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Papua-Neuguinea – Reise in eine andere Welt
45 Min.
850 Kulturen, fast 1000 Sprachen, undurchdringliche Dschungel und Dörfer, die oft nur mit kleinen Flugzeugen zu erreichen sind: Papua-Neuguinea ist für viele der Inbegriff von einer anderen, mystischen und exotischen Welt. Einer der berühmtesten Stämme ist der der Asaro Mudmen. Hoch in den Bergen der Eastern Highlands bringen die Stammesangehörigen täglich eine Show für Touristen aus dem Westen auf die Bühne, eine Episode aus ihrer Stammesgeschichte. Ein Ausverkauf der alten Bräuche? Keineswegs, meint der Stammesführer Auwo Tenige.
Der Tourismus habe sie alle bereichert. Früher kamen sie mit ihrem Gemüseanbau nur knapp über die Runden. Jetzt könnten sie mit dem Geld aus dem Westen ihre Kinder auf die Schule schicken. Doch die westliche Lebensart hat seit der Kolonialisierung auch traditionelle
Strukturen zerstört, Alkoholismus und Armut gebracht. Dazu kommt die Ausbeutung der Rohstoffe durch internationale Konzerne. Akut bedroht ist der Sepik River, eines der letzten intakten Ökosysteme. Dort soll die drittgrößte Kupfermine der Welt gebaut werden.
Allein das Abwasser, warnen Umweltschützer wie Colis Pinga von der Organisation Save The Sepik, könnte die ganze Flusslandschaft verseuchen und vielleicht sogar unbewohnbar machen. „Der Sepik River ist unsere Mutter. Der Sepik ist unser Leben. Wenn dieses Wasser verseucht wird, wird unser ganzes Leben zerstört“, sagt er. Die NDR Dokumentation ist eine abenteuerliche Reise in ein Land, das wie kaum ein anderes der Erde zerrissen ist zwischen archaischer Stammeskultur und der modernen Welt, die sich unaufhaltsam ausbreitet. (Text: NDR)