Staffel 1, Folge 1–4

    • Staffel 1, Folge 1 (30 Min.)
      Spuren des Tuffabbaus im Wiesaztal. – Bild: BR/​SWR/​Dirk Neumann/​Dirk Neumann
      Spuren des Tuffabbaus im Wiesaztal.
      Die markanten Kalkfelsen der Schwäbischen Alb sind ein Produkt des Meeres. Im Jura, vor 200 Millionen Jahren, wimmelte es in Südwestdeutschland nur so von Muscheln, Korallenschwämmen und anderen Meeresbewohnern. Ihre Kalkskelette bildeten das Gestein. Heute findet man in diesen Schichten gut erhaltene Fossilien von Ammoniten, Ichthyosauriern und anderen Zeugen der Urzeit. Die geologische Vergangenheit der Region hatte einen direkten Einfluss auf die Geschichte der Landwirtschaft, den Bau von Gebäuden und die Entwicklung der Textilindustrie. Über Jahrmillionen wurde das Kalkgestein von Wasser, Wind und Wetter geformt, abgetragen und andernorts, zum Beispiel als Tropfstein oder Kalktuff, wieder abgelagert.
      Das Phänomen der Verkarstung ist auch dafür verantwortlich, dass ein Teil der Donau bei Immendingen versickert und das Wasser unterirdisch Richtung Rhein „umgeleitet“ wird. Manche Höhlen boten unseren Vorfahren schon während der Steinzeit Unterschlupf. Die Menschen hinterließen dort vor 40.000 Jahren Werkzeuge, Figuren und sogar Musikinstrumente. Faszinierende unterirdische Sinterformationen kann man in Schauhöhlen im Sauerland bewundern. Hier sind die Kalkablagerungen noch älter – etwa 400 Millionen Jahre. Sie stammen aus dem Devon. (Text: SWR)
      Deutsche TV-PremiereMi 22.06.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 1, Folge 2 (30 Min.)
      Die Eifel, ein Mittelgebirge mit explosiver Vergangenheit. Hier kann man Deutschlands jüngste Vulkane bestaunen. Vor nur 12.900 Jahren sorgte dabei eine Eruption für ein wahres Inferno: Der Ausbruch des Laacher-See-Vulkans war mit Abstand der Gewaltigste, der sich in der letzten eine Million Jahre in Mitteleuropa ereignet. Die Folgen davon waren bis nach Schweden und Italien zu spüren. Die Geologie der Eifel ist einzigartig für Deutschland und sie hat bis heute Einfluss auf die Kulturgeschichte dieser Region. Wer hätte gedacht, dass eines unserer ältesten Küchengeräte aus erstarrter Lava gemacht wurde? Und was wäre die mittelalterliche Baukunst ohne die Baustoffe Tuff und Basalt? Noch heute wird Bims – der einzige Stein, der schwimmen kann – zu Leichtbausteinen verarbeitet.
      Doch mit dem Abbau der Vulkane verschwinden Deutschlands einzige Zeugen aus jüngster Erdgeschichte. Der Atem der Vulkane steckt sogar in jeder Flasche Eifeler Mineralwasser und bestimmt ihren Geschmack. Noch heute blubbern vulkanische Gase aus dem Boden der Eifel – aber aus welcher Tiefe stammen sie? Und sind sie Zeugen von alten, erkalteten Magmaresten oder etwa Spuren neuer magmatischer Aktivität? (Text: SWR)
      Deutsche TV-PremiereMi 29.06.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 1, Folge 3 (30 Min.)
      Vor rund 65 Millionen Jahren gerät der Boden im Südwesten in Bewegung: Im Untergrund gibt es gewaltigen Druck, die Erdkruste reißt, riesige Gesteinsschollen sinken in die Tiefe. Der Grabenbruch sorgt für einen geologischen Wandel, der dem Oberrhein viele Rohstoffe beschert, von denen wir heute profitieren: Sand und Kies, Ton und Buntsandstein. Eigentlich würde man an dieser Stelle in einen drei bis vier Kilometer tiefen Canyon blicken, doch Erosion und Sedimenttransport haben den Graben immer wieder zugeschüttet. Der Grabenbruch ist auch verantwortlich dafür, dass der Südwesten prädestiniert ist für Geothermie. Zeitweise lief er sogar mit Meerwasser voll. So findet man südlich von Heidelberg fossile Zeugen aus der Urzeit, die auf karibische Zustände deuten. Ohne Grabenbruch würde der Rhein heute vermutlich ins Mittelmeer fließen.
      Doch nicht alles, was sich geologisch verändert, ist natürlichen Ursprungs – und auch nicht immer ein Segen. Die Rheinbegradigung durch den Wasserbauingenieur Johann Gottfried Tulla zeigt das eindrucksvoll. (Text: SWR)
      Deutsche TV-PremiereMi 06.07.2016SWR Fernsehen
    • Staffel 1, Folge 4 (35 Min.)
      Abbau von Feldspat ein Rohstoff für Porzellanherstellung.
      In Nordrhein-Westfalen und dem Saarland begibt sich das Filmteam auf die Suche nach Bodenschätzen. Die Zuschauer tauchen ein in die Zeit des Karbons, aus dem die Steinkohle stammt, fahren ein in die Grube Reden, um hier in 900 Metern Tiefe die letzten Spuren eines 300 Millionen Jahre alten Waldes zu finden. Aus jüngerer erdgeschichtlicher Vergangenheit stammen die Braunkohleflöze, die im Tagebau abgebaut werden. Im Norden des Saarlands, in der Nähe des mächtigen keltischen Ringwalls bei Otzenhausen, graben Archäologen die kuriosen „Lebacher Eier“ aus. Vermutlich wussten schon die Kelten diese handlichen, eisenhaltigen Steine zu nutzen. Vorkommen von Eisenerz legten den Grundstein für die industrielle Stahlproduktion entlang der Saar. Im saarländischen Hochwald stößt das Kamerateam auf eine Tagebaugrube, in der Feldspat abgebaut wird.
      Das helle Silikat-Mineral ist eine wichtige Zutat für die Herstellung von Porzellan. Die Dokumentation bietet Einblicke in Ausschnitte der Erdgeschichte und erläutert, wie die Geologie die Geschichte verschiedener Regionen beeinflusst hat. (Text: SWR)
      Deutsche TV-PremiereMi 13.07.2016SWR Fernsehen

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