noch im September von den beteiligten Sendern ARD, ZDF, RTL und Sat.1 eine Produzentenausschreibung durchgeführt, bei der neue Konzepte und Alternativen für die Vorauswahl und die Preisentscheidung erarbeitet und neue Veranstaltungsorte geprüft werden. Wie es dann nächstes Jahr konkret mit dem Fernsehpreis weitergeht, wird nach dem Ende der Ausschreibung Anfang 2015 bekanntgegeben.

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