„ALF“: Produktionsstudio Warner Bros. arbeitet an Comeback

    Kultserie der späten 80er steht auf Wunschzettel für Wiederbelebung

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 02.08.2018, 09:57 Uhr

    „ALF“ – Bild: Super RTL
    „ALF“

    Auch bei Warner Bros. TV herrscht Rebooteritis. Das jüngste Projekt, das bei den Verantwortlichen des Produktionsstudios auf der Wunschliste steht, ist die Comedyserie „ALF“, wie TV Line berichtet. Das Produktionsstudio wollte demnach noch keine Stellung beziehen, allerdings soll dort die Suche nach einem Autoren laufen, der eine Idee für die Fortsetzung entwickeln und ausarbeiten soll. Das zwischenzeitlich in Warner Bros. aufgegangene Produktionsstudio Lorimar Television hatte die Serie um den Außerirdischen Gordon Shumway, genannt ALF, zwischen 1986 und 1990 für den US-Sender NBC produziert.

    Der haarige und egozentrische Außerirdische war mit seinem Raumschiff vom Planeten Melmac geflohen, als dieser durch die Dummheit seiner Bewohner zerstört wurde. Auf der Erde legte das Alien eine Bruchlandung in der Garage der Familie des Sozialarbeiters Willie Tanner (Max Wright) hin und wurde kurzerhand mit dem Rufnamen ALF belegt – Alien Life Form/Außerirdische Lebensform. Die Familie versteckte den chaotischen und nur schwer zu bändigenden Außerirdischen, da diesem im Fall der Entdeckung durch die Regierung eine sehr unerfreuliche Zukunft als „Forschungsobjekt“ bevorgestanden hätte.

    Zur Tanner-Familie gehörten weiterhin Ehefrau Kate (Anne Schedeen), Teenager-Tochter Lynn (Andrea Elson) und der Jüngste, Brian (Benji Gregory). Im Verlauf der Serie hatten die Nachbarn Raquel (Liz Sheridan) und Trevor Ochmonek (John LaMotta) sowie ihr Neffe Jake (Josh Blake) größere Rollen. ALF selbst wurde weitestgehend von Serienschöpfer Paul Fusco geführt, anfangs schlüpfte auch der kleinwüchsige Darsteller Mihaly ‚Michu‘ Meszaros in ein Kostüm, um den Außerirdischen in Ganzkörperaufnahmen zeigen zu können. Für alle Darsteller war „ALF“ der krönende Höhepunkt der Schauspielkarriere.

    Nachdem die Serie nach knapp über 100 Folgen mit einem Cliffhanger endete – ALF wurde von den Behörden gestellt -, gab es noch einen Fernsehfilm, der allerdings ohne die Tanners auskommen musste und nicht sonderlich gut aufgenommen wurde. Als Spin-Offs gab es die Animationsformate „Alf – Erinnerungen an Melmac“ (26 Episoden) und „Alf im Märchenland“ (21 Folgen) – die beiden Serien wurde parallel zur Laufzeit der Originalserie ausgestrahlt – sowie 2004 das kurzlebige Talk-Show-Format „ALF’s Hit Talk Show“ mit sieben Ausgaben.

    Trotzdem blieb ALF als Popkulturphänomen bestehen und wurde auch in den letzten Jahren noch in der Nerdkultur verwendet. So kam Paul Fusco zu einer Sprechrolle als ALF in „Mr. Robot“, darüber hinaus wurde er auch im Videospiel „XCOM: Enemy Unknown“ sowie dem Film „Guardians of the Galaxy“ referenziert.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Martin Schmidt (geb. 1972) am 07.08.2018 14:16melden

      Das erste Problem wird darin liegen die Original Puppe wieder zu finden. Angeblich ist die verschollen und niemand weiß wo sie ist.

      Das zweite Problem wird der Übergang sein. Wie will man dem Publikum eine neue Besetzung verkaufen. Das übliche wir tauschen einfach die Schauspieler aus wird nicht funktionieren.

      Dazu soll die deutsche Übersetzung besser gewesen sein als das Original.
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      • Fritz Bergrath am 04.08.2018 11:14melden

        Da die Originalserie vom ZDF bis zur völligen Unkenntlichkeit verhunzt wurde (ich erinnere nur an die "Übersetzung" von "Ghaddafi" mit "Margaret Thatcher"!), kann man nur hoffen, dass das Reboot im Originalton angeboten und nicht ähnlich massakriert wird. Immerhin gibt es in Deutschland von der Originalserie DVDs mit dem Originalton, die es nicht einmal in den USA gibt.
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        • Didi Pironi (geb. 1966) am 02.08.2018 23:49melden

          Kaum vorstellbar, das das funktionieren kann. Die Älteren, die die Serie noch selbst gesehen haben, werden Vergleiche ziehen, die beim damaligen Erfolg nur negativ ausfallen können. Und die jüngere Generation U30 hat ganz andere Vorstellungen von Fernsehserien, wenn man den ganzen Anime-Müll oder die Internet-Webisodes betrachtet; ganz zu schweigen von den sogenannten YouTube-Stars/Influencern, die schon Tausende Follower/Abonnenten haben, wenn sie einen Satz fehlerfrei zu Ende bringen und möglichst lebensfremde Themen bis zur Schmerzgrenze aufblähen.
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          • cassiel am 02.08.2018 23:38melden

            Kaum zu glauben, aber Siegfried Rabe lebt noch. Wurde dieses Jahr 93. Ob er allerdings in dem Alter noch für die kongenialen Dialoge zur Verfügung steht ...
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            • Aymalin am 02.08.2018 20:14melden

              Hoffentlich steht Tommi Piper dann noch für die Synchro zur Verfügung. Mit neuer Stimme wäre ALF einfach nicht mehr ALF!
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              • maxedl (geb. 1977) am 02.08.2018 20:03melden

                Das Original war eine tolle Serie, der Film eine Notlösung und das Remake kann nur besser sein.
                Gerade weil viele Menschen das Original nicht kennen, könnte eine neue Alf Serie funktionieren.
                Mit billigen Spezialefekten, Internet, Smartphone und Co hat man ganz neue Möglichkeiten die Serie zu gestalten.
                Doch wenn man es falsch macht wird die neue Serie nur kurz existieren.
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