„Asbest“: Riesenerfolg für neue Serie von „4 Blocks“-Star Kida Khodr Ramadan

    Knastdrama mit Xidir aka Koder Alian

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 24.01.2023, 14:36 Uhr

    „Asbest“ mit Xidir aka Koder Alian – Bild: ARD Degeto/Pantaleon Films GmbH/Mirza Odabasi
    „Asbest“ mit Xidir aka Koder Alian

    Am 20. Januar wurde in der ARD Mediathek die neue Miniserie „Asbest“ veröffentlicht. Das fünfteilige Knastdrama stammt von Kida Khodr Ramadan, der mit der vielbeachteten Serie „4 Blocks“ bekannt wurde. Und auch für seine neue Produktion gibt es nun eine Erfolgsmeldung zu verkünden: Binnen weniger Tage hat „Asbest“ fast drei Millionen Abrufe erhalten, was laut Senderangaben dem erfolgreichsten Start einer Mediathekserie in der ARD Mediathek entspricht.

    Wir sind überwältigt und unheimlich stolz, dass ‚ASBEST‘ gleich am ersten Wochenende ein Millionenpublikum in der ARD Mediathek begeistert hat, freut sich Christoph Pellander, Redaktionsleiter ARD Degeto. Spannungsgeladen und mit einem herausragenden Cast ist die Serie das perfekte Programm für alle Serienjunkies und zeigt eindrucksvoll die programmliche Spannbreite, die die ARD Mediathek zu bieten hat. Unser Dank gilt allen Beteiligten vor und hinter der Kamera für ihre großartige Leistung, ohne die dieser unglaubliche Erfolg nicht möglich gewesen wäre!

    Die Hauptrolle in der Serie spielt Koder Alian, der in der Deutschrap-Szene unter dem Namen Xidir bekannt ist. Er verkörpert das junge Fußballtalent Momo Kaval, das sich plötzlich unschuldig hinter Gittern wiederfindet und sich im harten Gefängnisalltag behaupten muss. Die sicher geglaubte Karriere als Profifußballer ist plötzlich unerreichbar.

    Momo sitzt allein in einer neun Quadratmeter großen Zelle im Berliner Gefängnis ein. Neun Jahre soll der 19-Jährige für ein Verbrechen büßen, das ihm sein Onkel Amar und seine Cousins dreist in die Schuhe geschoben haben. Nun muss er sich im harten Knastgefüge behaupten. Sein einziger Halt ist die Knast-Fußballmannschaft. Während sich seine Freundin und seine Mutter um den verzweifelten Häftling sorgen, erpresst ihn Clanchef Amar knallhart: Nur wenn sich Momo ihm unterwirft und im Gefängnis zu dealen beginnt, gewährt er ihm „Schutz“…

    Der weitere Cast besteht aus David Kross, Stipe Erceg, Jasmin Tabatabai, Wotan Wilke Möhring, Detlev Buck, Sönke Möhring, Frederick Lau, Nicolette Krebitz, Ludwig Trepte und Jan Georg Schütte.

    Hinter der Serie steht Regisseur und Schauspieler Kida Khodr Ramadan, der bereits mit der gefeierten Clan-Serie „4 Blocks“ viel Aufmerksamkeit erlangte und auch bei „Asbest“ in einer Rolle mitspielt. Das Drehbuch stammt von Juri Sternburg nach einer Idee von Katja Eichinger, der Witwe des verstorbenen Filmproduzenten Bernd Eichinger. Produziert wurde die Miniserie von der Pantaleon Films GmbH im Auftrag der ARD Degeto.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Nein, danke. Aus Gründen.
      • (geb. 1978) am

        Der Cast ist wirklich hervorragend, doch inhaltlich ist die Serie leider ein eher schwacher, irgendwie "typisch öffentlich-rechtlicher" Abklatsch von "4 Blocks" mit lauter Klischees über kriminelle Clans, Gefängnisse, Migrantenfamilien und das Fußball-Geschäft. Die inhaltlichen Mängel versucht man vergeblich mit übertriebener Gewaltdarstellung auszugleichen. Wirklich Spannung kommt hingegen nur selten auf, da die Handlungsstränge zu vorhersehbar sind. Am stärksten sind noch die verschiedenen Frauenfiguren, die im Plot aber leider eher eine untergeordnete Rolle spielen. Warum zudem die gebürtige Iranerin Tabatabai und der aus Kroatien stammende Erceg zwei Araber, der aus dem Libanon stammende Ramadan einen Kurden und der britisch-schweizerischer Taubman einen Franzosen (oder zumindest einen Frankophilen) spielen müssen, erschließt sich mir nicht, zumal es in Deutschland genug qualifizierte Schauspieler mit entsprechendem ethnischen Hintergrund gibt.

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