„Dead to Me“: Christina Applegate macht Multiple-Sklerose-Erkrankung öffentlich

    Diagnose erfolgte vor mehreren Monaten

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 10.08.2021, 11:18 Uhr

    Christina Applegate als Jen Harding in ihrer aktuellen Serie „Dead to Me“ – Bild: Netflix
    Christina Applegate als Jen Harding in ihrer aktuellen Serie „Dead to Me“

    Schauspielerin Christina Applegate hat sich mit der Mitteilung an die Öffentlichkeit gewandt, dass bei ihr Multiple Sklerose diagnostiziert wurde.

    Weitere Details machte die durch „Eine schrecklich nette Familie“ und aktuell „Dead to Me“ bekannte Schauspielerin nicht öffentlich – etwa, wie ihr derzeitiges gesundheitliches Befinden ist und in welchem Maß sie eine Fortsetzung ihrer Karriere plant oder planen kann. Im Sommer vergangenen Jahres wurde „Dead to Me“ bei Netflix für eine dritte Staffel verlängert.

    In zwei Mitteilungen auf Twitter heißt es:

    Hallo Freunde. Vor ein paar Monaten wurde bei mir [Multiple Sklerose] diagnostiziert. Es ist eine ungewöhnliche Reise gewesen. Aber ich konnte mich auf die Unterstützung von Menschen verlassen, die ich schon kenne und die auch mit einer solchen Situation leben. Es war ein steiniger Weg. Aber, wie wir alle wissen, der Weg geht weiter. So lange zumindest, bis ein Arschloch ihn versperrt.

    Und weiter:

    Wie einer meiner Freunde sagt, der ebenfalls MS hat: ‚Wir stehen morgens auf und tun, was in unserer Situation notwendig ist.‘ Und das ist genau das, was ich tue. Daher bitte ich nun um die Wahrung meiner Privatsphäre. Während ich weitergehe. Ich danke euch. xo

    Ab 1987 hatte Christina Applegate ihren Durchbruch in der umstrittenen FOX-Comedy „Eine schrecklich nette Familie“ (OT: „Married with Children“), in der sie die aufreizende, promiskuitive und nicht sonderlich intelligente Tochter Kelly Bundy porträtierte. Für die 1971 geborene Darstellerin war es nach den kurzlebigen Flops „Washington“ und „Detective Kennedy“ bereits die dritte Serienhauptrolle. „Eine schrecklich nette Familie“ lief bis 1997.

    Im Anschluss übernahm Applegate eine Hautrolle in der Comedyserie „Jesse“, in der sie die Titelfigur porträtierte, eine alleinerziehende Krankenschwester. Nach dem Ende der Serie im Jahr 2000 war Applegate vor allem auf der Kinoleinwand zu Hause – etwa in den Filmen „Super süß und super sexy“ und „Anchorman – Die Legende von Ron Burgundy“ – bevor es 2007 mit der ABC-Comedy „Samantha Who?“ im Fernsehen weiterging. Darin spielte Applegate Protagonistin Samantha, die unter Amnesie leidet und nach und nach realisiert, dass sie davor ein wahrhaftes Ekel war.

    Im Anschluss daran übernahm Applegate eine Hauptrolle in „Up All Night“ – dank der ebenfalls beteiligten „Saturday Night Live“-Größen Maya Rudolph und Emily Spivey ein Prestigeprojekt bei NBC. Der Umstand sorgte auch dafür, dass der Sender nach schwachen Zuschauerreaktionen immer weiter an der Serie schraubte (statt sie abzusetzen) – so lange, bis Applegate vor für Staffel drei geplanten, weiteren massiven Änderungen einen Schlussstrich zog; bereits nach dem ursprünglichen Serienpiloten ebenso nach Staffel eins hatte es massive Änderungen gegeben.

    Die aktuelle Serie von Christina Applegate ist „Dead to Me“ bei Netflix. Von der wurde nach der Veröffentlichung der zweiten Staffel im Frühjahr 2020 eine dritte Staffel als Serienabschluss bestellt.

    Christina Applegate hatte ab 2008 bereits eine Brustkrebserkrankung überstanden. 2011 wurde sie mit ihrem damaligen Lebenspartner Martyn LeNoble (Musiker und Mitbegründer von Porno for Pyros) Eltern. 2013 heiratete das Paar.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Manchen Leuten bleibt auch gar nichts erspart :-(

      Snake
      • am via tvforen.de

        Das tut mir sehr leid. Gesundheitlich ist ihr das Glück nun wirklich nicht gegeben. Hoffentlich hat sie einen milden Verlauf und kann noch lange ein qualitativ gutes Leben führen.


        Gruß Sir Hilary
    • (geb. 1976) am

      Die Arme bleibt auch vor nichts verschont.


      Die Bundys als "umstritten" zu bezeichnen geht allerdings dann doch etwas weit. Nur weil ein paar Moralisten und Sittenwächter nörgelten, bleibt die Serie bis heute innovativ und erfrischend anders.
      • am

        Hätte ich nicht besser formulieren können und probiere es auch nicht wirklich.
      • am

        +1 würde man als Google-User dazu sagen

    weitere Meldungen