Die Vögel

USA 1963 (The Birds‎, 115 Min.)
  • Thriller
 – Bild: AGENTUR: programmpress

Bodega Bay, eine kleine kalifornische Küstenstadt, wird von aggressiven Vogelschwärmen angegriffen. Sie attackieren zunächst nur Menschen im Freien, doch dabei bleibt es nicht. Mitch Brenner macht in der Stadt eine attraktive Bekanntschaft. Als ihn Melanie dann bei seiner Mutter besuchen will, wird sie von einer Seemöwe angegriffen. Doch das ist erst der Anfang: Melanie wird Zeugin weiterer Vogelattacken. Beim Kauf zweier Liebesvögel lässt sich die junge Melanie Daniels (Tippi Hedren) von Rechtsanwalt Mitch Brenner (Rod Taylor) beraten.

Zu spät merkt sie, dass Brenner gar kein Verkäufer ist und sie zum Narren gehalten hat. Sie will ihm einen Denkzettel verpassen. Daher fährt Melanie mit den Vögeln nach Bodega Bay, wo Mitch mit seiner Mutter (Jessica Tandy) und seiner Schwester Cathy (Veronica Cartwright) die Wochenenden verbringt. Unterwegs wird Melanie von einer Seemöwe angegriffen und am Kopf verletzt. Obwohl man ihr von einem weiteren, ähnlichen Vorfall erzählt, will sie in dem Küstenort bleiben und sich bei der Lehrerin Annie Hayworth (Suzanne Pleshette), Mitchs einstiger Freundin, ein Zimmer mieten.

Am nächsten Tag feiert Cathy ihren Geburtstag. Da fallen plötzlich aufgeregte Vögel über die im Garten spielenden Kinder her, und am Abend dringen Hunderte von Finken durch den offenen Kamin in das Haus der Brenners ein. Nur mit Mühe gelingt es, die Vögel zu vertreiben. Aber nicht nur hier haben Vögel Menschen angegriffen. Ein Farmer aus der Nachbarschaft wurde sogar durch die Attacken der Vögel getötet. Die Bewohner geben Melanie die Schuld, denn mit ihr und den beiden Liebesvögeln sei das Unheil über Bodega Bay gekommen.

Die Angriffe der aufgebrachten Vögel konzentrieren sich schließlich auf das Haus der Brenners, in dem auch Melanie Zuflucht gesucht hat. Längst ist Hitchcocks Film „Die Vögel“ zum Kultklassiker geworden und hat selbst nach über fünf Jahrzehnten nichts von seiner Spannung eingebüßt. Hitchcock, der „Master of Suspense“, schafft es, die Zuschauer, die immer ein wenig mehr wissen als die Akteure, zu Mitwissern, quasi zu Mittätern zu machen. Berühmt wurde der einzigartige Soundtrack des Films: Es wurde auf eine konventionelle musikalische Untermalung verzichtet.

Stattdessen wurden dem Film Montagen elektronischer Vogelklänge und Geräuscheffekte des deutschen Komponisten Oskar Sala unterlegt. Keine einzige echte Vogelstimme ist im Film zu hören, was die unheimlich-schaurige Atmosphäre verstärkt. Die Special Effects waren so aufwändig, dass die Herstellung des Films ganze drei Jahre verschlang. Nie zuvor war versucht worden, wilde Seemöwen zu dressieren. Vor allem stellte es ein Novum dar, eine große Zahl von Vögeln auf die Aufgabe vorzubereiten, Menschen anzugreifen, ohne sie zu verletzen.

Ob man den Angriff der Vögel nun als Rache für so viele gejagte und getötete Artgenossen interpretieren mag oder nicht, auf jeden Fall hat der Mensch hier die Kontrolle über die Natur verloren, die er glaubte, so fest in Händen zu halten. Wie auch sein Film „Rebecca“ (1940) basiert Hitchcocks Horrorthriller „Die Vögel“ auf einer literarischen Vorlage der englischen Bestsellerautorin Daphne du Maurier. Und Tippi Hedren gab hier ihr Filmdebüt. (Text: ZDF)

In Hitchcocks Werk nimmt „Die Vögel“ eine Sonderstellung ein, weil er sich hier weiter von der Realität entfernt hat als in vermutlich allen anderen seiner Filme. Zwar gibt es auch hier eine konkrete zeitliche und räumliche Verortung, aber der Kern der Geschichte, der unerklärliche und grundlose Angriff der Vögel auf die Menschen – ein beinahe abstraktes, apokalyptisches Bild – bleibt doch ein singulärer Fall im Werk Hitchcocks. Alles in diesem Film ist konstruiert und künstlich hergestellt. So ist zum Beispiel keine einzige echte Vogelstimme im Film zu hören. „Die Vögel“ ist auch deshalb einer der meistanalysierten Filme Hitchcocks, weil er ganz Konstrukt ist und sich einige Besonderheiten seines Kinos hier stärker offenbaren als an anderer Stelle. Die Natur, die abrupt und rätselhaft aus den Fugen gerät, ist zunächst der Hintergrund vor dem sich eine merkwürdig komplizierte Liebesgeschichte entwickelt: drei Frauen, die sich um einen emotional unterkühlten Mann scharen. Einige Kommentatoren meinten deshalb der Filmtitel, „The Birds“ (was umgangssprachlich auch so viel bedeutet wie die „aufgeregten Hühner“), beziehe sich eher auf die drei weiblichen Hauptfiguren als auf die tatsächlichen Vögel. Der berühmte „hitchcocksche Suspense“ entsteht dann aus der Komplizenschaft der Zuschauer mit den Vögeln. Der Film weist die Zuschauer beharrlich auf die „Pläne“ der Vögel hin, während die Protagonisten des Films noch mit anderen Dingen beschäftigt sind und deshalb ahnungslos und bestürzt das widernatürliche Verhalten der Tiere registrieren. In einer der berühmtesten Einstellungen des Films sind die Zuschauer bei den Vögeln hoch in den Lüften, bevor die Tiere auf die winzigen Menschen am Boden herabstoßen. Berühmt wurde auch der einzigartige Soundtrack des Films: Statt einer konventionellen musikalischen Untermalung arbeiteten die Komponisten mit Montagen elektronischer Vogelklänge und Geräuscheffekten des deutschen Musikpioniers Oskar Sala. Hitchcocks Hauskomponist Bernard Herrmann verarbeitete dann die elektronischen Klänge, die zum Großteil auf Salas Trautonium entstanden, zum atmosphärischen Sounddesign. Die Special Effects waren insgesamt so aufwendig, dass die Herstellung des Films ganze drei Jahre dauerte. Wie auch sein Film „Rebecca“ (1940) basiert „Die Vögel“ auf einer literarischen Vorlage der englischen Bestsellerautorin Daphne du Maurier. Mehr im Internet unter: http:/​/​arte.tv/​hitchcock Die Fotografin Dorothy Shoes hat sich von sechs Themen Hitchcocks inspirieren lassen, um sein Filmuniversum in einer Bilderstrecke zu illustrieren. Dabei dreht sich alles um (blonde) Frauen, Fenster, Caméo-Auftritte, MacGuffin, Voyeurismus und Suspense. Mehr Infos kurz vor der Ausstrahlung auf: http:/​/​arte.tv/​hitchcock. (Text: arte)

Deutscher Kinostart20.09.1963Internationaler Kinostart1963

Originalsprache: Englisch

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