Alec Baldwin wird nächstes Opfer eines Comedy-Central-Roasts

    US-Sender setzt jährliche Traditions-Show fort

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 06.06.2019, 13:15 Uhr

    Alec Baldwin – Bild: Universal TV
    Alec Baldwin

    Jedes Jahr veranstaltet der amerikanische Sender Comedy Central eine Show, um einen Promi zu roasten, den „Comedy Central Roast of … “. Nach Rob Lowe und Bruce Willis in den letzten beiden Jahren wird sich diesmal Golden-Globe- und Emmy-Gewinner Alec Baldwin dem Spott der Kollegen stellen. Ein genaues Datum für die Aufzeichnung der Show und ihre Ausstrahlung sowie weitere Redner werden zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

    In einem kurzen Teaser-Video fasst Baldwin zusammen: „Es heißt, man ist selbst sein schärfster Kritiker. Aber … mir fällt nichts ein, was an mir zu kritisieren wäre!“

    Wie üblich gibt es auch ein augenzwinkerndes, längeres Statement des Ehrengasts und des Senders.“Geroasted zu werden wird die größte Ehrung meines Lebens werden … neben meiner Vaterschaft, meiner Rolle als Ehemann, Saturday Night Live 17 Mal als Ehrengast moderiert zu haben, Golden Globes und Emmys erhalten zu haben und meiner Zusammenarbeit mit Martin Scorsese„, kommentiert Baldwin.

    Der Sender hält dem entgegen: „Alec Baldwin hat in seinem Leben so viele großartige Dinge vollbracht – und es wird uns ein besonderes Vergnügen sein, einen Abend damit zu verbringen, auf all den Sachen rumzureiten, die er lieber vergessen würde!“

    Als ältester der vier „Baldwin-Brüder“ (neben Stephen, William und Daniel) war Alec in der Unterhaltungsindustrie stets der erfolgreichste. Nach einem Karriereauftakt im Fernsehen (etwa „Unter der Sonne Kaliforniens“) wechselte Baldwin erfolgreich auf die Leinwand und feierte Erfolge etwa mit „Jagd auf Roter Oktober“ und „Glengarry Glen Ross“, dazu kam die Hollywood-Ehe mit Kim Basinger. Die endete allerdings im Scheidungs- und Sorgerechtskrieg, der auch über die Presse ausgetragen wurde.

    Mit der Oscar-nominierten Rolle aus „The Cooler – Alles auf Liebe“ sowie der als Sender-Boss Jack Donaghy in „30 Rock“ begann für Baldwin 2006 der zweite Karrierefrühling. Der erreichte schließlich mit seiner fortlaufenden Donald Trump-Parodie in „Saturday Night Live“ neue Höhen. Daneben wurde Baldwin auch über mehr als ein Jahrzehnt für eine politische Karriere gehandelt, die er aber dann doch nicht in Angriff nahm. Allerdings gilt er auch als aufbrausend – der Rosenkrieg mit Basinger und verschiedene Vorfälle warfen darauf ein Schlaglicht. Im vergangenen Jahr ging eine politische Talkshow mit Baldwin bei ABC sang- und klanglos unter.

    Der deutsche Schwestersender Comedy Central importiert den seit 2003 veranstalteten, jährlichen Roast in der Regel sehr zügig.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • DerLanghaarige am 06.06.2019 18:23melden

      Und so wird es aussehen: Eine Gruppe B-, C- und D-Klassenkomiker gehen nach und nach auf die Bühne, reissen je einen halbherzigen Witz über Baldwin, danach einen Haufen platter Zoten über die anderen Gäste, bis man vor Fremdscham nach der Fernbedienung greift.
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      • Bernd_Redakteur (geb. 1974) am 06.06.2019 15:52melden

        @Stimpy: Danke für den Hinweis, der Text wurde korrigiert (ich war bei der Recherche in unserer Datenbank in der Spalte "verrutscht" und hatte ein anderes leeres Feld fälschlich für "noch kein Ausstrahlungstermin gewesen" gehalten).
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        • Stimpy am 06.06.2019 14:17melden

          Der Bruce Willis-Roast lief lt. Wunschliste bereits 3x auf dem deutschen CC-Ableger. Der letzte Satz stimmt somit nicht. 😉
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