Staffel 7, Folge 1–2

    • Staffel 7, Folge 1 (45 Min.)
      Heiner Lauterbach gilt als einer der größten deutschen Schauspieler. Lauterbach hat aber nicht nur mit glanzvollem Schauspiel Schlagzeilen gemacht. Immer wieder standen Alkohol und private Exzesse im Mittelpunkt. Anlässlich seines sechzigsten Geburtstags zeigt WDR Fernsehen in der Reihe „Die Besten im Westen“ ein sehr persönliches und selbstkritisches Portrait Heiner Lauterbachs. Als Sohn eines wohlhabenden Kölner Sanitärunternehmers ist sein Weg eigentlich vorgezeichnet: Er soll das Geschäft des Vaters übernehmen und ein bürgerliches Handwerkerleben führen. Doch in der Schule versagt er und träumt von einem Leben als Künstler, Musiker oder Schauspieler. Er besucht die Schauspielschule, tritt jahrelang im Kölner Theater der Keller auf und spielt auch in kleineren Filmen mit, auch in drittklassigen Erotikfilmen wie dem Schulmädchen-Report. Nicht viele glauben an ihn. Der große Durchbruch und die Sucht Mit einem einzigen Film, Doris Dörries „Männer“, gelingt dann der große Durchbruch. Ruhm und Erfolg sind plötzlich da. Er gehört jetzt zu den begehrtesten deutschen Schauspielern. Er spielt in „Das Mädchen Rosemarie“, „Der Schattenmann“, „Rossini“, „Dresden“ oder „Die Sturmflut“. Schlagzeilen macht Heiner Lauterbach aber auch mit seiner Alkoholsucht, seinem Macho-Image und seinen privaten Eskapaden. Mit Alkohol hat er sich beinahe selbst zerstört. „Ich habe nichts ausgelassen,“ gesteht Lauterbach in seinem ersten Buch. Aber: „Ich bereue nichts? Nein, dieses Motto gilt für mein erstes Leben nicht,“ sagt Lauterbach heute. „Alles, was nicht gut war, habe ich selbst zu verantworten.“ Sein bewegtes Leben hat er aufgeschrieben, weil er sich seinem ältesten Sohn Oscar erklären wollte. Die zweite Chance Heute ist Lauterbach mit der zwanzig Jahre jüngeren Libanesin Viktoria Skaf verheiratet. Als er sie kennenlernt, hört er praktisch von einem Tag auf den anderen mit Trinken, Rauchen und den Partys auf. Lauterbach sagt, erst an der Seite der „abstinenten Viktoria“ sei das möglich gewesen. Dafür und für ihre Hartnäckigkeit ist er ihr dankbar. (Text: WDR)
      Deutsche ErstausstrahlungFr 05.04.2013WDR
    • Staffel 7, Folge 2 (45 Min.)
      Jürgen Klopp begeistert – nicht nur auf dem Fußballplatz. Der Star-Trainer hat Borussia Dortmund zu zwei Meistertiteln geführt, und er ist im Ruhrgebiet zur großen Identifikationsfigur geworden. Ausgerechnet Klopp, ein Schwabe, aufgewachsen im Schwarzwald, hat es geschafft, die Menschen im Ruhrgebiet mitzureißen. Die Dokumentation macht sich auf die Spuren eines großen Motivators. Anfänge in der schwäbischen Provinz: Jürgen Klopp macht schon als Kind keine halben Sachen, vor allem nicht auf dem Fußballplatz. Eltern und Geschwistern fällt schon früh der unbändige Ehrgeiz des Jungen auf. Obwohl nicht mit dem ganz großen Talent eines Pele oder Beckenbauer ausgestattet, will er Karriere machen. Er spielt zwar nur in kleinen schwäbischen Vereinen, die SV Glatten oder TuS Ergenzingen heißen. Aber Vater Norbert Klopp treibt ihn an. Der Vater ist das Vorbild in Sachen Ehrgeiz und Begeisterung. Nur selten lobt er seinen Sohn. Umso mehr beschäftigt es Jürgen Klopp, dass sein Vater die großen Erfolge nicht miterleben konnte. Norbert Klopp stirbt ausgerechnet zu Beginn der Trainerkarriere des Sohnes im Profifußball: „Ich glaube fest daran, dass mein Vater von oben zuschaut und einen Höllenspaß daran hat, was hier unten alles passiert“, erzählt Klopp in der Dokumentation. Durchbruch in Mainz: Nach mehreren Stationen im Amateurfußball landet Klopp mit 23 Jahren beim Zweitligisten Mainz 05 – ein Kämpfertyp, der auch gerne Verantwortung übernimmt. Für den Verein, aber auch in der Familie: Klopp geht nach dem Training nicht in die Kneipe wie manch anderer Spieler, sondern kümmert sich um seinen kleinen Sohn. Auf Klopp ist Verlass, auch in schwierigen Zeiten. Deshalb macht ihn sein Verein im Abstiegskampf 2001 vom Spieler zum Trainer. Klopp denkt keine drei Sekunden nach. Er sagt zu und setzt sich als Trainer durch. Mainz 05 scheitert dann zwei mal sehr knapp am Aufstieg. Aber Klopp gibt nicht auf, steckt seine Spieler immer wieder mit seiner Begeisterung an. 2004 schließlich gelingt der Aufstieg in die Bundesliga – für Klopp erfüllt sich ein Traum. „Die Seele des Meisters“ – und des Ruhrgebiets: Die Großen der Liga werden aufmerksam. Borussia Dortmund ist damals, nur wenige Jahre nach der Beinahe-Pleite, eine Mannschaft im Mittelmaß. Genau der richtige Ort für den großen Motivator. Das erste Double (Deutscher Meister und Pokalsieger 2012) in der mehr als einhundertjährigen Vereinsgeschichte Dortmunds ist Jürgen Klopps bisher größter Erfolg, für viele ist er die „Seele des Meisters“. Fast könnte man sagen: Er ist auch die Seele des Ruhrgebiets. Mit seiner zupackenden Art und seiner Fairness passt er in die Region. Die Menschen feiern ihren Klopp wie einen Helden, aber einen zum Anfassen. In dem Portrait von Hendrik Deichmann spricht Jürgen Klopp nicht nur über die Geheimnisse seines Erfolges, sondern auch über ganz private Themen. Seine Mutter Elisabeth berichtet über ihren Sohn und seinen unbändigen Antrieb. Auch Spieler und langjährige Weggefährten wie Sebastian Kehl und Co-Trainer Peter Krawietz erzählen über den Mann, der heute Hoffnungsträger einer ganzen Region im Ruhrgebiet ist und in ganz Deutschland mit seiner ehrgeizigen, aber dennoch offenen Art beliebt ist. (Text: WDR)
      Deutsche ErstausstrahlungFr 19.04.2013WDR

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