ARD verfilmt Rudolph Moshammers Leben als Gesellschaftssatire

    Thomas Schmauser und Hannelore Elsner in den Hauptrollen

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 25.07.2017, 14:48 Uhr

    „Ich und R“: Thomas Schmauser als Rudolph Moshammer – Bild: BR/Dominik Elstner
    „Ich und R“: Thomas Schmauser als Rudolph Moshammer

    Er war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Münchner Schickeria: Der Modemacher Rudolph Moshammer, der im Jahr 2005 auf tragische Weise in einem Mord ums Leben kam. Die ARD informierte nun darüber, dass das Leben der prominenten Persönlichkeit als Gesellschaftssatire verfilmt wird. Unter dem Arbeitstitel „Ich und R“ haben bei Prag und in München die Dreharbeiten begonnen.

    Die ARD weist darauf hin, dass es sich bei der Verfilmung nicht um eine biographische Nacherzählung handeln wird, sondern um eine fiktive Geschichte, die an das Leben des Modemachers angelehnt ist. Bei dem Film von Autor und Regisseur Alexander Adolph („Tatort: Der tiefe Schlaf“) geht es um eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei Außenseitern und Einzelgängern und darum, was Geld aus Leuten macht.

    Thomas Schmauser („Bamberger Reiter. Ein Frankenkrimi“) schlüpft in die Rolle von Rudolph Moshammer, während Hannelore Elsner seine Mutter Else verkörpert. In weiteren Rollen treten neben Lena Urzendowsky („Das weiße Kaninchen“) als Evi auch Robert Stadlober in einer Doppelrolle als Bubu und Funki sowie Hanns Zischler und Sunnyi Melles als die stillen Teilhaber Toni und Gerdi auf.

    Der Film spielt im München des Jahres 1983. Rudolph Moshammer ist der prominenteste Modemacher, doch das reicht seinen stillen Teilhabern und Finanziers nicht mehr aus. Sie wollen erreichen, dass der Laden in der Maximiliansstraße auch den Hoch- und Geldadel, die Reichsten der Reichen als Kunden gewinnt. Aus diesem Grund sucht Rudolph Moshammer – zum Entsetzen seiner Mutter Else – für den Verkauf eine junge, verführerische Frau. Fündig wird er bei der auf den ersten Blick nicht besonders auffallenden und ungeschickten Evi, eine junge Fußpflegerin aus Augsburg. Aus ihr will Moshammer eine aufregende Frau machen – ein Ereignis. Und tatsächlich: Mit Evis Hilfe gewinnt Moshammer die Herzen und Geldbörsen der Reichen – wäre da nicht seine Mutter, die im Hintergrund Intrigen schmiedet … 

    Die Ausstrahlung der BR/ARD Degeto/ORF/WDR-Produktion ist für 2018 am FilmMittwoch im Ersten geplant.

    Rudolph Moshammer wurde in den 1980er Jahren bundesweit bekannt. Zu seinen Markenzeichen gehörten neben seiner extravaganten Frisur auch die Yorkshire-Terrier-Hündin Daisy. Zu seinen Kunden zählten zahlreiche Prominente. Daneben war Moshammer auch für sein soziales Engagement bekannt. So gründete er die Stiftung „Licht für Obdachlose“. In der Nacht zum 14. Januar 2005 wurde er in seinem Doppelhaus im Münchner Vorort Grünwald mit einem Kabel erdrosselt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Ich habe ihn gefunden !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Daumen hoch
      Nachdenker
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        das hat er einfach nicht verdient, dass man so eine Klamotte über ihn dreht - und einmal mehr wieder nur seine Homosexualität in den Vrdergrund schiebt. Seine Lebensleistung, wie er sich aus dem durch den Vater, der einst sehr wohlhabend war und der alles versoff und als Obdachloser endete, verursachten Bankrott hocharbeitete zu einem der erfolgreichsten Herren-Modemacher in Deutschland - das soll ihm erst mal einer nachmachen. Schade, dass alles nur an den letzten schrillen Jahren festgemacht wird, in denen er sich aus Angst vor dem Altwerden öffentlich auch schon mal ziemlich lächerlich machte und immer noch in der Angst lebte, als Schwuler geoutet zu werden, obwohl das alle Welt wusste .. und dann der tragische Tod...das hat er nicht verdient.

