„And Just Like That…“: Chris Noth aus „Sex and the City“-Sequel-Finale geschnitten

    Überraschungsauftritt von Mr. Big gestrichen

    Vera Tidona – 06.01.2022, 12:40 Uhr

    „And Just Like That…“ mit Chris Noth (Mr. Big) und Sarah Jessica Parker (Carrie Bradshaw) – Bild: Warner Bros./HBO
    „And Just Like That…“ mit Chris Noth (Mr. Big) und Sarah Jessica Parker (Carrie Bradshaw)

    Eigentlich plante der US-Sender HBO sehr zur Freude der „Sex and the City“-Fans noch einmal mit einem Überraschungsauftritt von Mr. Big im Finale der Sequel-Serie „And Just Like That…“ am 3. Februar, doch daraus wird nun nichts. Denn aufgrund der aktuellen Missbrauchsanschuldigungen gegen den Schauspieler Chris Noth verzichteten die Macher auf sein erneutes Erscheinen und haben die entsprechenden Szenen kurzerhand aus der Produktion entfernt.

    Der US-Schauspieler Chris Noth sieht sich aktuell mit zwei schwerwiegenden Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert: Vor wenigen Wochen hatten sich unabhängig voneinander zwei Frauen an das renommierte Branchenblatt The Hollywood Reporter gewandt, die Noth sexuelle Übergriffe im Jahr 2004 in Los Angeles beziehungsweise New York City im Jahr 2015 zur Last legen (fernsehserien.de berichtete). Der beliebte „Mr. Big“-Darsteller der Erfolgsserie „Sex and the City“ bestreitet jedoch die gegen ihn erhobenen Anschuldigen.

    Der Vorfall hatte schon zur Folge, dass Chris Noth seine aktuelle Hauptrolle in der CBS-Serie „The Equalizer“ verloren hat.

    Achtung, SPOILERGEFAHR!

    In dem Spin-Off zu „Sex and the City“ spielte er in der Auftaktfolge noch mit, um dort einen schockierenden und unerwarteten Serientod zu erleiden (fernsehserien.de berichtete).

    In der finalen Folge von „And Just Like That…“, die am 3. Februar bei HBO Max und hierzulande zeitnah bei Sky Comedy ausgestrahlt wird, sollte Mr. Big in Form von Erinnerungssequenzen noch einmal kurz zum Leben erweckt werden. Seine Witwe und Protagonistin der Serie, Carrie Bradshaw (erneut dargestellt von Sarah Jessica Parker), wird die Urne mit seiner Asche nach Paris bringen, wo sie einst als Paar sehr glücklich waren. Hier möchte sie die Asche des Gatten an einer für beide bedeutsamen Seine-Brücke der Natur übergeben, wobei ihr eben die Erinnerung an Big kommt – Noth war beim Dreh der entsprechenden Szenen in Paris zugegen gewesen. Stattdessen wurden die Szenen wohl laut dem US-Magazin nachträglich herausgeschnitten. Eine Bestätigung vonseiten des Studios Warner Bros. Television oder HBO Max liegt derzeit noch nicht vor.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      @sweet-girl-honey
      Sehe das genauso wie Du... 👍 es wird immer schlimmer...
      • am

        Ich finde das nur noch zum kot....!2004 + 2015?
        Ist den 2 Damen das Geld ausgegangen? Oder litten sie vielleicht unter Gedächtnisverlust? Was ist denn bloß los in der heutigen Welt? Heute hat jeder was zu sagen. So nach dem Motto " Herr Lehrer ich weiß was"! Jeder will jeden mit irgendeiner Story übertrumpfen. Und warum?
        • am

          Hoffentlich melden sich endlich alle Groupies, dann können sämtliche  Rock und Filmstars usw. angeklagt werden. IRONIE!
        • am

          Okay, weil traumatisierte Vergewaltigungsopfer erst Jahre später den Mut finden, über das Erlebte zu sprechen, ernennst du sie ohne jegliche Kenntnis der Hintergründe pauschal geldgierig und kehrst die Schuldfrage einfach mal um?

          Zumindest da sind wir einer Meinung: Was ist denn bloß los in der heutigen Welt, wenn Menschen auf Verdacht das Opfer zum Täter machen. Fremdschämen pur!
        • am

          Also wenn man das Geschäft in Hollywood kennt, muss man leider davon ausgehen.
          Sex, Drogen, Gerüchte, Anschuldigungn und Geldmacherei. Das ist wie der Vorwurf, es seien eh fast alle Profi Radfahrer gedopt bzw Bodybuilder...

          Und, es wäre nicht das erste Mal, dass jemand beschuldigt bzw VOR Verurteilt wird.
          Kevin Spacey, Jörg Kachelmann, Luke Mockridge, Michael Jackson, Brian Warner alias Marilyn Manson,...

          Und nein, es wird nicht die Schuldfrage umgekehrt, sondern es wird auf das Gewohnheitsrecht, auf das sich die allermeisten zivilisierten Menschen geeinigt haben: Bis zu seiner gerichtlichen Verurteilung (oder Schiedsgericht) hat man als UNschuldig zu gelten.

          Aber scheinbar dürfte das heutzutage auch nicht mehr gelten.
          Lieber jemanden Vorverurteilen, einer, der eh schon im Verdacht steht, ua weil er ein Mann ist, ev sogar auch noch weiß(haarig) oder weil er als Sonderbar gilt (Michael Jackson, Marylin Manson, Kevin Spacey etc). So einer muss ja schuldig sein.

          Ja, es gibt sicher genug Verdachtsmomente, wo Männer versucht haben, bei Frauen zu landen und manch eine Aktion ist grenzwertig oder zumindest heutzutage nicht mehr opportun.

          Aber 2004 waren die Zeiten auch noch anders als jetzt. Oder sagen wir um die me2 Debatte. Seit diesem Datum muß jeder Mann, oder Frau wissen, wenn er oder sie jemanden anspricht, oder ansieht, mit ernsten Konsequenzen zu rechnen hat. Nicht umsonst hat Schweden eine gesetzliche Verzichtserklärung bzw Vorausvertrag zum "anbandeln", "zum Techtel Mechtel" "zum Kennenlernen" verpflichtend gemacht.
        • am

          Also, als unschuldig zu gelten und in einem Film mitzuspielen, oder auch nicht, dass sind wahrlich 2 Paar Schuhe.
        • am

          ?
          Wieo?
          Ist er nun schuldig oder nicht?
          Nein, er ist nicht schuldig.
          Also hat er im Film/Serie etc mitzuspielen.

          Ist er schuldig, dann...
          Wobei natürlich zu klären ist, was im Vertrag drinnen steht.
          Steht da drinen, dass schon beim leistesten Verdacht, Anschuldigung, Gerücht, Tratsch, social Media Eintrag etc etwas aufkommt, er sofort das Gehlt, den Job etc verliert, dann wäre das wohl etwas anderes. Und sicher auch einklagbar (von ihm).

          Oder es steht drinnen, dass sich die Produktionsgesellschaft "die künstlerische Freiheit" vorbehölt, ihm im Film/in der Serie zu belassen, oder auch nicht...

      weitere Meldungen