50 Jahre Bayerisches Fernsehen: Sondersendungen und Kultnächte

    Wiedersehen mit „Live aus dem Alabama“ und „Münchner Geschichten“

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 31.07.2014, 14:08 Uhr

    50 Jahre Bayerisches Fernsehen: Sondersendungen und Kultnächte – Wiedersehen mit "Live aus dem Alabama" und "Münchner Geschichten" – Bild: BR

    Am 22. September 1964 nahm das Bayerische Fernsehen seinen Sendebetrieb auf, damals noch unter der Bezeichnung Studienprogramm. Der älteste ARD-Regionalsender feiert sein 50-jähriges Bestehen und nimmt anlässlich des Jubiläums einige Sondersendungen und lange nicht mehr gezeigte Klassiker ins Programm.

    Am Montag, 23. August, läuft um 22.05 Uhr die Spezialsendung „daheim und jung“. Darin werden vorwiegend junge Menschen dabei gefilmt, während sie Klassiker des Bayerischen Fernsehens in ihren Wohnzimmern ansehen und kommentieren. Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert auch „daheim – das beste“. In der dreiteiligen Reihe kommentieren Prominente am 27. und 28. August sowie am 4. September jeweils um 21.05 Uhr Ausschnitte aus Serien- und Showklassikern. Mit dabei sind Michaela May, Luise Kinseher, Gerd Rubenbauer, Alfons Schuhbeck, Jule Ronstedt und Haindling.

    Im Nachtprogramm spendiert der BR einige Highlights aus dem Archiv. Am 26. August werden ab 1.35 Uhr mehrere „Kunst & Krempel“-Folgen wiederholt. Am 27. August werden ab 23.00 Uhr zunächst drei Stunden lang Kurzfilme in der Sendung „50 Jahre Talentförderung“ gezeigt, bevor ab 2.00 Uhr drei Ausgaben der kontroversen Talkshow „nachtClub“ zu sehen sind. Am 28. August strahlt der Jubiläumssender ab 23.30 Uhr die Höhepunkte der Olympischen Sommerspiele von 1972 in München aus. Am 3. September gibt es ein Wiedersehen mit dem Jugendmagazin „Live aus dem Alabama“: Ab 0.50 Uhr sind sechs Best-Of-Sendungen im Programm. In weiteren Nächten werden diverse „BR-Sketchklassiker“ gezeigt.

    Am 25. und 26. August wiederholt der BR gegen 22.00 Uhr mit „Grün kaputt“, „Haltestelle Wiener Platz“, „Das Ei ist eine geschissene Gottesgabe“ und „Fünfter Akt, siebente Szene“ Klassiker aus dem Dokumentarbereich. Außerdem ist eine Folge der Volksmusikreihe „Baierisches Bilder- und Notenbüchl“ zu sehen. Ab 28. August läuft jeweils donnerstags um 22.05 Uhr die dreiteilige Dokumentation „Einmal Amerika und zurück“ aus der Reihe „Reisen mit Walter Sedlmayr“, in der der Volksschauspieler durch Amerika reist.

    Selbstverständlich werden auch bayerische Serienklassiker gezeigt, die schon längst Kultstatus genießen. Ab 18. August werden jeweils montags, mittwochs und donnerstags um 20.15 Uhr die „Münchner Geschichten“ wiederholt. Am Samstag, 23. August, sind ab 20.15 Uhr alle drei Teile der Miniserie „Sachrang – Eine Chronik aus den Bergen“ mit Gerhart Lippert zu sehen.

    Das weitere Abend- und Spätprogramm wird außerdem durch Filmklassiker wie „Gaslicht“, „Der Griller“, „Die große Stille“, „Die Rumplhanni“, „Der Fall Lena Christ“ und „Theodor Hierneis oder: wie man ehemaliger Hofkoch“ abgerundet.

    Auf seiner offiziellen Webpräsenz hat das Bayerische Fernsehen zudem eine Chronik der vergangenen fünf Jahrzehnte mit Video-Ausschnitten zusammengestellt.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass nicht der Bayerische Rundfunk Jubiläum feiert, sondern das Bayerische Fernsehen, also das dritte Programm. Deshalb sollte man auch nicht erwarten, dass Sendungen aus dem 1. Programm wiederholt werden.
      • am via tvforen.demelden

        Es ist trotzdem merkwürdig, warum man die Zuschauer nicht nach den Lieblingssendungen des Bayerischen Fernsehens befragte. Ach, halt, da war ja was mit dem ZDF...
        ;-)

        Stattdessen zeigt man uns junge Menschen, die zuhause BR-Klassiker sehen (und sie wahrscheinlich verreißen) und eine Promi-Riege, die in drei (!) Teilen ihren Senf dazugibt.

