Staffel 3

Staffel 3 von Heimatabend startete am 10.11.2023 im WDR.
  • Staffel 3, Folge 1
    Krefeld – Samt- und Seidenstadt am Niederrhein, eine der bedeutendsten „Bauhaus“-Städte Europas; Fußballstadt. In diesem Jahr feiert Krefeld seinen 650. Geburtstag. Grund genug, der Stadt eine neue Folge der WDR-Dokumentationsreihe „Heimatabend“ zu widmen. Krefeld ist mit rund 230 000 Einwohnerinnen und Einwohnern zwar eine Großstadt, fühlt sich aber an vielen Stellen nach kleinstädtischer Gemütlichkeit an. Krefeld ist nicht ganz Ruhrgebiet und nicht ganz Rheinland – Krefeld ist einfach Krefeld. „Heimatabend Krefeld“ reist in eine Stadt, die oft als „die kleine Schwester Düsseldorfs“ belächelt wird und doch so viel mehr zu bieten hat. Der Film von Lena Breuer nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise durch die Stadtgeschichte – von den Seidenweberfamilien, die der Stadt im 18. Jahrhundert den Reichtum brachten, bis heute. Krefelderinnen und Krefelder erzählen von Ereignissen, Entwicklungen und Momenten, die ihre Stadt geprägt haben. 126 Jahre gab es den Friseursalon Eichholz mitten in der Krefelder Innenstadt. Ein Damen- und Herrensalon, in dem die Zeit still steht. Ingrid und Willi Eichholz haben erst 2022 Jahr die Türen geschlossen und den ältesten Friseursalon der Stadt zugemacht. 60 Jahre lang hat das Ehepaar hier gemeinsam Haare geschnitten, Krefelder Platt gesprochen und die halbe Stadt getroffen. Sie erzählen vom einstigen Glanz der florierenden Modestadt Krefeld und von dem, was davon noch übrige geblieben ist. Denn die Geschichte Krefelds ist die Geschichte des deutschen Seidenhandwerks. In wohl keiner anderen deutschen Stadt ist die Herstellung edler Textilien so perfektioniert worden wir hier am Niederrhein. Christiane Lange ist Historikerin und die Urenkelin eines der führenden Seidenfabrikanten der Stadt. „Die ganze Stadt ist nur wegen der Seide so geworden, alles hier ist Seide! Und das ist auch heute das Problem – denn Krefeld hat noch keine neue Identität gefunden“, sagt die Wissenschaftlerin. Auf den Spuren der alten Seidenfabrikaten forscht Christiane Lange auch zur Bauhaus-Architektur. Denn Krefeld ist eine der europäischen Bauhaus-Hauptstädte mit immer noch fast unbekannten Architekturschätzen. Es ist der 19.3.1986, Viertelfinale des Europapokals zwischen Bayer 05 Uerdingen und den Gästen aus der DDR, Dynamo Dresden. Auf dem Feld: Friedhelm Funkel. Das Spiel soll eines der wichtigsten seiner Karriere sein, denn nach der Halbzeit liegt Uerdingen 1:3 zurück – und siegt am Ende mit einem sensationellen 7:3. Ein Jahrhundertspiel, das seitdem das „Wunder von der Grotenburg“ genannt wird. Doch nach den großen Erfolgen kommen die großen Niederlagen und der Verein steigt immer weiter ab. Ex-Fußballprofi Friedhelm Funkel blickt zurück auf die großen Siege und die Niederlagen des Vereins. Ist Krefeld zukunftsfähig? Yurika Heyer ist sich da sicher. Die 28jährige hat sich mit einer Gruppe junger Gastronomen und Unternehmerinnen zusammen getan, sie veranstalten Märkte, bewerben Konzertreihen und versuchen die aufstrebende Vintage- und Second-Hand-Szene der Stadt zu vernetzen. Denn in der Stadt gibt es Potenzial – das hat auch der erst 22jährige Unternehmer Daniel Bayen erkannt und eine mittlerweile deutschlandweit agierende Second-Hand-Kette gegründet. Von Krefeld aus wird gebrauchte Kleidung durch die ganze Nation geschickt. „Ich hätte das in keiner anderen Stadt machen können und auch machen wollen. Ich habe hier alles was ich brauche. Und wenn was fehlt, mache ich es selbst.“ (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 10.11.2023 WDR
  • Staffel 3, Folge 2 (45 Min.)
    Julian Jakobsmeyer dreht Dokumentarfilme und ist ein Chronist der Stadt Paderborn.
