Christopher Lee ist im Alter von 93 Jahren gestorben

    Schauspiellegende wirkte auch bei „Robin Hood“ und „Tomorrow People“ mit

    Bernd Krannich – 11.06.2015, 15:25 Uhr

    Christopher Lee als Count Dooku in „Star Wars“

    Wie jetzt bekannt wurde ist Schauspiellegende Christopher Lee mit 93 Jahren am Sonntag (7. Juni 2015) in einem Krankenhaus in London verstorben. Laut Presseberichten war er mit Atemnot und Herzversagen eingeliefert worden. Seine Frau Gitte Kroencke hatte demnach entschieden, zunächst die Familie zu informieren bevor die traurige Neuigkeit öffentlich gemacht wurde.

    Mit seiner tiefen Stimme wurde Christopfer Lee ab Ende der 1950er Jahre zu einem festen Bestandteil der Horror-Filmwelt. In den letzten Jahren wurde er auch in mehreren Blockbustern als Bösewicht verpflichtet.

    1922 wurde Lee in England geboren. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges meldete er sich für eine Unterstützungsmission in Finnland freiwillig, später folgte ein ausgedehnte Karriere bei der Royal Air Force – inklusive einer Ausbildung in den afrikanischen Kolonien und Einsätzen in Nordafrika und später Italien. So kam er auch in den Nachrichtendienst der Luftwaffe, nach dem Krieg war Lee noch für einige Monate bei einer Einheit, die deutsche Kriegsverbrecher ausfindig machen sollte.

    Ab 1948 begann Lees Schauspielkarriere. Über zehn Jahre wirkte er in diversen Filmen mit, hauptsächlich über die Zeit der Seeherrschaft des Britisch Empire und Filme über den zweiten Weltkrieg. Dabei kamen auch seine Deutschkenntnisse häufiger zum Einsatz, wenn er im Kriegsfilmen und später auch Mittelalterfilmen deutsche Figuren spielte.

    Ende der 1950er kam Lees Durchbruch als Horrordarsteller mit der der Kreatur in „Frankensteins Fluch“ (1957) und der Rolle des Grafen Dracula in „Dracula“ (1958). Von da an nahm eine Ausnahme-Karriere ihren Lauf, die mehr Kuttrollen umfasst, als andere Karriere Rollen insgesamt. Darunter als The Mummy in „Die Rache der Pharaonen“, Fu Manchu (ab „Ich, Dr. Fu Man Chu“, 1965), als Sherlock wie auch dessen Bruder Mycroft Holmes, Rocheford (in „Die Drei Musketiere“, 1973), als Scaramanga (in „James Bond 007 – Der Mann mit dem goldenen Colt“, 1974), King Haggard (in „Das letzte Einhorn“, die deutsche Sprachfassung lieferte Lee auch selber ab) sowie die Rollen als Saruman (in Peter Jacksons Tolkien-Adaptionen) und Count Dooku (in der zweiten „Star Wars“-Trilogie). Gerade diese letzten beiden Rollen beflügelten die Karriere des damals schon Achzigjährigen erneut.

    Im Fernsehen war Christopher Lee vor allem in einer Periode in den 1990ern vertreten. Auf die Miniserie „In 80 Tagen um die Welt“ (1989) folgte eine Auftritt in „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ (1992), die zwischenzeitliche britische Neuauflage der Serie „The Tomorrow People“ (1995), eine Hauptrolle in der kurzlebigen US-Serie „Street Gear“ (1995), die Miniserie „Ivanhoe“ (1997) und als Magier Olwyn in „Robin Hood“.

    Daneben war Lee auch als Sprecher aktiv und verfügte über eine exzellente Gesangsstimme, seit dem Jahrtausendwechsel experimentierte er in mehreren Veröffentlichungen auch mit der Kombination seiner Bass-Stimme mit Heavy-Metal-Musik.

    Christoper Lee war seit 1961 mit der gebürtigen Dänin Birgit Kroencke verheiratet, 1963 kam Tochter Christina als einziger Nachwuchs zur Welt.

    Mit Christopher Lee verliert die Welt einen ihrer produktivsten Schauspieler, der zahlreiche Generationen von Zuschauern im besten Sinne das fürchten lehrte.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Man traut sich hier schon gar nicht mehr nachzuschauen... Meine Verneigung vor einem ganz Großen!
      Goodbye Sir Christopher!
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        Winnetou ist tot. James Last ist tot. Und jetzt Dracula... und mir ist auch schon ganz schlecht...
        Spaß beiseite... das personifizierte Böse ist tot! Christopher Lee starb im Alter von 93 Jahren... er war einer jener Schauspieler, die für mich ein Idol waren... was er spielte, war einfach toll. Er hatte eine unvergleichliche, einzigartige Ausstrahlung, eine Leinwandpräsenz, die ihresgleichen sucht. Selbst als er mal im deutschen Privatfernsehen mit einer Moderatorin eine Show über übersinnliche Phänomene (mit tollem Deutsch!) präsentierte, war ich beeindruckt von ihm. Und er ist bisher der EINZIGE Schauspieler, der es jemals vermochte, mir eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen (als Dracula) und mich dazu zu bringen, misstrauisch die Schatten im heimischen Wohnzimmer zu betrachten... Für mich wird er IMMER die Personfizierung des fiktiven "Prinz der Dunkelheit" bleiben - unvergessen, unerreicht!

        Ich verneige mich in großer Dankbarkeit für unfassbar viele spannende und gruselige Filmmomente vor einem der ganz Großen der Schauspielzunft und einem meiner All Time Lieblingsbriten.

        Thank you, Sir Christopher!


        Der Lonewolf Pete
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          "Der Mann mit dem goldenen Gold" ist gestorben.
          Ein ganz großer seiner Zunft ist von uns gegangen.
          Sehr vielseitig in den Rollen die er darstellte, einfach ein Meister seines Faches!

          https://www.youtube.com/watch?v=poZ8b6HHaw4

          https://www.youtube.com/watch?v=lyjkdfZ6-bE


          R.I.P
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            Er hat ein "goldenes" Alter erreicht.
            Für mich ist und bleibt er "Dracula". In der Rolle habe ich ihn am liebsten gesehen.
            Mein Beleid an seine Familie.
            Mögest Du in Frieden Ruhen, Christopher.
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            jordi schrieb:
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            > "Der Mann mit dem goldenen Gold" ist gestorben.
            > Ein ganz großer seiner Zunft ist von uns
            > gegangen.
            > Sehr vielseitig in den Rollen die er darstellte,
            > einfach ein Meister seines Faches!
            >
            > https://www.youtube.com/watch?v=poZ8b6HHaw4
            >
            > https://www.youtube.com/watch?v=lyjkdfZ6-bE
            >
            >
            > R.I.P


            hast Du deine Antwort in den beiden threads kopiert ? Sonst wäre Dir vielleicht aufgefallen, das Scaramanga einen Colt( genaugenommen eine Pistole ) benutzt der aus Gold ist, aber keinen Gold aus Gold ,-))
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          R.I.P
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