        Dass man immer alles kopieren muss??? Mir schwant Übles...
      • am via tvforen.demelden

        U56 schrieb:
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        > An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen,
        > dass nicht der Bayerische Rundfunk Jubiläum
        > feiert, sondern das Bayerische Fernsehen, also das
        > dritte Programm. Deshalb sollte man auch nicht
        > erwarten, dass Sendungen aus dem 1. Programm
        > wiederholt werden.


        Nun verlang mal nicht zuviel: In der Meldung wird ja auch mal wieder souverän Sender mit Programm verwechselt und allen Ernstes behauptet, hier handele es sich um den "ältesten ARD-Regionalsender".

        Klar: Alle anderen Landesrundfunkanstalten sendeten ja bundesweit. Immer. (Vermutlich über Satellit. In den Fünfzigern.) Auch ihre Regionalprogramme im Ersten, als das noch (neben dem DFF) das einzige war. Und das erste reguläre bundesdeutsche Fernsehprogramm. welches der NWDR noch allein verantwortete, wurde von Anfang an über alle ARD-Sender verbreitet. Klaro.
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        Der NWDR, der damals als erstes seine Sendungen nach dem Kriege aufnahm war schon Teil des deutschlandweit geplanten ARD Netzwerkes. Ebenso der BR der ab November 1954 Programmteile lieferte.
        Wirklich regional ("drittes Programm") war das Bayerische Fernsehen mit seinem "Studienprogramm" das nur in Bayern empfangen werden konnte. Und das auch nicht gleich. Man startete 1964 zuerst über wenige Grundnetzsender. 1965 kam dann der NDR mit seinem dritten.
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        Nun ja, der NWDR sendete anfangs sein Programm zeitweise "gezwungenermaßen regional": Oft nicht mal einheitlich für sein Sendegebiet, sondern ein Programm für den Norden, eins für den Westen, ein anderes für Berlin.

        Ich bin nur etwas angestrengt, wenn selbst von angeblichen Fachleuten (oder wenigstens Fachjournalisten) gern so getan wird, als wäre das ARD-Gemeinschaftsfernsehprogramm bereits 1952 gestartet.

        Das sind dann übrigens nicht selten Herrschaften, die den Anfang der Versuchssendungen aus Adlershof mit dem Beginn des regulären NWDR-Programms vermengen und erklären, auf diesem Gebiet habe der Osten aber mal die Nase vorn gehabt.
      • am via tvforen.demelden

        Es ist natürlich schwierig, den Sendebeginn des ARD-Programms zu bestimmen. 1952 konnte man es natürlich noch nicht überall im Sendegebiet empfangen. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Sendemasten aufgestellt worden, wodurch die Zahl der Zuschauer ständig zunahm. Sollte man in dem Fall die Halbwertzeit angegeben, also den Tag, an dem genau die Hälfte der Bevölkerung zum ersten Mal das ARD-Programm empfangen konnte?

        Wie die Situation in der DDR genau war, weiß ich nicht. Deiner Meinung nach hat es 1952 nur Versuchssendungen gegeben. Aber wie unterscheidest du zwischen Versuchssendungen und regulärem bzw. normalem Programm?

        Als offizieller Sendestart des Westdeutschen Fernsehens, also des 3. Programms des WDR, wird der 17. Dezember 1965 angegeben. In der Hörzu wurde dieses Programm damals als "Pilotprogramm" und "Vorläufer des geplanten 3. Programms" bezeichnet. Heute spricht man aber nicht mehr von einem Pilotprogramm, sondern betrachtet den 17. Dezember 1965 als Starttag des 3. WDR-Programms.

        Dabei hätte man sich auch einen früheren Termin aussuchen können, denn auf denselben Frequenzen wurde vorher vom WDR täglich die Sendung "Prisma des Westens" gesendet. Aber weil es nur eine Sendung war, hat sich der WDR wohl nicht getraut, das Ganze als Programm zu bezeichnen.

        Das zeigt, wie schwierig es ist, für ein Fernsehprogramm einen offiziellen Starttag festzulegen. Bei der ARD hat man sich auf den 25. Dezember 1952 als Starttermin geeinigt, weil an dem Tag das tägliche Programm begann. Vorher wurde auch schon gesendet, aber eben nicht jeden Tag. Der 24. Dezember 1952 war also der letzte fernsehfreie Tag im Sendegebiet der ARD.
      • am via tvforen.demelden

        Versuchssendungen haben keinen regulären Charakter ;) Dort kann etwas einmalig laufen oder zu unterschiedlichsten Zeiten in den unterschiedlichsten Längen.
        Pilotprogramm deshalb weil man erst mal versucht hat wie es angenommen wird. Die Technik war ja auch noch auf wackeligen Beinen und somit musste viel probiert und improvisiert werden.