    Wenn Glocken auf Datenströme treffen, Brotduft auf Bits, Libori auf Quantenforschung – dann geht es um Paderborn in Ostwestfalen. Die Dokumentation begibt sich auf eine filmische Reise durch eine Stadt, die Historisches bewahrt und gleichzeitig mutig in die Zukunft blickt. Paderborn wurde direkt an den Quellen der Pader gegründet. Mit vier Kilometern Länge der kürzeste Fluss Deutschlands. Seine Wasseradern bestimmen nicht nur den Namen, sondern auch die Geschichte der Stadt. Vor mehr als 1.200 Jahren ließ Karl der Große hier die Kaiserpfalz errichten. Das geistige und politische Zentrum eines aufblühenden Reiches. Gleich daneben entstand der Dom – bis heute das Wahrzeichen der Stadt. Wasser, Glaube und Macht: So begann Paderborn. Julian Jakobsmeyer wurde zum Chronisten seiner Heimatstadt. Er hilft, das filmische Archiv der Stadt zu erhalten und ist darüber selbst zum Regisseur geworden. Seine Filme sind ein Kassenschlager hier: Von den Waschfrauen Anfang des 20. Jahrhunderts und spielenden Kindern im Fluss bis zu den Libori-Prozessionen heute. Für viele ist das Kirchenfest nicht nur Tradition, sondern Ausdruck eines ganz besonderen Lebensgefühls. „Wenn Libori ist, kommt jeder Paderborner gerne zurück in seine Stadt und wir alle feiern zusammen“, sagt der gebürtige Paderborner Jacobsmeyer. Die Tradition auf der einen Seite und die Innovation auf der anderen. Schon 1952 begann Heinz Nixdorf mit dem Bau von handlichen Rechnern. 1959 verlegte er den Firmensitz in seine Heimat Paderborn. Obwohl das Unternehmen längst nicht mehr existiert, die Spuren sind überall sichtbar: Paderborn bekam einen Autobahnanschluss und einen Flughafen. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum ist Anziehungspunkt für Forscher und Besucher. Als weltweit größtes Computermuseum schlägt das Haus eine Brücke vom ersten Rechner zum digitalen Morgen. Und den Geschmack von Heimat liefert das Paderborner, ein berühmtes Kastenbrot. Viele Jahrhunderte mit Paderwassser gemacht. Und Paderborns einziger Sternekoch setzt auf die Mini-Version als Traditionsgebäck mit großem Symbolwert. Reporterin und Moderatorin Katty Salié hat hier studiert und erzählt im Heimatabend Paderborn die Geschichte einer Stadt, die zu den Smart Cities gehören will. Mit diesem Modellprojekt soll sie eine zukunftsfähige, nachhaltige und vor allem lebenswerten Stadt zu erhalten bleiben. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 07.01.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Fr. 09.01.2026 WDR
  • Staffel 3, Folge 3 (45 Min.)
    Schauspieler Martin Brambach liebt seine Wahlheimat Recklinghausen.
    Das Tor zum Münsterland – 1.000 Jahre alt, und immer wieder spektakulär! Die Menschen in Recklinghausen feiern die Stadt der Gegensätze – Kohle und Kunst, Stars und Normalos, Altstadtpartys und entspannte Radtouren im Grünen. Recklinghausen sei entspannt, aber auch gleichzeitig eine Top-Kulturstadt, meint Schauspieler Martin Brambach, im Tatort bekannt als Kriminalhauptkommissar Peter Michael Schnabel. Vor fast 20 Jahren kommt er der Liebe wegen hierher. Er mag die Menschen, die ihm ehrlich ihre Meinung sagen. Und mit dem Fahrrad ist er schnell im Grünen. Bergbau und Kunst gehören hier zusammen und haben eine berühmte Geschichte: Im Stadtteil Suderwich kommen im eisigen Nachkriegswinter 1946/​47 zwei LKW aus Hamburg die Straße herunter. Theaterleute, die Kohlen für die Hamburger Bühnen brauchen. Und die Recklinghäuser geben ihnen Brennstoff, vorbei an den Kontrollen der britischen Militärregierung. Zum Dank kommen sie im Sommer zurück und spielen für die Kumpel. Der Anfang der inzwischen weltbekannten Ruhrfestspiele. Das historische Parkhotel Engelsburg in der Altstadt ist seitdem die gute Stube für Stars aus der Theater- und Musikwelt. „Recklinghausen ist inzwischen das zweite