Wie kann Architektur Gemeinschaft fördern, Kreativität freisetzen, Eigenständigkeit stärken? „Das gebaute Versprechen“ ist eine dreiteilige Dokumentationsreihe über Gebäude, die eine wichtige soziale Funktion haben: Schulen, Gefängnisse, Obdachlosenunterkünfte. Der erste Teil zeigt wegweisende Schulen, die moderne Unterrichtsideen in Architektur übersetzen. Der Schulcampus Neustift – spektakulär in die österreichische Landschaft eingebettet – ist transparent, licht, weit. Jeder Jahrgang hat seinen eigenen Bereich mit offenen Lernzonen und flexiblen Möbeln. Lernen ist überall möglich – auch auf den begrünten Dächern. Eine Architektur, die Selbstständigkeit und Weitblick schafft.
Das Lycée Simone Veil Liffré in Frankreich ist lichtdurchflutet. Pflanzen im Innern und hochwertige Materialien sorgen für eine entspannte Lernatmosphäre. Die Gänge sind Aufenthaltsort und die Eingangshalle sozialer Knotenpunkt. Schule ist hier Lern- und Lebensraum, in der sich Schüler und Lehrer wohlfühlen sollen. In der Dybkærskolen in Dänemark ist Frontalunterricht passé. Hier setzt man auf projektbasierten Unterricht – die Schülerinnen und Schüler erarbeiten Projekte, die Lehrerinnen und Lehrer begleiten sie. Die Architektur ist genau dafür gemacht. Mit flexiblen Räumen, Nischen und Lernmöbeln fördert sie Gemeinschaft und Individualität und macht ganz einfach Spaß. (Text: arte)