        Die ARD konnte selbst in den 1960ern beileibe noch nicht überall empfangen werden.
        1954 sendete man in Bayern von gerade mal zwei Sendestandorten, nämlich dem Wendelstein (für Oberbayern mit München) und dem Dillberg (für die westliche Oberpfalz und dem östlichen Mittelfranken mit Nürnberg).

        Pilotprogramme für 3Sat waren ZDF2 das vom 1.1.1984 bis 30.11.1984 auf Sendung war und PKS, der vom 1.1.1984 bis 31.12.1984 für Sat.1 den Weg bereitete.
        3Sat gibt als ersten Sendetag den 1.12.1984 an, Sat.1 den 1.1.1984.
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      Und was ist mit dem herrlichen Bayern-Quiz, "Bayernkini"? Kam so Anfang der 80er jedes Jahr und hatte im Vorspann eine ältere Dame, die nach dem Wort "Bayernkini" schön breit und laut "Viererdochzg!" herauspresste. ("Vierundachtzig", für des Bayrischen nicht Mächtige;-))

      Und bei "Live aus dem Alabama" fällt mir jene legendäre Sendung ein (1983 oder 84), in der die rechtsextreme "Wikingjugend" eingeladen war und die Diskussion von Lagerfeuerabenden und Jugendgruppen-Aktivitäten in der schönen Natur langsam aber unaufhaltsam kippte und die wahren Ansichten der jungen Damen und Herren offenbar wurden.

      Und unvergessen dann Eisi Gulp, der schlaksige Breakdance-Instructor (jede Woche einen "Move" für uns alle - KULT, ganz nebenbei!), dessen schwarze Freundin auch im Studiopublikum war und die sich dann lautstark Wortgefechte lieferten, wer denn in Deutschland leben dürtfte und was mit denen passieren sollte, die nicht dem Wiking-"Ideal" entsprechen... Wahnsinn, und ich habe diese Sendung noch auf VHS!!!! Meine Mutter hatte damals grade unseren ersten VHS gekauft und ich nahm natürlich alas kleines Kind alles auf, was kam (soviel war das ja bei 3 Programmen noch nicht...;->)

      Das nochmal in guter Qualität... hach ja...!
      • am via tvforen.demelden

        wunschliste.de schrieb:
        > Am 3. September gibt es ein
        > Wiedersehen mit dem Jugendmagazin "Live aus dem
        > Alabama": Ab 0.50 Uhr sind sechs Best-Of-Sendungen
        > im Programm.

        Da bin ich mal gespannt, was von Sandra Maischberger gezeigt wird.
        Oder noch älter: Ein Interview mit dem Sieben Fässer Wein Sänger, der grad im Studio war, oder so.... :-)
        • am via tvforen.demelden

          Bayerischer Rundfunk?

          Da denke ich an "Komödienstadl", "Was bin ich?", "Hätten Sie´s gewusst?", "Heut´ abend", "Ja oder Nein" - einfach mal so ganz spontan....
        • am via tvforen.demelden

          caesar057 schrieb:
          -------------------------------------------------------
          > Bayerischer Rundfunk?
          >
          > Da denke ich an "Komödienstadl", "Was bin ich?",
          > "Hätten Sie´s gewusst?", "Heut´ abend", "Ja
          > oder Nein" - einfach mal so ganz spontan....

          Nein, nein, da kommt sicher nix, das ist ja nicht anspruchsvoll, damit kann man ja nicht renommieren. Und am Ende könnte es ja dem Zuschauer noch gefallen! Also wirklich, nee... ;-)

          Oder gibt es einen simpleren Grund? Vielleicht KOSTET das was, wenn's wiederholt wird???
          DAS geht ja auch nicht, denn man plant ja schon seit 2010 einen Neubau!

          http://www.sueddeutsche.de/muenchen/umbau-bayerischer-rundfunk-grosses-programm-1.1030404

          http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/plant-neubauten-funkhaus-1027641.html
      • am via tvforen.demelden

        Sachrang- da freue ich mich.
        Kunst & Krempel ist auch sehr interessant.
        BR und BR alpha gehören für mich zu den niveauvollsten Sendern, die das Fernsehen zu bieten hat.
        • am via tvforen.demelden

          Meine Lieblingsserien aus dem Bayerischen Fernsehen sind "Alpha Centauri", "Supergrips" und "Sag die Wahrheit". Jedenfalls sind es die, die mir jetzt spontan eingefallen sind.
        • am via tvforen.demelden

          "Sag die Wahrheit" mit Thomas Gottschalk und Günther Jauch im Rateteam war GENIAL!

