Echtes Leben Folge 7: Priester, Zölibat und das verborgene Leid
Folge 7
Priester, Zölibat und das verborgene Leid
Folge 7 (30 Min.)
„Priester, Zölibat und das verborgene Leid“: eine Dokumentation über verbotene Nähe, gelebte Doppelmoral und die Sehnsucht nach einem Leben ohne Lüge. Ein katholischer Priester, der am Altar steht – und abends zu seiner Freundin nach Hause fährt. Ein Kind, das seinen Vater nur im Verborgenen „Papa“ nennen darf. Homosexuelle Priester, die ihre Beziehungen geheim halten (müssen). Die „STATIONEN“-Dokumentation erzählt von Menschen, die Liebe erfahren, aber unter dieser Liebe auch leiden. Was macht es mit Pfarrern, die unter Einsamkeit leiden, die eine Beziehung führen, die es nicht geben darf oder deren Liebe an der Geheimhaltung, am Zölibat zerbricht? Was macht es mit
Partnerinnen, Partnern und Kindern, die in die Unsichtbarkeit gedrängt werden und vor dem Gesetz immer Fremde sein werden? Der Film „Priester, Zölibat und das verborgene Leid“ schaut hinter die Fassade.
Die Protagonistinnen und Protagonisten sprechen über Einsamkeit, Scham, Loyalitätskonflikte und die Zerrissenheit zwischen Berufung und Liebe. Sie thematisieren die Widersprüche, ihre Verletzungen und ihre Hoffnung. Im Kontrast zum Familienleben eines orthodoxen Priesters wird sichtbar: Der Zölibat ist keine göttliche Naturgegebenheit, sondern eine kirchliche Regel – mit weitreichenden Folgen, die alle Bereiche des Lebens prägen – nicht nur für den jeweiligen Pfarrer. (Text: ARD)