Berlin“, sagt Johan „Jimi“ Prinz. Als junger, erfolgreicher Musikproduzent hat er regelmäßig Stars im Studio. Die Firmengründung hat er auch der Stadt zu verdanken. Denn viele junge Gründer bekommen Unterstützung. Recklinghausen kämpft gegen die Verödung der Innenstadt. So wird ein altes Kaufhaus mitten in der Altstadt umgebaut. Entstanden ist ein Gebäude mit Wohnungen, einem Café und einer Kita auf dem Dach. Ein Erfolgsrezept, das viele Besucher anzieht. Und auch für die alte Trabrennbahn, einst die schnellste Deutschlands, gibt es ein Konzept. Hier entsteht das neue Wohnen am See und die Form der Rennbahn bleibt erhalten. „Wir müssen die Stadt wandeln und moderner machen, aber dabei auch Traditionen bewahren“, ist Christoph Tesche, Bürgermeister von 2014 bis 2025, überzeugt. WDR-Moderator Christian Terhoeven ist in Recklinghausen geboren und aufgewachsen. Er erzählt die Geschichte von der Transformation einer Bergbaustadt zu einem modernen und lebenswerten Ort. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Di. 13.01.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Fr. 16.01.2026 WDR
  • Staffel 3, Folge 4 (45 Min.)
    Stefan Kleinkrieg in seinem Studio.
    Hagen in Westfalen ist bekannt als einst bedeutender Industrie-Standort der Metall-Verarbeitung. Eine aufstrebende Stadt mit bekannten Unternehmen wie Varta oder Brandt Zwieback. Heute verschuldet, marode und etwas abgerockt. Doch es tut sich was. Denn zwischen den vier Flüssen Ruhr, Lenne, Volme und Ennepe schlummert eine ganz eigene Kreativität, ein Naturparadies und eine facettenreiche Geschichte, die einzigartig in Deutschland ist. Mit fast 200.000 Einwohnern zwischen Ruhrgebiet und Sauerland ist Hagen in den 80er Jahren Heimat einer Musikszene rund um Nena, Extrabreit oder Grobschnitt. „Komm nach Hagen, werde Popstar, mach Dein Glück!“, heißt bei Extrabreit. Die Musiker Kai Havaii und Stefan Kleinkrieg berichten aus einer Zeit, in der fast ganz Deutschland Musik aus Hagen hörte. Heike Wahnbaeck gibt als Chronistin ganz besondere Einblicke in die Anfänge der Neuen Deutschen Welle. Die Menschen hier gelten als eigenwillig und tief verwurzelt mit ungewöhnlichen Ideen. Karl Ernst Osthaus gehört zu den Berühmtesten. Anfang des 20. Jahrhunderts macht er die Stadt zum weltweiten Zentrum für zeitgenössische Kunst. Als Mäzen kauft er Werke von Van Gogh oder Gauguin für ein deutsches Museum. Rainer Stamm, heute Direktor des Osthaus-Museums, ist in seine Geburtsstadt zurückgekommen und erzählt von den Anfängen einer Art Kulturwunder. Eine Stadt, die schwerste Katastrophen und Krisen meistern muss: Den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, den Niedergang der Stahlindustrie und das Jahrhundert-Hochwasser 2021. Doch Hagen erfindet sich mit seiner mehr als 250jährigen Geschichte immer wieder neu. Die Menschen hier packen an: Als waldreichste Stadt Nordrhein-Westfalens zieht Hagen Menschen wie den Natur-Pädagogen Lauritz Seidel an. Die Brüder Eversbusch brennen in sechster Generation ihren Wachholder-Schnaps. Künstler, die das graue Hagen mit eigenwilligen Ideen bereichern, wie die Fotografin Beba Ilic und ihre PopUp Galerie in einem Einkaufszentrum. Oder Javon Baumann mit Streetart und einem Café mitten im Hagener Kunst-Areal. Felix Schumacher, das Maskottchen von Phoenix Hagen, beschreibt die Mentalität hier als zupackend, direkt, charmant. Schauspieler Sabin Tambrea ist in Hagen aufgewachsen und erzählt die Geschichte dieser einzigartigen Stadt zwischen Beton, Hochöfen und bewaldeten Hügeln, zwischen Vergangenheit und Aufbruch mit überraschenden Geschichten und inspirierenden Menschen. (Text: WDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Mi. 21.01.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Fr. 23.01.2026 WDR

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