„Danni Lowinski“: Zweiter Anlauf einer US-Adaption bei NBC

    „Glee“-Ko-Schöpfer mit Serienentwicklung beauftragt

    "Danni Lowinski": Zweiter Anlauf einer US-Adaption bei NBC – "Glee"-Ko-Schöpfer mit Serienentwicklung beauftragt – Bild: Sat.1/Frank Dicks
    Annette Frier in „Danni Lowinski“

    Im Jahr 2010 wurde „Danni Lowinski“ die Ehre zuteil, die erste deutsche Serie zu sein, bei der ein US-Remake versucht wurde. Nun gibt NBC der Serienidee eine zweite Chance und hat ein Drehbuch zu einer halbstündigen Comedy bestellt. Die Adaption übernimmt kein geringerer als Brad Falchuck, Ko-Schöpfer von „Glee“ und „Scream Queens“, den Deadline für Sue Sylvesters Monologe bei „Glee“ hervorhebt.

    In Deutschland war „Danni Lowinski“ bei Sat.1 über fünf Staffeln ein Hit mit Annette Frier in der Titelrolle. Wehmütig wird man in München an die Zeit zurückdenken, in der man mit Eigenproduktionen noch erfolgreich war.

    Die neue US-Serie verlegt die Handlung in die Brauerei-Stadt Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin (der in den USA wiederum für seine Molkerei-Produkte bekannt ist). Danni ist eine Frau aus einfachen Verhältnissen, die sich nun ein Jura-Studium und eine Anerkennung als Anwältin erarbeitet hat. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, klug und lässt sich nicht verbiegen. Bei ihrer Jobsuche trifft sie deshalb bei den etablierten Kanzleien auf verschlossene Türen. So macht sie in einer Mall einen Kiosk auf, um die Welt für ein Honorar von einem Dollar pro Minute zu verbessern.

    Im Oktober 2010 wurde bei The CW der erste Anlauf einer Adaption der Serienidee unternommen. Jennie Snyder Urman, die später mit „Jane the Virgin“ Erfolg finden sollte, zeichnete als Autorin verantwortlich, die kanadische Schauspielerin Amanda Walsh erhielt die Titelrolle. Allerdings kam die Adaption nicht über das Pilot-Stadium hinaus. Nach früheren DWDL-Berichten wurde damals unmittelbar ein neues Drehbuch beauftragt, das dann aber soweit bekannt keinen Senderabnehmer gefunden hat.

    Marc Terjung entwickelte „Dani Lowinski“ in Deutschland bei UFA Fiction für Sat.1, die Serie wurde von Markus Brunnemann produziert. Die beliebte Serie und Hauptdarstellerin Frier konnten zahlreiche Kritikerpreise einheimsen, darunter Bambi, Deutscher Comedypreis, Deutscher Fernsehpreis, Grimme Preis und Nymphe d’Or. Erfolgreiche Adaptionen gab es unter anderem schon in den Niederlanden, Belgien und der Ukraine. Zuletzt wurde in Deutschland eine Film-Fortsetzung der Serie diskutiert (fernsehserien.de berichtete).

    16.11.2017, 08:15 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Spenser am 16.11.2017 15:31 via tvforen.de

      Mal andersherum - die Amis klauen auch mal erfolglos bei uns. :))
      • Sentinel2003 (geb. 1967) am 16.11.2017 12:20

        Oh Gott, als 22min. Comedy, ist nicht deren Ernst?? Das Sat 1 Original lief 45 min. und war sowas wie Drama und Comedy zusammen....
          hier antworten

        weitere Meldungen