          Ich vermisse im Jubiläumsprogramm aber - abgesehen vom Kinderprogramm - "Herzblatt" und "Heut' Abend". Das sind für mich typische BR-Kultsendungen.

          Und mit ein bisschen bayerischer Selbstironie hätte man ja auch noch mal ne Folge "Gaudimax" ausgraben können. Aller Kritik zum Trotz war das lange Zeit ein Quotenhit in Süddeutschland.
        • am via tvforen.demelden

          Schaut so aus, als wollte man sich und den Sender von der besten Seite zeigen. Die ersten Einträge und spontanen Ideen von Euch zeigen, dass ganz andere Sachen mit dem BR assoziiert werden.

          Da stellt sich wieder mal die Frage, für WEN eigentlich Programm gemacht wird... :-/
        • am via tvforen.demelden

          wenn ich ganz ehrlich bin ist mein erster Gedanke beim BR "Der Komödienstadel" und zwar die Klassiker aus den 1960ern/70ern mit den ganz Großen: Bayrhammer, Graf, Singerl, Lindner, DeBruyn, Lippert, Tischlinger, Brem, Schmid-Wildy, Grießer, Helfrich, Lang - mir fallen jetzt gar nicht alle ein.

          und auf die Sketch/Comedy Serien freue ich mich auf. Hoffe auf POLT und Schlenger/Meilhamer.
        • am via tvforen.demelden

          Glotzophon schrieb:
          -------------------------------------------------------
          > Hoffe auf POLT und Schlenger/Meilhamer.

          Vor allem von den letztgenannten würde ich gerne wieder (nach sehr langer Zeit) sehen:

          - [b]"Sketche mit Herbert und Schnipsi"[/b], eine 6(?)-teilige Reihe, in der Günter Grünwald als Reporter im Haus der beiden zu Gast ist und jeweils zu einem bestimmten Thema Sketche präsentiert.
          Hier z.B. geht es um das Thema "Liebe":


          - [b]"Herbert und Schnipsi"[/b], eine Serie über den (fiktiven) Alltag der beiden.
        • am via tvforen.demelden

          Meine Favoriten von Schlenger und Meilhamer: Der "Dosenöffner" mit der schlecht übersetzten Bedienungsanleitung und der "spiritistische Zirkel".

          Lange nicht mehr gezeigt, im Netz leider nicht gefunden! :-/
        • am via tvforen.demelden

          wir haben Schlenger/Meilhamer im April d.J. live im Lustspielhaus erlebt- herrlich!

          Was auch nett wäre: die ganz alten Kanal fatal Folgen mit "Vroni und Herrn Erwin".
        • am via tvforen.demelden

          Glotzophon schrieb:
          -------------------------------------------------------

          > BR und BR alpha gehören für mich zu den
          > niveauvollsten Sendern, die das Fernsehen zu
          > bieten hat.

          BR Alpha gibt es ja leider nicht mehr. Mit dem neuen Namen "ARD Alpha" wird vieles bis jetzt gezeigte im Archiv verschwinden.
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          Chriss505 schrieb:
          -------------------------------------------------------
          > Glotzophon schrieb:
          > --------------------------------------------------
          > -----
          >
          > > BR und BR alpha gehören für mich zu den
          > > niveauvollsten Sendern, die das Fernsehen zu
          > > bieten hat.
          >
          > BR Alpha gibt es ja leider nicht mehr. Mit dem
          > neuen Namen "ARD Alpha" wird vieles bis jetzt
          > gezeigte im Archiv verschwinden.


          Aus welchem Grund gibt es kein BR alpha mehr?
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          Hier steht's: ──► http://www.tvforen.de/read.php?1,1369798,1369798#msg-1369798

          Und hier auch mehr: ──► http://www.tvforen.de/read.php?1,1370822,1370822#msg-1370822
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          das ist mir jetzt glatt entgangen, aber ich habe in letzter Zeit auch kaum ferngesehen
      • am via tvforen.demelden

        Die Sesamstrasse können sie natürlich nicht wiederholen, die hat man ja im Bayerischen Fernsehen nicht ausgestrahlt.

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