        hier ein bisschen was über ihn
        http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/moshammer-der-vater-war-ein-obdachloser-trinker-mosi-begann-als-einfacher-schneider-er-schneiderte-fuer-schwarzenegger-und-charlton-heston
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          tiramisusi schrieb:
          -------------------------------------------------------
          > das hat er einfach nicht verdient, dass man so
          > eine Klamotte über ihn dreht - und einmal mehr
          > wieder nur seine Homosexualität in den Vrdergrund
          > schiebt. Seine Lebensleistung, wie er sich aus dem
          > durch den Vater, der einst sehr wohlhabend war und
          > der alles versoff und als Obdachloser endete,
          > verursachten Bankrott hocharbeitete zu einem der
          > erfolgreichsten Herren-Modemacher in Deutschland -
          > das soll ihm erst mal einer nachmachen. Schade,
          > dass alles nur an den letzten schrillen Jahren
          > festgemacht wird, in denen er sich aus Angst vor
          > dem Altwerden öffentlich auch schon mal ziemlich
          > lächerlich machte und immer noch in der Angst
          > lebte, als Schwuler geoutet zu werden, obwohl das
          > alle Welt wusste .. und dann der tragische
          > Tod...das hat er nicht verdient.
          >
          > hier ein bisschen was über ihn
          > http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/moshammer-d
          > er-vater-war-ein-obdachloser-trinker-mosi-begann-a
          > ls-einfacher-schneider-er-schneiderte-fuer-schwarz
          > enegger-und-charlton-heston


          Da suche ich mal den "Gefällt mir"-Button!
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        Ich frage mich auch, warum man nicht eher sein wirkliches Leben verfilmt. Das hätte ich mal interessant gefunden.

        Aber so… Null Interesse – man konnte von ihm halten was man wollte, er war ein guter Mensch. Zwar mit einer Neigung zu jungen Männern aber das interessiert mich eher nicht bis gar nicht.

        Mich hätte sein Leben als Kind, junger Erwachsener und dann später als erfolgreicher Modemacher interessiert.
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          Den Film über Sedlmayr fand ich damals eher unangenehm, obwohl ich mich nicht an viel erinnere. Ich wünsche es Mooshammer, dass man ihn nicht so vorführt.
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            wunschliste.de schrieb:
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            >
            >Mit Evis Hilfe...

            Beim ersten Lesen hab ich da "Mit Elvis Hilfe.." gelesen und mich gefragt, was der Moshammer denn mit Elvis zu tun hatte. Zumal der 1983 ja schon tot war. ;-)

            Satire mag ich, da bin ich mal gespannt. Allerdings denke ich, dass das wahre Leben des Rudolph Moshammer sicher auch genug Stoff für eine Verfilmung geliefert hätte.
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              Und ich finde es einfach nur respektlos. Sicher, er war eine schillernde Persönlichkeit, aber als Satire- nein danke!

              Gruß,
              Wicket
            • am via tvforen.demelden

              Wicket schrieb:
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              > Und ich finde es einfach nur respektlos. Sicher,
              > er war eine schillernde Persönlichkeit, aber als
              > Satire- nein danke!
              >
              > Gruß,
              > Wicket


              Naja, das kommt darauf an, wie es gemacht wird. In der Satire über Hoeness stand der in nem ziemlich guten Licht da. Und bei Moshammer kann ich mir das auch vorstellen, dass er als einfallsreicher Geschäftsmann dargestellt wird, der weiß, wie die Reichen und Schönen ticken und sich das auf kreative Weise zu Nutzen macht. Das ist das, was ich mir unter Gesellschaftssatire vorstelle.
              Ne Klamotte, in der sein Lebensstil in Lächerliche gezogen wird fände ich auch nicht gut, aber die oben beschriebene Handlung deutet das auch nicht an.

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