Staffel 1, Folge 1–3weiter

    • Staffel 1, Folge 1

      Werbefilme aus der Frühzeit des Fernsehens und Kinospots aus den 30er-Jahren erzählen mehr, als nur die Geschichte der Weinbrandmarke aus Rüdesheim. In den Spots spiegelt sich auch der Geist der Zeit. (Text: hr-fernsehen)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 25.01.2011 hr-Fernsehen
    • Staffel 1, Folge 2

      1950 hatte der Frankfurter Textilproduzent und Großhändler Josef Neckermann eine geniale Idee. Er ließ eine zwölfseitige Broschüre drucken und bot darin 133 Kleidungsstücke zu konkurrenzlos niedrigen Preisen an, die jeder ganz einfach zu sich nach Hause bestellen konnte. Er verschickte die Broschüre an 100.000 Adressen, und die Kunden, vor allem aus dem ländlichen Raum, bescherten ihm auf Anhieb einen Umsatz von zehn Millionen Mark. Der Neckermann-Versand, das Kaufhaus des kleinen Mannes, war gegründet und trat seinen Siegeszug in bundesdeutsche Haushalte an. Die Filmautorin Dorothee Kaden hat zahlreiche Schätze aus den Archiven des Hessischen Rundfunks geborgen, um die wechselvolle Geschichte des Unternehmens nachzuerzählen. In dem Film erinnern sich Mitarbeiter und ein Model der ersten Stunde voller Stolz an den Aufstieg des Unternehmens und an das schöne Gefühl, einer erfolgreichen Familie anzugehören. Auch sie freuten sich über das ständig wachsende Angebot. Möbel, Kühlschränke, Fernsehgeräte, aber auch Motorräder, Schweinehälften und Papageien – in den immer dicker werdenden Katalogen war fast alles zu finden. Davon träumten auch die Ostdeutschen. Doch sie durften für Neckermann nur produzieren, etwa das legendäre Motorrad MZ, auf dem Weltmeister Dieter Braun für das Neckermann-Racing-Team Erfolge einfuhr. Als Neckermann dann sogar schlüsselfertige Eigenheime, Versicherungen und billige Flugreisen in den sonnigen Süden ins Programm aufnahm, zweifelte niemand mehr daran, dass Neckermann es „möglich“ macht. Doch der Einstieg ins Reisegeschäft blieb Neckermanns letzter unternehmerischer Erfolg. Massenabsatz bei geringer Gewinnspanne – die Rechnung ging nicht mehr auf und das Familienunternehmen unter. Für die Mitarbeiter bedeuteten die letzten Jahre ein ständiges Hoffen und Bangen. Eigentümerwechsel, Entlassungen, Sanierungen und Umstrukturierungen haben sie miterleben müssen. Heute ist der traditionelle Katalogversender auf dem Weg zum E-Commerce-Unternehmen, und die Bilanz verzeichnet wieder Erfolge. (Text: hr-fernsehen)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 01.02.2011 hr-Fernsehen
    • Staffel 1, Folge 3

      Was war das für ein Jubel, als 1848 Deutschlands erste Dampflok, der legendäre „Drache“, auf hessischen Schienen unterwegs war. Endlich war Carl Anton Henschel an seinem Ziel angelangt: mit dem Schienenverkehr Anschluss an die Zukunft und die Welt zu finden. Er gilt als der geniale Kopf einer Familien-Dynastie, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts der berühmteste Name der Kasseler Industriegeschichte war. „Kassel ist Henschel und Henschel ist Kassel“ lautete der Wahlspruch von Firma und Arbeitern. Aus einer kleinen Glocken- und Geschützgießerei entwickelte sich eine Firma mit internationalem Renommee: die größte Lokomotivfabrik des Kontinents, die in ihrer Blütezeit mehr als 14.000 Arbeiter beschäftigte und deutlich mehr als 1.000 Loks in die ganze Welt verkaufte. Der Film anlässlich des 200. Jubiläums erzählt vom kometenhaften Aufstieg, von erstaunlichen Erfindungen, einer starken Frau an der Spitze der Firma und dem rasanten Zerfall des traditionsreichen Familienunternehmens, dessen Hintergründe bis heute nicht ganz geklärt sind. Das Unternehmen Henschel gibt es seit 1957 nicht mehr. Doch die Fans und Experten der legendären Dampfloks und LKWs sind weiterhin weltweit aktiv – vor allem in Deutschland, viele in Hessen und ein harter Kern in und um Kassel. (Text: hr-fernsehen)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 04.10.2011 hr-Fernsehen

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